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Eckert & Ziegler: Die Geschäfte laufen, die Aktie nicht

Inhaltsverzeichnis

Sind Sie bereits auf Schnäppchenjagd oder stehen Sie lieber noch an der Seitenlinie? Sollte Ersteres der Fall sein, so bietet sich Ihnen derzeit eine große Auswahl an hochinteressanten Aktien zu günstigen Kursen. Denn wie so oft übertreibt es die Börse in Panikphasen. Einen Kandidaten für die Schnäppchenjagd möchte ich Ihnen heute näher vorstellen: den deutschen Medizintechnik-Spezialisten Eckert & Ziegler.

Unternehmensportrait

Der Berliner Medizintechnikkonzern zählt zu den weltweit führenden Herstellern schwach radioaktiver Substanzen und entsprechenden Analysegeräten. Die radioaktiven Substanzen werden u.a. für die Herstellung von sogenannten Radio-Diagnostika und Theranostika verwendet. Mit Radio-Diagnostika lassen sich Krebszellen frühzeitig identifizieren. Theranostika sind ein relativ neuer Ansatz zur Krebsbekämpfung, die neben der Diagnostik auch die Bekämpfung von Krebszellen mittels Strahlentherapie ermöglichen. 

Zielgenaue Krebsbekämpfung bei geringen Nebenwirkungen

Ein Schwerpunkt von Eckert & Ziegler liegt inzwischen bei den sogenannten Theranostika. Die Theranostik, die Kombination aus Therapie und Diagnostik, bezieht sich auf Wirkstoffe, die sowohl zur Identifizierung als auch zur Behandlung von Tumoren zum Einsatz kommen. Damit hat das Unternehmen den Kampf gegen den Krebs in einigen Bereich signifikant verbessert.

Beispielsweise bei der Behandlung von Prostatakrebs mittels der sogenannten Brachytherapie. Dabei handelt es sich um ein organerhaltendes, minimalinvasives Bestrahlungsverfahren, bei dem unter Schonung des umliegenden Gewebes millimeterkleine, schwach radioaktive Metallstifte („Seeds“) in die Prostata eingebracht werden. Diese geben beständig Strahlen in einem kleinen Bereich ab.

Aktie mit Achterbahnfahrt

Die Aktie von Eckert & Ziegler zählte lange Zeit zu den stärksten Werten des Börsenjahres 2021. Von Januar bis September 2021 verdreifachte sich der Aktienkurs. Seit Herbst 2021 bröckeln die Kurse.

Sicherlich war die Kursverdreifachung im Vorjahr etwas zu viel des Guten. Zwischenzeitlich lag das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) auf Basis der damaligen Prognosen für den Jahresgewinn 2021 (die deutlich unter dem tatsächlichen Wert lagen) bei über 100. 

Das Kurshoch bei knapp 140 Euro war klar übertrieben. Dies gilt allerdings auch für die anschließende Talfahrt. In der vergangenen Woche unterschritt der Aktienkurs gar die 40-Euro-Marke.

Wachstumsbeschleunigung in den nächsten Jahren

Analysten sind für die Geschäftsentwicklung bei Eckert & Ziegler recht positiv gestimmt.  Allgemein wird für Eckert & Ziegler – und das macht die Aktie attraktiv – eine deutliche Wachstumsbeschleunigung für die nächsten Jahre erwartet. Innerhalb von zwei Jahren soll der Umsatz – dank zunehmender Nachfrage aus dem Medizinbereich – von 180 Mio. auf rund 280 Mio. Euro steigen.

Auch beim Gewinn wird ein deutlicher Sprung erwartet. Auf Basis der Prognose für das Jahr 2023 sinkt das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) auf 16. Das erscheint in Anbetracht der starken Wachstumsperspektiven sehr wenig. Eine gewisse Risikobereitschaft sollten Anleger allerdings mitbringen – die Kursschwankungen der Aktie fallen recht hoch aus.