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Ausländische Münzen umtauschen – schwieriger als gedacht

Skiurlaub, Schweiz, Franken und Schweizer Rappen. Während des Urlaubs unentbehrlich, danach sind die Münzen oft Ballast.

Doch wie kann man ausländische Münzen wieder in Euro umtauschen?

Wo kann ich ausländisches Münzgeld in Euro umtauschen?

„Aus meinem Skiurlaub in der Schweiz habe ich noch viele Schweizer Franken und Rappen übrig. Meine Hausbank will aber nur die Scheine annehmen, keine Münzen. Wo kann ich Münzgeld in Euro zurücktauschen?“

Fragen wie diese hören wir recht häufig. Tatsächlich wird Ihnen kaum eine Bank ausländische Münzen in Euro zurücktauschen.

Überhaupt sind die wenigsten Banken auf das Sortengeschäft, also den Umtausch von Bargeld, eingerichtet.


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Reisebank bietet Umtausch von Fremdwährungen an

Die einzige Bank, die diesen Service anbietet, ist die Reisebank. Allerdings berechnet sie bei ausländischen Münzen einen happigen Abschlag von 30 Prozent.

Das heißt: Wenn Sie Schweizer Franken und Rappen im Wert von 10 Euro dort abliefern, werden Sie nur 7 Euro dafür bekommen – oder um genauer zu sein noch etwas weniger, denn auch der Umtauschkurs fällt zu Ihren Ungunsten aus.

Tipp: Münzen ausgeben oder aufheben

Daher meine Empfehlung: Versuchen Sie möglichst, im Urlaub die Münzen in Fremdwährung noch auszugeben, statt sie nach Hause mitzubringen.

Kramen Sie am Ende Ihrer Ferien für Kleineinkäufe lieber das übrige Münzgeld zusammen, als mit Scheinen zu bezahlen.

Lieber trinken Sie am Flughafen noch einen Kaffee. Oder Sie wechseln noch im Ausland das übrige Münzgeld, sofern es noch genug ist, in einen Schein um.

Wenn Sie häufiger in das betreffende Land reisen, heben Sie das übrige Bargeld lieber auf, statt es zurückzutauschen.

Vielreisende bewahren oft eine Geldbörse mit Pfund und Pence, eine mit US-Dollars und Cents und eine mit Schweizer Franken und Rappen extra in einer Schublade auf und nehmen das jeweilige Portemonnaie dann einfach zur nächsten Reise mit.

Ausländische Münzen für einen guten Zweck spenden

Mit übrigen Münzen können Sie aber auch Gutes tun: An vielen Supermarktkassen und Bankschaltern stehen Spendenkästchen zugunsten der Deutschen Krebshilfe, des Deutschen Kinderhilfswerks oder sonstiger Hilfsorganisationen.

Auch ausländische Münzen sind dort als Spende höchst willkommen, übrigens auch die längst veralteten Währungen anderer Euro-Länder (Lira, Schilling, Francs, Finnmark etc.). Auch an die Welthungerhilfe in Bonn können Sie das übrige Geld schicken.

Bei den Hilfswerken kommt genug zusammen, dass sich für sie der Gang zu den Banken in den entsprechenden Ländern lohnt. Dort bekommen sie den Gegenwert in Euro – meist ohne Tauschverluste.

Ein hilfsbedürftiger Mensch hat auf diese Weise womöglich mehr von Ihrem Geld als Sie selbst, wenn Sie es umtauschen.

14. Januar 2009

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Dr. Erhard Liemen. Über den Autor

Dr. Erhard Liemen ist Chefredakteur verschiedener, international renommierter Informationsdienste. Seit 1996 betreut er den angesehenen und erfolgreichen Dienst "Der Deutsche Wirtschaftsbrief".