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Takkt: Stabiler Aktienkurs aufgrund einer Spezialsituation

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Der schreckliche Angriffskrieg in der Ukraine dauert an. Aufgrund des Krieges und der Sanktionen gegen Russland steigen die Rohstoffpreise immer weiter. Ein abermals sprunghaft gestiegener Ölpreis sorgte heute für den nächsten Ausverkauf am deutschen Aktienmarkt. Der DAX sackte in der Spitze um über 4% ab.

Es gibt jedoch Aktien, die sich in dieser Situation bemerkenswert gut halten – auch aufgrund von Spezialsituationen. Eine solche Aktie ist die des Übernahme-Kandidaten Takkt, der ein führender Versandhändler für Büro- und Geschäftsausstattung ist. Während beispielsweise der DAX in den vergangenen 6 Monaten auf ein Minus von 19% kommt, legte die Takkt-Aktie in diesem Zeitraum um 8% zu.

Käufe des Großaktionärs Haniel

Verantwortlich dafür waren vor allem die Käufe von Takkt-Großaktionär Haniel. Die Familie Haniel teilte kürzlich mit, dass man den Anteil an Takkt von Ende 2020 bis Ende 2021 von 50,25 auf 59,45% ausgebaut hat.

Dass sich die Takkt-Aktie auch im sehr schwachen Börsenumfeld der vergangenen Tage und Wochen stabil gehalten hat, ist meines Erachtens ein Indiz dafür, dass Familie Haniel ihren Anteil seit Ende 2021 weiter ausgebaut hat.

2021: Stärkstes organisches Wachstum in der Unternehmensgeschichte 

Auch die starken Zahlen, die das Unternehmen jüngst gemeldet hatte, dürften den Kurs in diesen schwierigen Zeiten stützen. Das Takkt-Management teilte mit, dass man das Geschäftsjahr 2021 sehr erfolgreich abgeschlossen habe und sowohl Umsatz als auch Ergebnis deutlich steigern konnte.

Obwohl das Schlussquartal im Vorjahr nur noch leicht durch die Auswirkungen der Pandemie beeinträchtigt war, verbesserte sich das organische Wachstumstempo auf 14,4%. Im Vergleich zum vierten Quartal 2019 lag der Umsatz währungsbereinigt 10% höher.

Schauen wir nun im Detail auf die Zahlen: Im Gesamtjahr 2021 stieg der Umsatz von Takkt um 10,4% auf 1,178 Mrd. Euro. Das organische Umsatzwachstum (ohne Zukäufe und Währungseffekte) lag bei 11,4% und erreichte damit den höchsten Wert in der Unternehmensgeschichte.

Durch die Lockerung der Schutzmaßnahmen und die anhaltende wirtschaftliche Erholung zog die Nachfrage der Kunden spürbar an. Der Auftragsbestand erhöhte sich im Jahresverlauf um rund 55 Mio. Euro.

Das Ergebnis vor Zinsen Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg 2021 von 92,6 auf 112,6 Mio. Euro (+21,6%). Die EBITDA-Marge kletterte im Vergleich zum Vorjahr von 8,7 auf 9,6%. Die Bilanzstruktur blieb 2021 sehr solide. Die Eigenkapitalquote lag zum Jahresende mit 62,2% weiter über dem Zielkorridor von 30 bis 60%.

Nach dem sehr erfolgreichen 4. Quartal 2021 ist das Unternehmen nach eigenen Angaben auch gut ins neue Jahr gestartet. Trotz der hohen Inflation und nach wie vor anhaltender Lieferschwierigkeiten blickt das Takkt-Management optimistisch nach vorn und sieht viel Wachstumspotential. Hinzu kommt die Chance auf eine Übernahme durch Familie Haniel. Das macht die Aktie aus meiner Sicht interessant. Weitere Informationen zur Takkt-Aktie finden Sie in meinem Börsendienst „Der Depot-Optimierer“.