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Steuern fürs Auto: Beginn, Dauer und Ende der Kfz-Steuer-Pflicht

Inhaltsverzeichnis

Die Höhe der Steuerlast für Autos und andere Kraftfahrzeuge wird durch den Steuerbescheid auf unbestimmte Zeit festgesetzt. Diese Festsetzung gilt bis zur Änderung des Steuersatzes oder bis zur Abmeldung des Fahrzeugs.

Beachten Sie: Die Steuern fürs Auto schon vor dem Kauf berechnen und ins Budget einplanen!

Die Steuerpflicht des Halters dauert bis zur ordnungsgemäßen Abmeldung oder Ummeldung des Fahrzeugs an – mindestens jedoch einen vollen Monat. Die Abmeldung erfolgt unter Vorlage der Zulassungsbescheinigung und der Kennzeichen, die Ummeldung durch Vorlage des Kaufvertrags.

Die Fälligkeit der Kfz-Steuer

Generell ist die Steuer immer für ein Jahr im Voraus zu bezahlen – unter bestimmten Voraussetzungen kann die Zahlung auf 2 oder 4 Teilbeträge aufgeteilt werden.

Wer die Anschaffung eines neuen Fahrzeugs plant, sollte auch die Alternative eines elektronisch betriebenen Fahrzeugs unter die Lupe nehmen. Mit einem solchen Fahrzeug werden 10 Jahre lang keine Steuern fürs Auto fällig.

Schuldet der Fahrzeughalter bei Zulassung eines Fahrzeugs KfZ-Steuer für ein bereits angemeldetes Fahrzeug, so sind die Zulassungsbehörden verpflichtet, die Zulassung abzulehnen. Voraussetzung für die Zulassung ist aus diesem Grund auch die Erteilung einer Einzugsermächtigung.

Die Steuerpflicht entsteht beim Fahrzeughalter

Die Besteuerung von Fahrzeugen im Sinne des in Deutschland geltenden Gesetzes findet ihre gesetzlichen Grundlagen im Kraftfahrzeug-Steuergesetz (KraftStG).

Gesetzliche Grundlagen: § 1 des Kraftfahrzeugsteuergesetzes.

Demnach gilt das Halten von folgenden Fahrzeugen als Steuertatbestand:

  • das Halten von inländischen Fahrzeugen
  • das Halten von ausländischen Fahrzeugen, die sich im Inland befinden
  • die widerrechtliche Benutzung von Fahrzeugen
  • die Zuteilung von Oldtimer-Kennzeichen und von roten Kennzeichen, die von einer Zulassungsbehörde zur wiederkehrenden Verwendung ausgegeben werden. Eine Ausnahme bilden hier rote Kennzeichen, die für Prüfungsfahrten ausgegeben wurden

Als Fahrzeug sieht das Steuerrecht alle Kraftfahrzeuge an, die nicht permanent schienengeführt sind, sowie Anhänger für Kraftfahrzeuge. Erfüllt ein Fahrzeug die Vorschriften, die für das Zulassungsverfahren im Inland Anwendung finden, so gilt es als inländisch.

Ist ein Fahrzeug bereits nach anderen Vorschriften als den inländischen in einem anderen Staat zugelassen, so gilt es als ausländisch.

Wird ein Fahrzeug widerrechtlich ohne Zulassung im öffentlichen Straßenverkehr geführt, erfüllt dieses Fahrzeug auch ohne Zulassung die Voraussetzungen der Besteuerung – die Kfz-Steuer muss nachbezahlt werden.

Die Bemessung und Berechnung der Kfz-Steuer

Die Höhe der Steuer bemisst sich wie folgt:

  • Für Krafträder und Personenkraftwagen nach dem Hubraum, soweit diese Fahrzeuge durch Hubkolbenmotoren angetrieben werden. Bei Personenkraftwagen zusätzlich nach spezifischen Schadstoffemissionen und Kohlendioxidemissionen je gefahrenem Kilometer
  • Für Wohnmobile nach der verkehrsrechtlich zulässigen Gesamtmasse unter Bezug auf die Schadstoffemission
  • Für andere Fahrzeuge mit Wankelmotor oder Elektromotor, Anhänger, Lastkraftwagen, Zugmaschinen oder ähnliche nach dem zulässigen Gesamtgewicht. Bei Kraftfahrzeugen mit einer zulässigen Gesamtmasse über 3.500 kg zusätzlich nach Schadstoff- und Geräuschemissionen

Gesetzliche Grundlagen der Berechnung: §8 Kraftfahrzeugsteuergesetzes

Für die unkomplizierte Berechnung stehen im Internet diverse Steuerrechner zur Verfügung. Hier ein paar Bespiele, die hilfreich für schnelle und einfache Auskünfte über die Steuerbelastung für ein bestimmtes Fahrzeugs sind.

Steuern: Das Auto und andere Kraftfahrzeuge als Steuerobjekt

Seit dem 1. Juli 2009 ist die Kraftfahrzeugsteuer eine Bundessteuer. Die Steuern fürs Auto verwalten vorher jedoch die Landesfinanzbehörden.

Die Verwaltung und Erhebung der Kraftfahrzeugsteuer (KfZ-Steuer) übernahmen die Landesfinanzbehörden bis zum 30. Juni 2014. Seitdem ist die Bundesfinanzbehörde für die Erhebung und die Verwaltung der KfZ-Steuer zuständig.

Für die Bürgerinnen und Bürger bleibt daher auch das zuständige Finanzamt (Wohnsitzfinanzamt) für alle Fragen rund um das Thema Kfz-Steuer der Ansprechpartner.

Sobald das Finanzamt die entsprechenden Besteuerungsgrundlagen ermittelt und festgestellt hat, werden diese in der Zulassungsbescheinigung Teil I ausgewiesen. Erst im Anschluss an diese Feststellung kann die Zulassungsbehörde das jeweilige Fahrzeug für die Teilnahme am Verkehr auf öffentlichen Straßen zulassen.

Ohne Einhaltung der entsprechenden steuerlichen Vorschriften kann das Fahrzeug nicht zugelassen werden.