Commerzbank

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CommerzbankDer ewige Rivale der Deutschen Bank

Mit weltweit knapp 11 Mio. Privat- sowie 1 Mio. Geschäftskunden ist die Commerzbank nach der Deutschen Bank die zweitgrößte Großbank Deutschlands. 2012 erreichte sie eine Bilanzsumme von 635,9 Mrd. €. > Mehr...

Commerzbank Logo RED_shutterstock_1106261375_josefkubes© josefkubes / shutterstock.com
Kurzprofil Die Commerzbank wurde am 26. Februar 1870 gegründet. Durch mehrere Fusionen, u. a. ein staatlich verordneter Zusammenschluss mit dem Barmer Bankverein während der Weltwirtschaftskrise, konnte sich die Commerzbank bis heute immer mehr Kunden sichern, auch wenn sie in der Finanzkrise 2009 auf staatliche Hilfen zurückgreifen musste.

Die Commerzbank ist Gründungs-Mitglied des DAX und seitdem durchgehend im Index vertreten (WKN CBK100).
Commerzbank AG
6,71 €
-0,06-0,92 %
  • ISIN: DE000CBK1001
  • WKN: CBK100
Chart
  • 1T
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  • 5J
Kurs (Daten der Börse Stuttgart)
Letzter6,7 €
Zeitpunkt18.02.2020 16:52
Tief6,66 €
Hoch6,82 €
Eröffnung6,71 €
Briefkurs6,7 €
Geldkurs6,7 €
Kennzahlen
Dividenden Rendite2,23 %
KGV9,06
Performanz
Hoch 52 Wochen8,15 €
Tief 52 Wochen4,66 €
1 Jahr3,45 %
3 Jahre-6,15 %
5 Jahre-39,75 %
Vorstandsportrait

Martin Blessing: Bankchef mit großem Erbe

Wenn ein Mann das richtige Erbe für eine Führungsposition in einer großen deutschen Bank mitbringt, dann er: Martin Blessing, seit 2009 Vorstandsvorsitzender der Commerzbank. Denn Blessing kommt aus einer renommierten Bankiersfamilie.

Karl Blessing, Großvater des Commerzbank-Chefs, war während der späten 1950er zum Chef der Deutschen Bundesbank gewählt worden und blieb 10 Jahre in diesem Amt. Während seiner Amtszeit galt Karl Blessing als „Verteidiger der Mark“, der den politischen Wunsch nach Wirtschaftswachstum und Vollbeschäftigung der Stabilität der deutschen Währung unterordnete.

Sein Sohn, Werner Blessing, folgte seinem Vater Mitte der 1980er Jahre in die Vorstandsetagen deutscher Banken. Nachdem er bereits Anfang der 1960er Jahre als stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Norddeutschen Kreditbank geglänzt hatte, wurde er 1981 in den Vorstand der Deutschen Bank berufen.

Martin Blessing: Der engagierte Erbe

Martin Blessing folgte diesem großen Erbe mit viel Engagement. Nach einer Lehre als Bankkaufmann bei der Dresdner Bank studierte er in den 1980er Jahren Betriebschaftslehre in Frankfurt und Sankt Gallen, 1988 folgte der Abschluss in Business Administration an der University of Chicago.

Während seiner Zeit in Chicago begann Blessing seine berufliche Karriere bei der Unternehmensberatung McKinsey, bei der er Mitte der 1990er Jahre zum Partner aufstieg.  Zwei Jahre später folgte der Wechsel zur Dresdner Bank, bei der er Teile des Geschäftsbereiches „Private Kunden“ übernahm.

Nach einer kurzen Zwischenstation bei der Advance Bank folgte 2001 der Wechsel zu seinem heutigen Arbeitgeber, der Commerzbank. Am 1. November wurde Blessing in den Vorstand berufen, 2008 stieg er zum Sprecher des Vorstandes auf. Ein Jahr später, am 7. Mai 2009, ernannte der Aufsichtsrat ihn zum neuen Vorstandsvorsitzenden der Bank. Blessing wurde somit direkt mit den Auswirkungen der Bankenkrise konfrontiert.

Martin Blessing: Selbstkritik in Krisenzeiten

Vor allem während der Finanzkrise 2008 hat Blessing mit selbstkritischen Aussagen in einem Zeitungsinterview auf sich aufmerksam gemacht. Nicht nur einzelne Banker müssten demnach für die Finanzkrise verantwortlich gemacht werden, sondern die gesamte Branche, er selbst mit eingeschlossen – klare Worte, die Blessings Ruf, immer den richtigen Ton zu treffen, bestätigen.

Bereits während seiner Zeit bei der Dresdner Bank wurde Blessing für seine häufigen Gespräche mit Mitarbeitern und Kunden bekannt. Nach seinem Wechsel ins Privatkundengeschäft der Commerzbank kam ihm diese Bodenständigkeit zugute. Akribisch analysierte er die Wünsche der Kunden und sorgte für eine schnelle Umsetzung.

Und so war es auch kein Wunder, dass Blessing einen Teil seines Gehaltes zurückzahlte, als die Commerzbank im Herbst 2008 auf staatliche Hilfen zurückgreifen musste. Ein Banker, der aus Steuergeldern in die eigene Tasche wirtschaftete, wäre bei den Kunden sicherlich nicht gut angekommen.

Diese belohnen die Commerzbank inzwischen jedoch wieder mit steigenden Einlagen. Nachdem die Bank noch 2008 nur durch staatliche Maßnahmen am Leben erhalten werden konnte, kündigte Blessing im März 2013 die Rückzahlung aller staatlichen Hilfen an. Eine Ankündigung, die die zweitgrößte Großbank Deutschlands nur durch die Neuausrichtung der Bank tätigen konnte. Treibende Kraft auch hier: Martin Blessing.

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