Delignit AG mit Halbjahresrekord beim Umsatz

Knaus Tabbert RED – Björn Wylezich

Der Pressholzplatten-Hersteller Delignit hat ein sehr gutes 1. Halbjahr hingelegt. Der Umsatz wurde deutlich gesteigert und das EBITDA sogar mehr als verdoppelt. (Foto: Björn Wylezich / Adobe Stock)

Trotz eines schwierigen Marktumfeldes konnte der Kunstharzpressholz-Hersteller Delignit aus Blomberg bei Detmold in den ersten 6 Monaten des laufenden Jahres einen Umsatzrekord verzeichnen. So flossen im ersten Halbjahr 2021 sehr gute 36,3 Mio. Euro in die Kasse des Unternehmens. Das waren 41,7% mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Bevor ich Ihnen jedoch weitere Details aus den Halbjahreszahlen des lippischen Unternehmens präsentiere, möchte ich Ihnen die Delignit AG kurz vorstellen.

Delignit AG im Kurzporträt

Delignit entwickelt, produziert und vertreibt ökologische Werkstoffe und Systemlösungen aus nachwachsenden Rohstoffen. Das Unternehmen ist u. a. Weltmarktführer für die Belieferung der Automobilindustrie mit Laderaumschutz- und Ladungssicherungs-Systemen zur Ausstattung leichter Nutzfahrzeuge.

Die Delignit-Lösungen werden u. a. als Kofferraumladeboden in PKWs, bei Innenausstattungen für Reisemobile und als Spezialböden für Fabrikations- und Logistikhallen eingesetzt.

Der Delignit-Werkstoff basiert überwiegend auf europäischem Laubholz und ist CO2-neutral. Das Unternehmen wurde vor über 200 Jahren gegründet und befindet sich seit einigen Jahren mehrheitlich im Besitz der ebenfalls börsennotierten mittelständischen Beteiligungsgesellschaft MBB.

Sehr gute Halbjahreszahlen 2021

Neben dem bereits erwähnten Umsatzrekord konnte Delignit im 1. Halbjahr 2021 auch ein sehr gutes Ergebnis erzielen. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) konnte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit einem Plus von 105,4% auf 3,2 Mio. Euro sogar mehr als verdoppelt werden.

Getrieben wurde der positive Geschäftsverlauf vor allem durch die hohe Nachfrage im Bereich der leichten Nutzfahrzeuge sowie im weiterhin stark wachsenden Reisemobilgeschäft. Signifikante Wachstumsraten konnten dabei auch im Exportgeschäft mit Nordamerika im Bereich der leichten Nutzfahrzeuge erzielt werden.

Delignit blickt optimistisch in die Zukunft

Der Delignit-Vorstand erwartet eine Fortsetzung der positiven Nachfragesituation. So konnte etwa im Bereich der Reisemobile zuletzt eine erhebliche Stückzahlerhöhung beim bestehenden Serienlieferauftrag erreicht werden, welche bereits ab dem 2. Halbjahr 2021 umsatz- und ergebniswirksam werden soll.

Trotz der Probleme im Halbleiterbereich und gestiegener Rohstoffkosten blickt der Delignit-Vorstand auf Basis eines positiven Marktumfelds, eines gut gefüllten Orderbuchs sowie der Erwartung einer sukzessiven Entspannung auf dem internationalen Halbleitermarkt unter dem Strich positiv in die Zukunft.

Die Firmenleitung erwartet für das Geschäftsjahr 2021 unverändert eine deutliche Steigerung des Umsatzes auf mehr als 67 Mio. Euro. Auch am avisierten Profitabilitätsniveau einer EBITDA-Marge von mindestens 9% hält der Vorstand fest. Auf Basis der jüngsten Zahlen und der positiven Zukunftserwartungen sollte die Delignit-Aktie durchaus noch Potenzial nach oben haben.

Aufgrund des geringen Börsenhandels sollten Käufe und Verkäufe bei Delignit aber stets mit Limit ausgeführt werden. Deutlich liquider ist die Aktie der Delignit-Muttergesellschaft MBB, die sich in meinem Börsendienst „Mittelstands-Depot“ befindet und meinen Lesern bereits einen Gewinn von über 200% brachte.

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Tobias Schöneich
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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