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Aktien: Unternehmens-Insider stehen auf der Käuferseite

Inhaltsverzeichnis

Das Börsenjahr 2022 ist nichts für schwache Nerven. Die großen Aktienindizes liegen auf Jahressicht fast alle zweistellig im Minus – teilweise sogar sehr deutlich. Während zuletzt viele Privatanleger, Fondsmanager und Vermögensverwalter im großen Stil Aktien verkauft haben, standen jedoch die sogenannten Unternehmens-Insider zuletzt stark auf der Käuferseite.

Dabei handelt es sich um die Top-Manager und Aufsichtsräte der börsennotierten Unternehmen sowie um deren engere Angehörige. Das ist ein klar positives Zeichen! Denn die Insider würden nicht viel Geld investieren, wenn sie nicht von den guten Perspektiven der Unternehmen überzeugt wären.

Bevor ich Ihnen gleich ein paar allgemeine Sätze zum Thema Insiderkäufe schreibe, möchte ich zunächst auf einige Insiderkäufe aus den vergangenen Tagen eingehen.

Eine Übersicht der jüngsten Insider-Käufe

Einen auffällig großen Insider-Kauf gab es in den vergangenen Tagen bei dem Software-Spezialisten Teamviewer. Hier kaufte Vorstand Oliver Steil für über 1 Mio. Euro Aktien. Weitere Insider-Käufe gab es bei dem IT- und Software-Spezialisten Allgeier, dem Hightech-Maschinenbauer PVA Tepla und bei Fresenius.

Zudem griffen die Insider bei der Baader Bank, dem Schienenfahrzeug-Ausrüster SBF, dem Online-Möbelhändler Westwing, dem Online-Fahrradhändler Bike24, dem Wohnmobilhersteller KnausTabbert und dem Immobilien-Spezialisten DIC Asset zu.

Alle genannten Unternehmen eint, dass der derzeitige Aktienkurs deutlich zweistellig unter den alten Höchstständen notiert. Heißt: Die Unternehmens-Insider nutzten die günstigen Kurse, um sich mit Aktien „ihrer“ Unternehmen einzudecken. Ich hätte diese Liste übrigens auch noch fortführen können. Das hätte hier jedoch den Rahmen gesprengt.

Wie Sie Insider-Transaktionen einordnen sollten

Abschließend noch ein paar Sätze dazu, wie Insider-Transaktionen grundsätzlich einzuordnen sind: Meines Erachtens ist es in vielen Fällen sinnvoll, sich beim Aktienkauf an Personen zu orientieren, die Informationen aus 1. Hand haben und direkt an der Quelle sitzen (das ist bei den Insidern der Fall, da es sich dabei – wie schon geschrieben – beispielsweise um Vorstände und Aufsichtsräte und deren Angehörige handelt).

Allerdings sollten Sie beachten, dass es nicht automatisch ein gutes Zeichen sein muss, wenn ein Insider Aktien des eigenen Konzerns kauft und nicht automatisch ein schlechtes Zeichen, wenn Insider Aktien verkaufen.

Denn nicht immer kaufen Insider Aktien, weil sie diese für unterbewertet halten (wenn sie zum Beispiel nur kleine Summen investieren) und nicht immer verkaufen Insider Aktien, weil sie diese für überbewertet halten (die Insider können zum Beispiel Cash für die Steuer benötigen). Sie sollten daher niemals nur auf die Insiderkäufe und -Verkäufe achten, sondern stets auch einen Fundamental-Check vornehmen.

Abschließender Praxistipp für Sie

Die Insiderkäufe- und Verkäufe finden Sie auf der Internetseite der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin). Suchen Sie dort nach „Mitteilungen über Eigengeschäfte von Führungskräften“. Sie finden dann eine Datenbank, in der Sie nach den Unternehmen suchen können, die Sie interessieren.