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Vorwerk: Wasserstoff-Profiteur mit starken Quartalszahlen

Vorwerk: Wasserstoff-Profiteur mit starken Quartalszahlen
petrmalinak / Shutterstock.com
Inhaltsverzeichnis

Über die mittelständische Beteiligungsgesellschaft MBB habe ich an dieser Stelle in den vergangenen Jahren bereits mehrfach berichtet. Heute widmen wir uns einem Tochterunternehmen von MBB, das erst im vergangenen Jahr an die Börse gebracht wurde.

Die Rede ist von der Friedrich Vorwerk SE, die übrigens nichts mit dem Unternehmen Vorwerk zu tun hat, das Staubsauger und Thermomixer vertreibt. Die MBB-Tochter Vorwerk mit Standorten in Tostedt, Wiesmoor, Halle (Saale), Herne, Lüchow und Ketzin ist ein führender Anbieter im Bereich des Pipeline- und Anlagenbaus für Gas-, Strom- und Wasserstoffanwendungen.

Friedrich Vorwerk profitiert im Zuge der Energiewende vom steigenden Investitionsbedarf in die deutsche Energieinfrastruktur. Passend zu dieser Aussage hat das Unternehmen erst vor wenigen Tagen eine spannende Wasserstoff-Nachricht gemeldet. Blicken wir zunächst jedoch kurz auf die jüngsten Zahlen von Friedrich Vorwerk.

Ein Blick auf die jüngsten Quartalszahlen

Friedrich Vorwerk steigerte den Umsatz in den ersten 3 Monaten dieses Jahres um 11% auf 58,4 Mio. Euro. Zugleich konnte der Auftragseingang signifikant um 90% auf 123,5 Mio. Euro gesteigert werden und verschafft dem Unternehmen dadurch hervorragende Voraussetzungen für eine Beschleunigung des eingeschlagenen Wachstumskurses im weiteren Jahresverlauf.

Der Auftragsbestand erreichte zum 31. März 2022 mit 377,9 Mio. Euro einen neuen Höchststand in der Unternehmensgeschichte. Das bereinigte operative Ergebnis (bereinigtes EBIT) lag mit 5,4 Mio. Euro unterhalb des Vorjahreswertes von 8,5 Mio. Euro. Ursächlich für die geringere Profitabilität waren vor allem signifikante Anlaufkosten im Zusammenhang mit dem gleichzeitigen Anlauf mehrerer Großprojekte.

Für den weiteren Jahresverlauf erwartet das Vorwerk-Management aber eine Rückkehr zur prognostizierten operativen Gewinnmarge (EBIT-Marge) von 15%. Die europäische Energieinfrastruktur steht vor dem Hintergrund der immer ambitionierteren Klimaziele vor einem nie dagewesenen Investitionsprogramm. Davon wird Vorwerk zukünftig profitieren!

Ausbau der Wasserstoffkompetenzen

Kommen wir nun zu der spannenden Wasserstoff-Meldung, die Friedrich Vorwerk vor wenigen Tagen veröffentlicht hat. Das Unternehmen hat gemeldet, dass es die Energieversorgung des Standorts Wiesmoor auf regenerativen Wasserstoff umstellt.

Die interne Strom- und Wärmeversorgung des Standorts soll dabei durch ein innovatives bi-fuel Blockheizkraftwerk (BHKW) erfolgen, das mit selbst erzeugtem Wasserstoff aus einer lokalen Elektrolyseanlage betrieben wird.

Dadurch soll der CO2-Fußabdruck des Standorts Wiesmoor verbessert werden. Gleichzeitig soll das Projekt dazu dienen, Erfahrungen mit dem Langzeitbetrieb von Elektrolysesystemen zu sammeln und weitere Optimierungspotenziale zu identifizieren.

Wasserstoff gilt als Schlüssel zur Erreichung der zunehmend ambitionierten Klimaziele. Die EU rechnet in der Wasserstoffbranche langfristig mit einem Jahresumsatz von 800 Mrd. Euro. Der Wasserstoff-Anteil am Energie-Mix soll ver-25-facht werden! Ich setze in meinen Börsendiensten auf die Vorwerk-Mutter MBB, um von diesem riesigen Potenzial zu profitieren.