Miteigentumsanteil: Ein Stück vom Kuchen

Der Mieteigentumsanteil ist ein kalkulatorisches Bruchstück an Wohnungseigentum. Bei der Umwandlung eines Hauses in Eigentumswohnungen legt der teilende Eigentümer für jedes Sondereigentum fest, wie viele Miteigentumsanteile dadurch repräsentiert werden.

Jedem Wohnungseigentümer gebührt ein seinem Anteil entsprechender Bruchteil der Nutzungen des gemeinschaftlichen Eigentums. Dieser Miteigentumsanteil bestimmt sich nach dem im Grundbuch eingetragenen Verhältnis der Miteigentumsanteile (§ 16 Abs. 1 WEG).

Ist nichts anderes vereinbart, hat jeder Wohnungseigentümer die Lasten des gemeinschaftlichen Eigentums (Gemeinschaftseigentum) sowie die Kosten der Instandhaltung, Instandsetzung, sonsti-gen Verwaltung und eines gemeinschaftlichen Gebrauchs des gemeinschaftlichen Eigentums nach dem Verhältnis seines Mieteigentumsanteils zu tragen (16 Abs. 2 WEG).

Teilungsversteigerung: So sehen Beantragung und Ablauf aus

Teilungsversteigerung: So sehen Beantragung und Ablauf ausBei der Teilungsversteigerung stellt einer von mehreren Miteigentümern den Antrag, das gemeinschaftliche Grundstück zu versteigern. Hintergrund des Verfahrens ist also nicht– wie bei der Zwangsversteigerung –die Zahlungsunfähigkeit der Eigentümer, sondern… › mehr lesen

Der Miteigentumsanteil ist somit grundsätzlich, sofern nicht abweichend vereinbart, der Verteilungsschlüssel.

Der Miteigentumsanteil ist auch von Bedeutung bei der Frage, ob eine Eigentümerversammlung beschlussfähig ist.

Siehe auch: Beschlussfähigkeit, Gemeinschaftseigentum, Gemeinschaftsordnung, Stimmrecht, Sondernutzungsrecht, Teileigentum, Verteilungsschlüssel, Wohnungseigentumsgesetz

Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

Ob DAX-Titel, Rohstoff oder Emerging Marktes-Aktie: Heiko Böhmer bringt Ihnen in seinem täglichen Newsletter diese Themen näher. Neue Trends findet er dabei vor allem auf den vielen Reisen zu Finanzmessen im In- und Ausland, über die er in seinem Newsletter ausführlich berichtet.