K+S

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K+SBergbau mit 2 Buchstaben

Von 1899 bis 1971 war K+S als Salzdetfurth AG bekannt. 1892 hatte das Unternehmen in Salzdetfurth bei Hildesheim eine große Lagerstätte des Kalisalzes Sylvinit entdeckt und mit dem Abbau begonnen. > Mehr...

K+S AG Symbolbild Kalisalzförderung_shutterstock_1079090537_hyebrink© hyebrink / shutterstock.com
Kurzprofil K+S mit Sitz in Kassel wurde 1889 als Aktiengesellschaft für Bergbau und Tiefbohrung in Goslar gegründet. Der aktuelle Name gibt dabei die Schwerpunkte des Unternehmens preis: K+S beschäftigt sich als Bergbau-Unternehmen v. a. mit dem Abbau von Kali- und gewöhnlichen Salzen. Weltweit gilt K+S als einer der führenden Anbieter von kali- oder magnesiumhaltigen Produkten für Landwirtschaft und Industrie.

K+S ist seit 2008 im DAX notiert und besitzt dort aktuell die kleinste Index-Gewichtung aller 30 Konzerne (WKN KSAG88).
K+S AG
10,81 €
+0,00+0,05 %
  • ISIN: DE000KSAG888
  • WKN: KSAG88
Chart
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Kurs (Daten der Börse Stuttgart)
Letzter10,8 €
Zeitpunkt11.12.2019 22:09
Tief10,71 €
Hoch11,24 €
Eröffnung10,77 €
Briefkurs10,89 €
Geldkurs10,8 €
Kennzahlen
Dividenden Rendite2,31 %
KGV6,17
Performanz
Hoch 52 Wochen18,32 €
Tief 52 Wochen9,98 €
1 Jahr-29,36 %
3 Jahre-48,46 %
5 Jahre-48,21 %
Vorstandsportrait

Norbert Steiner: Der unbekannte Chef von K+S

Viele Informationen über Norbert Steiner existieren nicht, der Vorstandsvorsitzende von K+S macht sich gerne rar. Ein schwieriges Unterfangen, schließlich steht Steiner seit 2007 weltweit insgesamt 14.400 Mitarbeitern vor, die dem Bergbauunternehmen aus Kassel einen jährlichen Umsatz von fast 4 Mrd. € und gleichzeitig einen Platz im Deutschen Aktienindex DAX garantieren.

1954 im nordrhein-westfälischen Siegen geboren, beendete Steiner sein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Heidelberg im Alter von 26 Jahren. Drei Jahre später trat er in die BASF AG ein und erarbeitete sich langsam einen Platz in der Abteilung „Steuern und Zölle“. 1988 wurde er zum Leiter einer Unterabteilung ernannt, bevor er 1993 zur K+S AG wechselte.

Norbert Steiner: Seit der Jahrtausendwende im Vorstand

Als Leiter des Bereichs „Recht, Steuern und Versicherungen“ konnte er sich hier seine ersten Meriten verdienen und sich als zuverlässiger Mitarbeiter auszeichnen. Wenig verwunderlich folgte zur Jahrtausendwende die Berufung in den Vorstand, wo er das gesamte Finanzressort der erst im Vorjahr zur AG umgewandelten K+S unterstellt bekam.

In diese Zeit fiel unter anderem die Gründung und spätere Übernahme der European Salt Company, die zunächst als Gemeinschaftsprojekt mit dem belgischen Konkurrenten Solvay geplant war und für eine rapide Expansion von K+S in den Niederlanden und Skandinavien sorgte.

2006 stieg der schon da als erfolgreicher Stratege anerkannte Norbert Steiner auf den Posten als stellvertretender Vorstandsvorsitzender auf. Im gleichen Jahr übernahm K+S Sociedad Punta de Lobos, den größten südamerikanischen Salzhersteller, und konnte so den Marktanteil in Südamerika weiter ausbauen. Ein klarer Pluspunkt auch für Steiner, der als einer der Verantwortlichen für die geglückte Expansion am 1. Juli 2007 Ralf Bethke auf das Amt als Vorstandsvorsitzenden nachfolgte.

Starker Ausbau der Marktposition

Seit seinem Amtsantritt konnte K+S seine Marktposition weiter ausbauen. So wurde unter anderem der amerikanische Salzhersteller Morton Salt erworben, was K+S zum weltweit größten Salzanbieter machte. In dieser Übernahme kam es später zum Streit vor Gericht, als K+S den US-Chemiekonzern Dow Chemical auf die Rückzahlung von 14,6 Mio. US-$ plus Zinsen verklagte.

Verschiedene Bedingungen hatten den Kaufpreis von rund 1,6 Mrd. $ weiter verschoben, K+S war mit dem endgültigen Preis jedoch nicht einverstanden. Ein Urteil ist bisher nicht gesprochen.

Die hohen Kosten für die Übernahme zeigen jedoch, dass K+S die Finanzkrise inzwischen überstanden hatte. Im Laufe der Krise war die Aktie von einem Kurs von knapp 100 € auf 26 € gefallen. Natürlich gehört der Ehrgeiz, den eigenen Konzern aus diesem Tal herauszuführen, zu den positiven Eigenschaften vieler Konzernbosse, bei Steiner kommt jedoch auch eine große Ausdauer und Zielstrebigkeit hinzu.

Zuhause kann sich der Vater von zwei Söhnen dann von seinen Mühen erholen. Ab und an arbeitet der Vorstandschef sogar vom eigenen Garten aus für K+S, aber genug Zeit für Erholung muss sich auch ein DAX-Chef gönnen können. Immerhin so viel gibt Steiner aus seinem Leben preis.

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