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Inflationsraten zuletzt deutlich angezogen

Inhaltsverzeichnis

Die Inflation ist zurück! Das Statistische Bundesamt hat ermittelt, dass die Preise in Deutschland im vergangenen Monat um 2,3% gestiegen sind – Tendenz weiter steigend. In den USA lag die Preissteigerung im Monat Juni sogar bei 5,4%. Das sind Inflationsraten wie wir sie seit 10 oder 20 Jahren (zum Glück) nicht mehr hatten.

Besonders heikel wird die steigende Inflationsrate, da es nicht die eine harmlose Erklärung dafür gibt. Es treffen ganz unterschiedliche Faktoren aufeinander:

Gründe für den Anstieg der Inflationsrate

1) In der Corona-Krise haben die Unternehmen das Angebot verknappt. Jetzt trifft eine steigende Nachfrage auf ein begrenztes Angebot. Die Preise steigen rasant (denken Sie beispielsweise an die Explosion der Mietwagenpreise in den Urlaubsregionen).

2) Der Staat sorgt ebenfalls dafür, dass die Preise steigen. So ist in Deutschland die Mehrwertsteuer seit Jahresbeginn wieder auf den alten (hohen) Satz gestiegen und die CO2-Steuer macht Energie teurer (das merken Sie seit Jahresbeginn an der Tankstelle).

3) Ein weiterer Punkt sind Preissteigerungen aufgrund von Mangel an bestimmten Wirtschaftsgütern. Denken Sie in dem Zusammenhang beispielsweise an die Chip-Knappheit oder den Holz-Mangel. Die Rohstoffpreise insgesamt sind seit vergangenem September um 30% (!) gestiegen.

4) Die Staaten haben ein konjunkturelles Wettrüsten begonnen: Spitzenreiter sind aktuell die USA, die mehrere Billionen US-Dollar in die Wirtschaft pumpen wollen (obwohl die US-Wirtschaft bereits auf Erholungskurs ist).

5) Ein weiterer Inflationstreiber: Da im Corona-Jahr 2020 das Leben sehr eingeschränkt war und viele Menschen auch aus Sorge um die Zukunft mehr Geld an die Seite gelegt haben, sprang die Sparquote in Deutschland von rund 10 auf 16%. Die privaten Haushalte haben jetzt beinahe unvorstellbare 7,1 Billionen Euro auf der hohen Kante.

Hier lauern gleich zwei Inflationstreiber: eine Nachfrageexplosion, wenn die Wirtschaft wieder komplett hochfährt und Hamsterkäufe, weil steigende Inflationsraten (Kaufkraftverlust) befürchtet werden.

Musterrechnung zeigt, wie sich Inflation auswirkt

2% Inflation klingt nicht dramatisch. Bei einem Zinssatz von 0% bedeuten 2% Inflation jedoch, dass Sie bei einem Vermögen von 50.000 Euro nach nur einem Jahr ganze 1.000 Euro an Kaufkraft verloren haben. Sie können sich in einem Jahr für Ihre 50.000 Euro also nur noch so viel kaufen wie heute für 49.000 Euro.

Nach 10 Jahren sinkt Ihre Kaufkraft sogar auf nur noch gut 40.000 Euro. Und noch düsterer wird es, wenn Sie Ihr Geld langfristig für Ihre Altersvorsorge in Zinsanlagen investiert haben. Die Kombination aus 2% Inflation und 0% Zinsen halbiert dann fast Ihre Kaufkraft.