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Chartcheck: Wie geht es den Banken?

Chartcheck: Wie geht es den Banken?
Anton Violin / shutterstock.com
Inhaltsverzeichnis

Alle prügeln immer auf die armen Notenbanken ein. Keiner kümmert sich mehr um die Banken, deren Aktien Sie handeln können. Damit ist jetzt Schluss!

Commerzbank im Tageschart

Auf den ersten Blick sehen wir, dass der heutige Tag eine riesige rote Kerze darstellt. Im kurzen Zeitfenster macht die Commerzbank damit ein neues Tief. Es könnten die Kurse somit noch weiter fallen in der Zukunft. Allzu bullisch sieht die Aktie sowieso nicht aus.

(Quelle: Tradingview.com)

Im Gegenteil. Der RSI war in den letzten Tagen und Wochen häufig in der überkauften Zone. Es ist deshalb durchaus normal, dass die Kurse etwas Dampf ablassen müssen. Das alleine rechtfertig natürlich nicht die heutige Tageskerze.

Es geht wohl auch hier um das Gas. Die Banken als Spiegel der Volkswirtschaft sind bedroht, wenn es Zahlungsausfälle am laufenden Band gibt. Das ist in einer Rezession wahrscheinlicher. Und nachdem zumindest die Angst davor umgeht, gelten die Banken als unsicher.

Warum Gas? Weil Unternehmen in der Regel Gas benötigen. Und wenn das jetzt ausbleibt, können die Firmen weniger oder gar nicht produzieren. Wenn der erste Dominostein fällt, kann das schnell eine Reihe von Pleiten zur Folge haben. Die Banken bleiben auf den Schulden der Kunden sitzen und diese Furcht davor, zeigt der heutige Tag im Chart.

Deutsche Bank im Tageschart

Auch hier geht es heute rund 12 Prozent nach unten. Beide Banken sinken parallel. Allerdings ist der Chart der Deutschen Bank wesentlich schlechter. Wir sind hier schon fast wieder beim März-Tief! Dagegen hat die Commerzbank ja richtig Puffer!

(Quelle: Tradingview.com)

Hier ist natürlich dieselbe Situation für den Absturz ausschlaggebend, wie bei der Commerzbank. Gibt es Kreditausfälle, stürzen die Aktienkurse der Banken. Wie Sie sehen können, funktioniert das sogar schon, bevor die Ausfälle Realität werden. Einfach aufgrund der Furcht, es könnte passieren.

Die Zone zwischen 8 und 8,50 Euro kann also Auffangnetz für die Kurse dienen. Zur Erinnerung: Das Corona-Tief der Deutschen Bank lag bei etwa 4,50 Euro pro Aktie. Die 8 Euro sind keine Garantie, dass es nicht tiefer gehen kann.

Bei der Commerzbank lag das Corona-Tief übrigens bei 2,80 Euro. Die Aktie könnte im Verhältnis noch viel mehr abgeben als die Deutsche Bank. Beide Aktien verlieren heute aber rund 12 Prozent. Einen richtig großen Unterschied gibt es in Form der Angst vor Kreditausfällen nicht zu erkennen.

Viel wilder ist da eigentlich der Verlauf der Deutschen Bank zu Beginn des Jahres. Erst rauf auf 14,50 Euro und dann folgte sehr schnell der Absturz auf fast 8 Euro. Es gab Zeiten, da waren Aktien, wie von der die Deutsche Bank wesentlich weniger volatil. Die Zeiten ändern sich. Und selbst die großen Banken sind inzwischen zum Spielball der Märkte geworden.

Fazit

Wir müssen abwarten, was die Gas-Situation mit den Bankenwerten in den kommenden Wochen anstellt. Kommt jetzt wirklich eine große Reihe von Firmenpleiten, die durch Corona noch verschoben wurden? (Damals wurde der Anschein einer funktionierenden Wirtschaft gewahrt, indem die Insolvenzen offiziell verschoben wurden.) Dann könnten wir durchaus günstigere Aktienkurse bei den Banken erleben.