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Sind wir schon über dem Berg? Das sagen die wichtigsten Durchschnittslinien!

Inhaltsverzeichnis

Heute nehmen wir uns den S&P 500 zur Brust. Dabei schauen wir, wo die EMA 20, 50, 100 und 200 verlaufen. Abhängig davon können wir ableiten, in welcher Marktphase wir uns gerade befinden und vor allem wo Einstieg sinnvoll erscheinen.

S&P 500 im Tageschart mit EMA

Ziemlich bunt, aber Sie wissen gleich, worauf Sie achten können. Die rote Linie ist die EMA 20, als die gewichtete Durchschnittslinie der jeweils letzten 20 Tage. Dabei zählen die letzten Kurse mehr als die alten. Das bedeutet es, wenn wir von einer gewichteten Durchschnittslinie reden. Orange ist die EMA 50, in Türkis die EMA 100 und in Blau die EMA 200.

(Quelle: Tradingview.com)

Was sofort auffällt: Bei der letzten Erholungsrallye im März verlief die EMA 100 noch über der EMA 200. Die vier Linien verliefen durcheinander. Jetzt haben wir ein eindeutiges Bild. Die EMA 20 ist ganz unten, dann kommt die EMA 50 usw. Damit ist der Abwärtstrend auch durch die Durchschnittslinien offensichtlich geworden.

In solch einem Marktumfeld verkaufen wir eher Kursanstiege, als dass wir direkt auf steigende Kurse setzen. Das kennen Sie: Immer mit dem Trend traden.

Wenn wir uns jetzt den Chart anschauen, wird deutlich, dass die Kurse oberhalb der EMAs gerne an der türkisen Linie wieder nach oben gedreht haben. Sollte sich ein ähnliches Muster jetzt im Abwärtstrend abzeichnen, könnte die aktuelle Erholung demnach bis etwa 4.300 Punkte verlaufen!

Die blaue EMA 200 war lediglich Mitte April von Bedeutung. Da kämpfen Bullen und Bären darum, die blaue Linie in ihrer bevorzugten Richtung zu verlassen. Ansonsten ist die EMA 200 im Tageschart kaum in Erscheinung getreten. Eine kleine Erholung Anfang März lief noch bis zu ihr und dann drehten die Kurse. Doch unterm Strich ist sie hier aktuell weniger wichtig. Das darf auch sein.

S&P 500 im Wochenchart mit EMA

Hier sieht es ganz anders. Wenn wir uns die Jahre 2016 und 2018 anschauen, ist die blaue Linie von extremer Bedeutung. Richtig große Korrekturen laufen beim S&P 500 also eher an die EMA 200 im Wochenchart. Im Tageschart ist sie eher zu vernachlässigen.

(Quelle: Tradingview.com)

Natürlich macht der Corona-Crash eine Ausnahme. Da ging es wesentlich tiefer. Unsere aktuelle Korrektur hat uns zwischen die EMA 100 und EMA 200 fallen lassen. Inzwischen haben wir die EMA 100 im Wochenchart wieder zurückerkämpft. Doch wenn ich mir die Vergangenheit anschaue, hat ein Bruch der EMA 100 in der Regel dazu geführt, dass wir früher oder später auch noch die EMA 200 anlaufen.

Wir können also durchaus jetzt Zwischenerholung spielen. In den meisten Fällen müssen wir aber davon ausgehen, dass wir wohl noch Richtung EMA 200 fallen könnten. Wie gestern schon gezeigt, hat das Zwischenwahljahr vielleicht etwas dagegen und wir haben das Jahrestief schon gesehen. Wenn nicht, sind aus aktueller Sicht Kurse im S&P 500 von 3.600 Punkte noch denkbar.