Wer arbeitet, ist der Dumme!

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Abgesehen von einer perfekten Stammtisch-Parole – wie viel steckt wirklich hinter dieser Aussage? Die Corona-Politik hat Deutschland verändert. Als Beispiel wird gerne die Situation derzeit an den Flughäfen genannt. Die haben kaum Mitarbeiter und massenhaft Flüge müssen gestrichen werden.

Oder wollen wir über das Gas reden? Laut Ex-Wirtschaftsminister Altmaier sollte es durch Corona keinen Arbeitslosen mehr geben. Wunschdenken und das Echo kommt jetzt. Aber immerhin nicht mehr in seiner Amtszeit.

Wer aber mit dem Motto „Nach mir die Sintflut“ regiert – wie viel bleibt am Ende vom Land noch übrig? Genug Geld für Corona-Teststationen war da. Wie sich jetzt immer mehr herausstellt, mussten diese Stationen nicht einmal existieren, um Rechnungen zu stellen, die auch bezahlt wurden.

Reallohnindex des Grauens

Die blaue Linie in folgender Grafik ist der Reallohnindex. Orange ist der Nominallohnindex und Grau sind die indexierten Verbraucherpreise. Dass sich diese Linien seit einigen Jahren nahezu ins Gegenteil gedreht haben, ist ein valides Argument, zur These im Titel dieses Newsletter.

(Quelle: Twitter.com)

Vor 20 Jahren waren die Verbraucherpreise offensichtlich nur halb so hoch im Vergleich zu den Reallöhnen. Was ist in der Zwischenzeit gesunken? Die Leitzinsen. Es wurden also mehr Schulden gemacht, Kredit aufgenommen, Geld geschöpft. Was ist in der Zwischenzeit gestiegen? Vieles. Jetzt auch die Inflation. Die Notenbanken wollten immer 2 Prozent Inflation. Das haben sie nicht einmal in ruhigen Zeiten geschafft, so wenig Kontrolle haben sie.

Heute kommt die Nachricht: Die Inflation sinkt überraschend auf 7,6 Prozent! Im Mai lag sie noch bei 7,9 Prozent. Ist das jetzt Grund zum Jubeln? Das ist ein wenig so, wie als die Inzidenz von 1.200 auf 1.100 sank. Das hat schlicht auch nichts geändert. Das Thema war trotzdem allgegenwärtig.

Aber was bleibt übrig?

Soll die Masse jetzt trotzig kündigen und Arbeitslosengeld oder Hartz IV bekommen? Ganz ehrlich, ob jetzt ein paar Flieger nicht gehen, ändert nichts. Stellen Sie sich einmal vor die Müllabfuhr hat keine Mitarbeiter mehr. Da würde sich aber schnell im Land etwas tun.

Wir haben schon einmal ein halbes Jahr ohne Regierung gelebt und das gar nicht schlecht. Damals, als die SPD krampfhaft in die Opposition wollte, um am Ende doch noch einmal große Koalition zu spielen. Ein halbes Jahr ohne Müllabfuhr wäre der Untergang der Zivilisation.

Ähnlich sieht es sicher auch bei Pflegekräften oder anderen sozialen Arbeitern aus. Das eigentliche Rückgrat der Gesellschaft wird wie immer in den Medien und auch von den Politikern ignoriert.

Arbeit kann sich noch lohnen. Vielleicht macht sie Spaß. Vielleicht gibt sie Ihnen Bestätigung. Vielleicht haben sie auch einfach nur nette Kollegen oder sogar einen Vorgesetzten, der Mitarbeiter führen kann. Wohin die Reise in den kommenden Jahren geht, kann Ihnen jetzt keiner genau sagen. Am Ende des Tages muss jeder selber zusehen, dass die Wohnung warm und der Kühlschrank voll ist. Weniger Nachrichten schauen oder Social Media nutzen, soll sich ganz gut auf das Wohlbefinden auswirken. Zumindest an der Stellschraube könnten viele drehen.