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Dividendenwerte: Ausschüttungsquote verrät die besten Titel

Viele Aktionäre denken: Die Dividenden, also die Gewinnausschüttungen der börsennotierten Aktiengesellschaften an ihre Aktionäre, sind vernachlässigbar. Aber das stimmt nicht.

Denn längst steht fest: Mindestens ein Drittel aller Gewinne  machen Sie als Aktionär auf lange Sicht mit Dividenden (in wachstumsschwachen Phasen sind Dividenden sogar für über 50% der Gewinne verantwortlich).

Also weit mehr, als man gemeinhin vermuten könnte.

So berechnen Sie die Dividendenrendite selbst

Aus den Dividenden-Beiträgen der vergangenen Ausgaben wissen Sie bereits: Die wichtigste Kennzahl in Bezug auf die Ausschüttungen einer Aktiengesellschaft ist die Dividendenrendite.

Dividendenwerte Ausschüttungsquote: Formel zur Berechnung der Dividendenrendite

Als Grundlage für die Berechnung nehmen Sie üblicherweise nur die Bardividende plus einer ggf. ausgezahlten Bonus- oder Sonderdividende.

Die Dividendenrendite können Sie gewissermaßen als „Zinssatz“ betrachten, den Ihr Aktieninvestment abwirft.


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Dieser Zinssatz ändert sich allerdings andauernd, weil sowohl die Dividende variabel ist als auch der Aktienkurs (wenn Sie die Aktie bereits gekauft haben, ist für die Berechnung allerdings nicht der aktuelle Kurs relevant, sondern Ihr Einstiegskurs).

Formel  

Dividendenrendite berechnen

?
Als Grundlage der Dividendenbeurteilung dient in der Aktienanalyse die Dividendenrendite. Sie stellt eine Beziehung zwischen den ausgeschütteten Erträgen einer Aktie und dem aktuellen Kurs der Aktie her.
$$\bo\text"Dividendenrendite" = (\text"Dividende" / \text"Aktienkurs"\)*100$$
Ergebnis berechnen

Schauen Sie nicht nur auf die Dividendenrendite

Eigentlich sollte man meinen, je höher die Dividendenrendite, desto besser. Aber Vorsicht, ganz so einfach ist das nicht. Eine Aktie sollten Sie niemals nur anhand der Dividendenrendite auswählen. Sonst bestehen gleich 2 Gefahren:

  1. Sie wählen ausgerechnet diejenigen Aktien bevorzugt aus, deren Aktienkurse im Keller sind (aktuell hätten Sie dann viele Versorger-Werte ohne große Kurs-Chancen im Depot). Denn nicht nur eine hohe Dividendenzahlung sorgt für eine hohe Dividendenrendite, sondern auch ein niedriger Kurs (siehe Formel: der Aktienkurs steht im Nenner).
  1. Sie suchen womöglich Unternehmen aus, deren großzügige Dividendenzahlungen zulasten der eigenen Investitionen gehen. Wenn der ganze Gewinn an die Aktionäre ausgeschüttet wird, bleibt nichts übrig für dringend nötige Investitionen. Aktiengesellschaften mit einer solchen Ausschüttungspolitik wirtschaften nicht nachhaltig und schrumpfen mit der Zeit, anstatt zu wachsen. Negativbeispiele waren in den vergangenen 2 bis 3 Jahren einige Telekom-Unternehmen, die zu viel Geld ausgeschüttet und Investitionen vernachlässigt haben (auch die Deutsche Telekom gehörte dazu).

Um dividendenstarke, vor allem aber solide Aktien auszuwählen, sollten Sie deshalb drei weitere Kriterien hinzuziehen, nämlich die Ausschüttungsquote, die Dividendenhistorie und die Gewinnentwicklung des jeweiligen Unternehmens.

Dividendenwerte Ausschüttungsquote: Welcher Gewinnanteil wird ausgeschüttet?

Die Ausschüttungsquote ist einfach zu verstehen: Es handelt sich dabei um den prozentualen Anteil der ausgeschütteten Dividenden (in Summe) am Unternehmensgewinn. Eine Ausschüttungsquote von 20% bedeutet daher: 20% des Gewinns landen in Form von Dividenden auf den Konten der Aktionäre.

Bei einer Ausschüttungsquote von 50% wird die Hälfte des Gewinns ausgeschüttet, bei einer Ausschüttungsquote von 100% wird alles ausgeschüttet. Genau solchen Unternehmen (100% Ausschüttungsquote) sollten sie misstrauen. Denn wer alles ausschüttet, was er verdient, ist nicht auf Wachstumskurs und verzichtet auf Investitionen, die zukünftig für Umsatz- und Gewinnwachstum sorgen sollten.

Auch aus Sicht eines Aktionärs ist es wünschenswert, dass ein Unternehmen seine Gewinne zumindest teilweise einbehält. Von diesen so genannten Gewinnrücklagen (also Gewinnen, die im Unternehmen verbleiben) kann es dann nämlich Investitionen bestreiten, also neue Tochterunternehmen kaufen, neue Anlagen anschaffen, neue Produktionsgebäude bauen oder neue Märkte erschließen.

Fazit: Vorsicht vor zu hohen Ausschüttungsquoten

Eine hohe Ausschüttungsquote ist nur dann akzeptabel, wenn ein Unternehmen über hohe Bargeldbestände verfügt und aktuell keine Verwendung dafür hat. Ansonsten gilt: Ausschüttungsquoten von 40 bis 50% sind in normalen Marktphasen angemessen.

29. November 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.