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2G Energy: Wasserstoff-Profiteur mit dynamischem Wachstum

Inhaltsverzeichnis

Der deutsche Wasserstoff-Profiteur 2G Energy hat zuletzt starke Zahlen für das 1. Halbjahr 2021 vorgelegt. Beachtlich sind dabei vor allem die 25% Wachstum beim Umsatz. Bevor ich jedoch im Detail auf die Zahlen eingehe, stelle ich Ihnen kurz das Unternehmen 2G und sein Geschäftsmodell vor.

Unternehmen und Geschäftsmodell im Fokus

Das im Jahr 2005 gegründete und im westfälischen Heek ansässige Unternehmen 2G Energy gehört zu den etablierten Unternehmen auf dem deutschen Markt für sogenannte dezentrale Energieerzeugung.

Das Unternehmen hat sich auf die Herstellung von Energieerzeugungssystemen mittels Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) in Blockheizkraftwerken (BHKW), die mit Erdgas, Biogas und Wasserstoff betrieben werden können, spezialisiert.

Die KWK-Anlagen von 2G haben Leistungen von 20 bis 4.500 kW (kW = Kilowatt) und sorgen für eine unabhängige Versorgung mit Strom und Wärme. Die Anlagen können in verschiedenen Branchen und Bereichen eingesetzt werden. Zu den Kunden von 2G zählen u. a. Industriebetriebe, Kommunen, Stadtwerke und Energieversorger.

Neben der Herstellung von BHKWs bietet das Unternehmen ganzheitliche Lösungen wie Planung und Installation sowie Service- und Wartungsleistungen an. Somit ist 2G in der Lage, nahezu die komplette Wertschöpfungskette rund um BHKW-Anlagen abzudecken.

25% Umsatzwachstum im 1. Halbjahr 2021

Blicken wir auf die Zahlen: Der Umsatz stieg in den ersten 6 Monaten des laufenden Jahres dynamisch um 25% auf 106,9 Mio. Euro. Der Umsatz aus dem Neuanlagengeschäft stieg sogar um 30% auf 51,9 Mio. Euro.

Die kürzlich vollständig übernommene HJS Motoren GmbH steuerte 4,1 Mio. Euro zum Service-Umsatz des 1. Halbjahres bei. Insgesamt stieg der Service-Umsatz um 20% auf 55,0 Mio. Euro. Das bedeutet: Der Service-Umsatz macht mehr als die Hälfte des gesamten Umsatzes aus.

2G-Finanz-Chef Friedrich Pehle kommentiert das Zahlenwerk wie folgt: „Auch ohne den Beitrag der HJS Motoren GmbH, die zum Halbjahr initial konsolidiert wurde, haben wir erstmals mehr als 100 Mio. Euro im 1. Halbjahr schlussgerechnet, was aufgrund der Verwerfungen auf den Beschaffungsmärkten, mit denen wir seit einigen Wochen zu kämpfen haben, nur unter verstärkten Anstrengungen möglich war.”

Und weiter: „Diese Verwerfungen werden uns zwar weiter begleiten, gefährden aber auf Jahressicht nicht unsere Produktionsziele.” Heißt: 2G hat im Zuge der Präsentation der Halbjahreszahlen auch die Ziele für das Gesamtjahr bestätigt.

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet 2G somit weiterhin einen Umsatz im Bereich von 250 bis 260 Mio. Euro bei einer operativen Gewinnmarge (EBIT-Marge) von 6,0 bis 7,5%. Nach dem jüngsten Kurssprung drängt sich ein Neu-Einstieg hier aus meiner Sicht aber erst einmal nicht mehr auf. Rücksetzer könnten dagegen gute Kauf-Gelegenheiten bieten.