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Altersvorsorgezulage 2016: So wird Ihr Riester-Vertrag gefördert

Der Reiz der Riester-Rente liegt vor allem in der staatlichen Förderung, die in Form der Altersvorsorgezulage an die Sparer ausgeschüttet wird. Wer die volle Altersvorsorgezulage auch für 2016 erhalten möchte, muss bestimmte Bedingungen  erfüllen.

Dabei sind Riester-Verträge vor allem für Familien mit Kindern lohnenswert, da für Kinder, die nach dem 1. Januar 2008 geboren wurden, eine besonders hohe Zulage gezahlt wird.

Die Riester-Rente auf einen Blick

Die Riester-Rente ist ein Baustein der privaten Altersvorsorge und wird staatlich gefördert. Voraussetzung für die Anerkennung als Riester-Vertrag ist, dass Banken und Versicherungen spezielle, den gesetzlichen Vorgaben entsprechende Tarife entwickelt haben, die zertifiziert sein müssen.

Dazu gehören unter anderem bestimmte Banksparpläne, private Rentenversicherungen und Fondssparpläne.

Bei einem Riester-Vertrag spart der Arbeitnehmer 4% vom rentenversicherungs-pflichtigen Einkommen des Vorjahres, mindestens aber 60 €. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, können Sparer eine Zulage beantragen.

Höhe der Altersvorsorgezulage 2016

Für Altersvorsorgebeiträge, die in einen zertifizierten Riester-Vertrag einbezahlt wurden, wird auf Antrag eine Altersvorsorgezulage gewährt. Am besten stellen Sie einen Dauer-Zulagenantrag.

Dann übernimmt es der Riester-Anbieter für Sie, die jährlichen Zulagen bei der Deutschen Rentenversicherung Bund als zentraler Stelle abzurufen. Die Höhe der Altersvorsorgezulage hängt vom Familienstand und der Anzahl an Kindern ab.

Begünstigt sind maximal 2 Verträge, so dass die Zulage in einem Jahr maximal auf 2 Verträge verteilt werden kann.

Die Grundzulage beträgt für das Jahr 2016 154 € pro Person und die Kinderzulage 185 € pro Kind. Für Kinder, die nach dem  01.01.2008 geboren sind, beträgt die Zulage 300 €. Zusätzlich gibt es noch einen einmaligen Berufseinsteiger-Bonus in Höhe von 200 € für unter 25-jährige Personen.

Anspruch auf die Altersvorsorgezulage haben rentenversicherungspflichtige Personen, die der unbeschränkten Steuerpflicht unterliegen.

Der Antrag kann bei dem Anbieter des Vertrages gestellt werden, wobei die Antragsfrist 2 Jahre beträgt.

Beispiel für die Altersvorsorgezulage 2016

Bei Familie Schmidt haben die Eltern jeweils einen eigenen Riester-Vertrag, in den er 2014 4% seines rentenversicherungspflichtigen Einkommens in Höhe von 44.160 €, also insgesamt 1.766,40 € eingezahlt hat.

Da Herr Schmidt zulagenberechtigt ist, ist auch seine Frau zulagenberechtigt, zumal sie in diesem Fall 60 € jährlich, den Sockelbetrag, in ihren eigenen Riester-Vertrag einzahlt.

Sie haben drei Kinder, von denen Jan am 25.03.1999 geboren ist, Paula am 15.11.2002 und Arno am 10.02.2008.

Unter diesen Voraussetzungen erhält Familie Schmidt für das Jahr 2015 folgende Altersvorsorgezulage:

Herr SchmidtFrau SchmidtJanPaulaArno
GrundzulageGrundzulageKinderzulageKinderzulageKinderzulage
154154185185300

Insgesamt erhält Familie Schmidt für das Jahr 2015 also eine Altersvorsorgezulage in Höhe von 978 €.

Der Eigenanteil, den Herr Schmidt für seinen Riester-Vertrag leisten muss, beträgt lediglich 942,40 € (1766,40 € -154 € – 185 € – 185 € – 300 €).  Frau Schmidt zahlt ihren Sockelbetrag von 60 € und erhält die Grundzulage von 154 €.

Fazit: Staatliche Förderung von Riester-Verträgen unbedingt nutzen

Zwar gibt es auch Kritik an Riester-Verträgen, was beispielsweise die zum Teil hohen Abschlusskosten vor allem bei Versicherungsverträgen angeht. Durch diese werden die erzielbaren Renditen zum Teil wieder aufgefressen. Doch wenn Sie einen Banksparplan abschließen, umgehen Sie die Abschlusskosten größtenteils.

Zudem ist der Garantiezins niedrig und eine nennenswerte Rendite wird meist erst dann erzielt, wenn die Vertragsinhaber ein hohes Alter erreichen und entsprechend lange die Rentenauszahlung in Anspruch nehmen können.

Ein Pluspunkt sind mögliche Steuervorteile, denn die Riester-Beiträge können als Sonderausgaben beim Finanzamt geltend gemacht werden. Dem steht als Nachteil gegenüber, dass die Riester-Rente bei der Auszahlung besteuert wird. Der in der Ansparphase gewährte Steuervorteil wird hierdurch stark gemindert.

Um die staatliche Förderung in Form der Altersvorsorgezulage auszuschöpfen, ist es jedoch vor allem für Familien mit Kindern sinnvoll, einen Riester-Vertrag als einen Baustein der privaten Altersvorsorge abzuschließen. Man sollte sich aber nicht allein auf diesen verlassen.

30. Januar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Dr. Jürgen Nawatzki
Von: Dr. Jürgen Nawatzki. Über den Autor

Nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre war Dr. Jürgen Nawatzki u. a. als Finanzberater tätig und hat individuelle Lösungen zur Vorsorge, Immobilienfinanzierung und zum Kapitalaufbau für Privatkunden entwickelt. Als Autor möchte er seinen Lesern Informationen und Hintergrundwissen zu Wirtschafts- und Finanzthemen liefern.