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Boss-Aktie setzt ihren Aufwärtstrend fort

Inhaltsverzeichnis

Trotz Problemen bei den Lieferketten und des Chipmangels fallen die Geschäftszahlen, die die Unternehmen vorlegen, überwiegend erfreulich aus.

Auch der Modekonzern Hugo Boss konnte mit starken Ergebnissen einmal mehr überzeugen. Die Prognose hatte das Unternehmen zuvor schon angehoben. Die Ampeln für eine Fortsetzung des Aufwärtstrends stehen auf Grün.

Der neue Chef Daniel Grieder will Boss wieder auf Kurs bringen

Der neue Chef Daniel Grieder, der das Unternehmen seit Anfang Juli führt, war seinen Job mit großen Vorschusslorbeeren angetreten. Kein Wunder, gilt der ehemalige Tommy-Hilfiger-Chef doch als einer der besten Manager in der Branche. Das Modelabel Tommy Hilfiger hatte er mit aufgebaut und hatte wesentlichen Anteil an dessen Erfolg.

Im vergangenen Jahr hatte Corona das Unternehmen aus Metzingen in der Nähe von Stuttgart voll erwischt. Die Pandemie sorgte 2020 für einen deutlichen Umsatzrückgang um rund ein Drittel auf 1,95 Mrd. Euro. Unter dem Strich fiel sogar ein Verlust an.

Grieder soll den Konzern wieder auf Kurs bringen. Der Schweizer, der am Samstag 60 Jahre alt wird, verfolgt große Ziele. Langfristig will er Hugo Boss in die Liga von Luxus-Giganten wie LVMH führen. Innerhalb von fünf Jahren soll der Umsatz auf rund 5 Mrd. Euro mehr als verdoppelt werden. Beleg dafür, dass er von den guten Aus­sichten überzeugt ist: Kurz nach seinem Amtsantritt kaufte Grieder Boss-Aktien im Wert von rund 4,4 Mio. Euro.

Hugo Boss verdient wieder mehr als vor der Pandemie

Noch liegt ein gutes Stück Weg vor ihm. Der Start verlief aber schon einmal verheißungsvoll. Vor wenigen Tagen präsentierte das MDAX-Unternehmen aktuelle Geschäftszahlen. Im dritten Quartal stieg der Umsatz währungsbereinigt um 42% auf 755 Mio. Euro.

Der operative Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) belief sich auf 85 Mio. Euro, nach­dem er im dritten Quartal des Vorjahres wegen der Pandemie auf ge­rade einmal 15 Mio. Euro zusammengeschrumpft war. Unter dem Strich verdiente der Konzern 53 Mio. Euro, nach nur 4 Mio. Euro im Vorjahr. Damit lagen Umsatz und Gewinn auch wieder über dem Vor-Pandemie-Niveau. Er­freu­lich: Das Online-Geschäft wuchs gegenüber 2019 um satte 127%.

Die Mitte Oktober angehobene Jahresprognose bestätigte das Management. Das Unternehmen stellt wei­ter­hin einen währungsbereinigten Umsatzanstieg von 40% in Aussicht. Der operative EBIT-Gewinn soll 175 bis 200 Mio. Euro erreichen. Zuvor hatte der Konzern nur ein Umsatzplus von 30 bis 35% und ein EBIT-Ergebnis zwischen 125 und 175 Mio. Euro angepeilt.

Aufwärtstrend geht in die nächste Runde

Die Boss-Aktie hatte auf die Zahlen zunächst kaum reagiert. Zu Beginn dieser Woche zog der Kurs aber wieder kräftig an und hat mit dem Anstieg auf den höchsten Stand seit August 2019 ein frisches Trend-Signal geliefert. Nach dem Ausbruch aus der jüngsten Konsolidierung geht der Aufwärtstrend in die nächste Runde. Auf mittlere Sicht sind Kurse von mindestens 70 Euro realistisch.