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Asset-Allokation: Die einzelnen Anlageklassen im Vergleich

Asset-Klassen (Anlageklassen) sind die Bausteine in der Asset-Allocation, also der Architekur eines Portfolios. Die verschiedenen Asset-Klassen sind in ihrer Dynamik und Entwicklung unterschiedlich.

Bei einer Geldanlage sollte nie in nur eine Asset-Klasse investiert werden. Zwar ist dies eine alte Weisheit, doch immer wieder müssen Neuanleger deren Wahrheitsgehalt erfahren. Viele mussten mit einem einseitigen Investment über Jahre hinweg Verluste wegstecken. Es gilt also, für langfristige Anlagen immer möglichst breit gestreut zu investieren.

Die Verteilung auf viele Asset-Klassen erhöht nämlich die Stabilität  und den Erfolg des Portfolios. Einige Asset-Klassen sind stabiler, bringen aber weniger Rendite, andere hingegen sind volatiler und bringen mehr Rendite. Risiko und Rendite gehören also zusammen. Die Asset-Klassen sollten zudem möglichst wenig miteinander korrelieren.

Asset-Klassen im Vergleich – von Aktien bis Gold 

Für den Erfolg eines langfristigen Investments ist vorab ein Vergleich einiger Asset-Klassen ratsam. Der Klassiker ist der Vergleich zwischen Aktien und Anleihen. Aktien sind volatiler, bringen aber langfristig und besonders in guten Phasen hohe Renditen. Anleihen hingegen sind tendenziell sicherer, dafür aber weniger renditestark.

Eine gleichmäßige Verteilung des Kapitals auf  diese beiden Asset-Klassen könnte die Verluste eines Crashs bei Aktien halbieren. Angenommen, die Anleihen legen in diesem Fall auch noch zu, dann würden sie durch ihren Ausgleich die gesamte Verlustquote sogar noch weiter drücken.

Asset-Klasse Aktien

Aktien gehören zu einem Großteil ins Portfolio. Insgesamt sind die Aktienmärkte seit den verschiedenen Krisen volatiler und treten phasenweise auf der Stelle. Langfristig führt aber kein Weg an ihnen vorbei. Bei Aktien ist folgende Mischung denkbar:

Ideal sind Titel bzw. Firmen, die fundamental unterbewertet sind. Denn sie haben Potenzial. Dividenden-Aktien erfreuen mit Ausschüttungen. Global agierende, solide Unternehmen sind hierbei zu bevorzugen. Aktien bzw. Dividenden-Aktien lassen sich auch nach Regionen aufteilen. Einige Schwellenländer (Emerging Markets) bieten dabei hohe Steigerungsraten.


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  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
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Überdurchschnittlich zulegen konnten zuletzt z. B. Länder wie die Vereinigten Arabischen Emirate oder Thailand. In Europa überzeugten vor allem schwedische Unternehmen.

Interessant sind auch Sektoren-Aktien: Telekommunikation, alternative Energien, Elektronik, Verteidigung oder die Gesundheitsbranche – auch hier am besten mit Dividenen.

Asset-Klasse Anleihen

Unternehmensanleihen werden auch Corporate Bonds genannt. Als empfehlenswert können hier vor allem Investment-Grade-Anleihen bezeichnet werden. Das sind Anleihen mit höchsten Bonitätsbewertungen. Die Rendite ist im Schnitt nicht ganz so hoch wie bei High-Yield-Anleihen.

Bei High-Yield-Anleihen liegt die Bonität der Firmen allerdings etwas niedriger. Dafür ist aber, wie bereits erwähnt, mehr Rendite zu erwarten. Auch hier gilt wieder: mehr Rendite bedeutet höheres Risiko.

Staatsanleihen gelten traditionell als sicherer Hafen. Doch in Zeiten der Schuldenkrise muss genau hingeschaut werden. Krisenkandidaten bringen dabei höhere Zinsen. Dafür ist der Kurs niedriger. Bei steigenden Zinsen sinkt der Kurs.

Staatsanleihen von Schwellenländern sollten nicht übersehen werden. Hier gibt es eine Reihe von Ländern mit sehr geringer Staatsverschuldung. Auch bei Staatsanleihen sollte man aber immer diversifizieren, also auf mehrere Kandidaten verteilen.

Immobilien, Rohstoffe und Agrar

Am ehesten empfehlen sich hierbei REITs (Real Estate Investment Trusts). In der Regel wird bei REITs in Gewerbeimmobilien investiert. Bei diesen Immobilien-Aktien ist allerdings zu beachten, dass sie weitgehend mit dem üblichen Aktienmarkt korrelieren.

Rohstoffe (Commodities) sind zum Teil die Vorboten für Inflationen und die Entwicklung der Rentenmärkte. Beispiel: Steigt der Ölpreis, sinkt der Dollar. Rohstoffe aus dem Agrarbereich haben in letzter Zeit nachgegeben. Doch die Nachfrage nach Lebensmitteln wird gewiss steigen.

Insofern bietet sich hier ein Potenzial – vorausgesetzt ein Anleger hat keine ethischen Bedenken, auf Agrarprodukte zu spekulieren.

Die Performance von Rohstoff-Fonds war zuletzt von Verlusten geprägt. Doch bei Rohstoff-Investments ist in Zyklen von rund 15 Jahren zu rechnen. Commodities sind also langfristig interessant. Rohstoffe korrelieren nicht mit Aktien oder Anleihen. Daher sind sie zur Beimischung und Streuung geeignet.

Devisen und Gold

Hier ist Vorsicht geboten, denn die großen Währungen liegen im Abwertungswettbewerb, um den Absatz der heimischen Wirtschaft zu fördern. Derzeit sind Devisen also nur bedingt ratsam.

Gold gilt als stabile Überwährung und Bollwerk gegen Risiken. Allerdings ist der Preis sehr hoch. Außerdem bringt Gold keine Zinsen. Viele halten Gold daher für überbewertet.

Fazit

Die Listung der Asset-Klassen ist nur exemplarisch und kann lediglich grobe Ausschnitte zeigen. Wichtig ist, wie diese sich zueinander verhalten, also korrelieren, und wie hoch die Risiken und Renditechancen sind.

Eine Verteilung auf die verschiedenen Asset-Klassen hängt sehr vom persönlichen Rendite-Risiko-Profil ab. Sie lässt sich folglich nicht generell empfehlen.

13. März 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.