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Bezugsrecht Beispiel – was eine Kapitalerhöhung für den Aktionär bedeutet

Hält man Aktien von einer Gesellschaft, so kann man in den Genuss von Bezugsrechten kommen, wenn die AG ihr Kapital erhöhen möchte. Dabei werden neue Aktien zum Kauf angeboten. Jedoch kommen diese nicht sofort auf den Markt. Es dauert im Regelfall rund 10 Handelstage, bis die neuen Aktien verteilt sind.

Als Altaktionär bekommt man dann für seine Aktien die Option, neue Aktien zu kaufen. Das nennt sich Bezugsrecht und kann ausgeübt werden – muss aber nicht. Im Folgenden schauen wir uns ein Bezugsrecht-Beispiel an, wie es konkret aussehen könnte.

Grundkapital Aktiengesellschaft

Basierend auf der bisherigen Menge an Grundkapital wird das Bezugsrecht kalkuliert. Dabei kann das Unternehmen selbst entscheiden, wie viel Kapital es braucht und wie viele neue Aktien es ausgeben möchte.

In den meisten Fällen wird das Grundkapital um einen Bruchteil dessen aufgestockt. Hat eine AG ein Kapital von z.B. 20 Mio. €, kann es gut sein, dass 2 bis 5 Mio. € durch neue Aktien gesammelt werden sollen. Abhängig von dem Betrag der Kapitalerhöhung im Verhältnis zum Grundkapital wird auch das Bezugsrecht berechnet.


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Bezugsrecht: Beispiel-Berechnung

Im obigen Bezugsrecht-Beispiel möchte die AG 2 Mio. € neu aufnehmen. Das Verhältnis zum bestehenden Grundkapital ist damit 20:2, also 10:1.

Formel  

Das Bezugsverhältnis berechnen: Methode A

?
Bei einer Kapitalerhöhung werden die neuen Aktien zunächst den Altaktionären zum Kauf angeboten. Das Bezugsverhältnis gibt das Verhältnis an, zudem Altaktionäre ein Kaufrecht auf die jungen Aktien erhalten. Bei einem Bezugsverhältnis von 5 : 1 bekommt ein Altaktionär ein Bezugsrecht pro 5 Aktien.
$$\bo\text"Bezugsverhältnis" = \text"(Grundkapital)"↙\text"alt" / ( \text"Grundkapital"↙\text"neu" - \text"Grundkapital"↙\text"alt"\)$$
Ergebnis berechnen

Für Aktionäre bedeutet das, man erhält pro 10 Aktien, die man bereits im Portfolio hat, 1 Bezugsrecht auf eine neue (junge) Aktie. Hat man beispielsweise bereits 532 Aktien, so würde man das Bezugsrecht auf 53 junge Aktien erhalten. Bezugsrechte Aktien – wer sie bekommt und wann sie verteilt werden

Sollte in dem Bezugsrecht-Beispiel das Unternehmen planen, 5 Mio. € einzunehmen, so wäre das Verhältnis entsprechend 20:5 oder 4:1. Hat derselbe Kleinanleger 542 Aktien, bekommt er in diesem Fall 532:4 = 133 Bezugsrechte auf die neuen Aktien.

Preis junger Aktien

Damit man als Käufer auch einen Anreiz hat, das Unternehmen bei der Kapitalerhöhung zu unterstützen, werden die jungen Aktien günstiger angeboten als der aktuelle Kurs. Somit hat das Unternehmen den Vorteil, dass viele Käufer in den Markt strömen.Optionsschein Kapitalerhöhung – diesen Schutz hat man als Trader

Als eine Art von Ausgleich bekommen die bestehenden Aktionäre das Bezugsrecht, das wiederum einen gewissen Wert hat, abhängig vom Preis der jungen und alten Aktien. Das Bezugsrecht-Beispiel kann hierbei so aussehen:

Das obige Unternehmen nimmt 4 Mio. € auf, das Verhältnis ist demnach 20:4 bzw. 5:1. Der Kurs der alten Aktien ist aktuell 50 €. Die junge Aktie soll 40 € kosten. Vor der Kapitalerhöhung ist der Durchschnittspreis je Aktie 50 €. Den Durchschnittspreis nach der Erhöhung berechnet man wie folgt:

Formel  

Den Verwässerungseffekt berechnen

?
Wenn ein Unternehmen eine Kapitalerhöhung durchführt, gibt es die jungen Aktien zu einem geringen Preis aus. Dadurch sinkt der Aktienkurs des Unternehmens. Diese Kurssenkung wird als Verwässerungseffekt bezeichnet. Um Altaktionäre davor zu schützen erhalten diese Bezugsrechte.
$$\bo\text"neuer Aktienkurs"↙\text"(Mischkurs)" = (\text"Bezugsverhältnis"*\text"Akteinkurs"↙\text"alt" +1*\text"Preis junge Aktie")/(\text"Bezugsverhältnis+1"\)$$
Ergebnis berechnen

Ein Bezugsrecht hat damit den rechnerischen Wert von 50 € (aktueller Kurs) – 48,33 € (Wert der Aktie nach Kapitalerhöhung) = 1,67 €.

Bezugsrecht: Beispiel

Wie man sieht, ist der Wert in diesem Bezugsrecht-Beispiel abhängig von vielen Faktoren. Letztlich ist es auch nur ein rechnerischer Wert für ein Bezugsrecht und dieser kann immer noch durch Angebot und Nachfrage variieren.

Als bestehender Aktionär soll das Bezugsrecht wie gesagt dafür entschädigen, dass der Durchschnittspreis der Aktien etwas sinken wird und man sich die Gewinne des Unternehmens ab sofort mit mehreren Parteien teilen muss.

19. Juli 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.