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Hamburger Hafen und Logistik AG übertrifft Prognosen

Inhaltsverzeichnis

Vor wenigen Tagen wurde in der Tagesschau verkündet, dass die deutschen Exporte in 2021 um stolze 14% im Vergleich zum Vorjahr gewachsen sind. Von diesem Export-Boom profitiert auch der Logistiksektor, zu dem die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) gehört.

So ist es keine Überraschung, dass die HHLA gestern positive vorläufige Geschäftszahlen für 2021 präsentieren konnte. Danach hat der Hamburger Hafenlogistiker seine Ende Oktober gemachte Jahresprognose deutlich übertroffen. Zunächst aber ein kurzes Portrait:

Die HHLA im Kurzporträt

Die Hamburger Hafen und Logistik AG ist laut eigenen Angaben ein führendes europäisches Hafen- und Transportlogistikunternehmen. Kerngeschäft sind der Containerumschlag in Seehäfen und Containertransporte zwischen Häfen und dem deutschen sowie europäischen Binnenland.

Die HHLA betreibt neun Containerterminals, allein drei davon befinden sich in Hamburg. Darüber hinaus betreiben die Hamburger jeweils einen Terminal in Odessa/Ukraine und in Tallinn/Estland. Die HHLA bietet des Weiteren ein breites Spektrum an Hafen-, Service- und Beratungsdienstleistungen an.

Als Immobilienspezialist ist die HHLA Partner für die Entwicklung attraktiver Büro-, Gewerbe- und Logistikimmobilien z.B. in der denkmalgeschützten Hamburger Speicherstadt. Aktuell beschäftigt die HHLA weltweit mehr als 6.300 Mitarbeiter.

HHLA übertrifft Umsatz- und Ergebniserwartungen

Im Geschäftsjahr 2021 konnte die HHLA nach vorläufigen, noch nicht testierten Zahlen ihren Konzernumsatz um 12,7% auf 1,47 Mrd. Euro steigern. Auch beim operativen Ergebnis (EBIT) konnten die Hamburger mit +84,7% deutlich zulegen und einen Wert von 228 Mio. Euro erreichen. Containerumschlag und Transportvolumen der HHLA stiegen ebenfalls.

Differenziert man die vorläufigen Geschäftszahlen der HHLA nach den Teilbereichen Hafenlogistik und Immobilien, ergibt sich folgendes Bild: Im börsennotierten Teilkonzern Hafenlogistik erzielten die Hamburger einen Umsatz von 1,44 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,27 Mrd. Euro) sowie ein EBIT in Höhe von 213 Mio. Euro (Vorjahr: 110 Mio. Euro).

Hierzu müssen Sie wissen: Das operative Ergebnis bzw. EBIT des Vorjahres war von Rückstellungszuführungen in Höhe von 43 Mio. Euro geprägt. Ohne diese Rückstellungen hätte das EBIT 153 Mio. Euro betragen.

Der Teilkonzern Hafenlogistik hat damit die Ende Oktober gemachte Jahresprognose deutlich übertroffen. Seinerzeit war die HHLA noch von einem Jahresumsatz von rund 1,41 Mrd. Euro und einem EBIT von 190 Mio. Euro ausgegangen.

Positiv auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung wirkten sich die deutlich erhöhten Lagergelderlöse in Folge der anhaltenden Störungen der globalen Lieferketten aus, die zu längeren Verweildauern und zusätzliche Bewegungen von Containern auf den Hamburger Terminals der HHLA führten.

Darüber hinaus trug eine rückwirkend gewährte höhere Trassenpreisförderung in Höhe von rund 11 Mio. Euro positiv zur Ertragsentwicklung im Teilkonzern Hafenlogistik bei.

Der Teilkonzern Immobilien verzeichnete im Vergleich zu 2020 konstante Umsatzerlöse in Höhe von 38 Mio. Euro und eine Steigerung des operativen Betriebsergebnisses (EBIT) von 18% auf 15 Mio. Euro (Vorjahr: 13 Mio. Euro). Ein Kauf der HHLA-Aktie bietet sich aus meiner Sicht auf dem aktuellen Kurs- und Bewertungsniveau eher nicht an. Die Ukraine-Krise und die Lieferkettenengpässe machen eine kurzfristige Prognose sehr schwer.