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Ist der Immobilienboom jetzt eigentlich zu Ende?

Ist der Immobilienboom jetzt eigentlich zu Ende?
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„Nein. Ja, aber. Überhaupt nicht. Je nach Region.“ Irgendwie gibt es für alle die passende Antwort. Je nachdem, was Sie gerne hätten. Genauso unschlüssig ist auch der Markt noch. Ein Ende des Booms ist aktuell zwar durchaus an gewissen Kennzahlen festzumachen. Zusammengeklappt ist der Immobilienmarkt aber auch noch nicht.

Einfach nur eine Pause bevor die Preise weiter steigen?

Klar ist auf jeden Fall, dass die gestiegenen Zinsen den Bau oder Kauf von Immobilien erschweren bis unmöglich machen. Wer nicht reichlich Eigenkapital mitbringt, kann es in der Regel gleich vergessen. Die höhere monatliche Belastung als noch vor einem halben Jahr erstickt jegliche Überlegungen im Keim.

Jetzt ist es aber nicht so, dass die Preise schon extrem gesunken sind. Dafür braucht es offensichtlich noch etwas mehr als ein paar Punkte rauf beim Leitzins. Fakt ist aber, dass bereits einige Immobilienportale von einer „Trendwende“ sprechen.

Das muss nicht stimmen und ist vermutlich auch übertrieben. Trendwende müsste bedeuten, dass sich die Preise in die andere Richtung verändern. So gibt es laut Immowelt ein „Ende des Immobilienbooms in den hochpreisigen Städten“. Auf den zweiten Blick sind die Preise aber weiterhin gestiegen – nur eben deutlich weniger als noch 2021.

Es wird also gerne etwas aufgerundet, wenn es um das Thema Immobilien und Trend geht. Noch stürzen die Preise nicht ein. Die Nachfrage ist logischerweise gesunken. Durch die gestiegenen Zinsen. Vielleicht wird jetzt auch etwas günstiger gekauft/gebaut, weil die Zinsen höher sind.

Wohnraum wird sicherlich weiterhin gesucht. Und wer jetzt nicht aus seiner Mietwohnung auszieht, weil er nicht bauen oder kaufen kann, der senkt auch das Angebot an freiwerdenden Mietwohnungen. Wenn diese weniger werden, steigt der Bedarf und damit vermutlich auch die Mieten weiter. Ich sehe deshalb leider noch kein Ende der Fahnenstange. Einfach aus den genannten Gründen.

Warum sollten die Preise sinken?

Alles wird teurer. Inflationsangst ist einer der offiziellen Gründe für weniger Nachfrage bei Immobilienkrediten. Aha. Und weil das Geld weniger wert wird, sollen jetzt die Preise für Immobilien sinken? Wie passt das zusammen?

Klar, es gibt etwas weniger Geld. Die Banken vergeben Kredite nicht mehr mit beiden Händen an jeden 100 Prozent-Finanzierer. Doch nur deshalb verschenken die Leute doch Ihre Häuser nicht! Vielleicht ist es ja echt nur kurzes Intermezzo und der Markt regelt das im zweiten Halbjahr wieder.

Solange die EZB allerdings den Leitzins oben lässt oder sogar erhöht, wird es garantiert weniger Anfragen nach Finanzierungen geben. Zumindest solange der Immobilienpreise das Niveau halten können.

Aber wer weiß. Vielleicht schwappt der Trend aus den USA ja auch bald zu uns herüber. Dort werden die Häuser bereits für teilweise 100.000 US-Dollar weniger gelistet als vor einigen Monaten. Sollte der Trend jedoch anhalten, wäre es auch wieder keine gute Idee dann gleich zu kaufen, wenn es die Häuser bald noch günstiger geben könnte. Schwierige Situation auf jeden Fall für alle, die aktuell eine Immobilie kaufen oder verkaufen wollen.