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Hausordnung: Treppenhaus muss verkehrssicher sein

Die Treppenhäuser in Mehrfamilienhäusern werden von Mietern häufig zweckentfremdet.

So wird der Platz vor der Wohnungstür gerne als Abstellfläche für Schuhe oder Kinderwagen benutzt.

Auch Mülltüten werden häufig dort „zwischengelagert“.

Ebenso wird der Flur oft mit Topfpflanzen oder Bildern dekoriert und mit Schuh- oder Besenschränken ausgestattet.

All das ist so nicht vorgesehen: Diese Dinge gehen über die vertragsgemäße Nutzung hinaus, denn es handelt sich um Gemeinschaftsflächen.

Damit gehören sie nicht zur Wohnung und dürfen nur so genutzt werden, dass den anderen Mietern keine Nachteile entstehen.


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Der Vermieter ist sogar verpflichtet, sicherzustellen, dass die Nutzer des Treppenhauses bei ordnungsgemäßer Nutzung keinen Schaden nehmen.

Hausordnung: Treppenhaus muss verkehrssicher bleiben

Der Vermieter hat die Aufgabe, das Treppenhaus in einem verkehrssicheren Zustand zu halten. Das heißt, der Durchgang für die Anwohner muss problemlos möglich sein.

Außerdem dient das Treppenhaus auch als Rettungsweg: Das heißt, dass auch mit einer Krankentrage ausgerüstete Rettungskräfte in Notfällen ungehindert durchkommen können müssen.

Daher kann der Vermieter in der Hausordnung das Abstellen von Gegenständen untersagen; dabei hat er die Gerichte meist auf seiner Seite. Anderes gilt nur, wenn Gegenstände nur kurzfristig und aus nachvollziehbaren Gründen im Treppenhaus abgestellt werden.

Auch bei gebrechlichen Mietern sind die Gerichte nachsichtig: Das Abstellen von Rollatoren im Eingangsbereich ist Mietern zu erlauben, wenn der Platz es zulässt.

Das gilt auch dann, wenn der Rettungsweg dadurch eingeschränkt wird, da sich die Rollatoren problemlos zur Seite schieben lassen.

Hausordnung: Treppenhaus muss freigehalten werden

Der Vermieter hat generell das Recht, in der Hausordnung das Abstellen von Fahrrädern, Kinderwagen und auch anderen Gegenständen wie Schuhschränken oder Regalen im Treppenhaus zu verbieten.

Das gilt allerdings nicht für gebrechliche Personen: Rollstühle und Rollatoren dürfen auch trotz eines Verbots im Treppenhaus abgestellt werden.

Ansonsten müssen sich Mieter aber an das Verbot halten, da ein Verstoß gegen die Hausordnung Abmahnungen nach sich ziehen kann.

Treppenhaus muss verhältnismäßig genutzt werden

Grundsätzlich ist von allen Mietern der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit einzuhalten: Werden Sachen im Treppenhaus abgestellt, dürfen sie keine Fluchtwege blockieren. Dinge wie ein Kinderwagen sollten, wenn möglich, zusammengeklappt abgestellt werden.

Außerdem sollten sie nicht angeschlossen werden, damit sie bei Bedarf verschoben werden können. Werden die abgestellten Gegenstände längere Zeit nicht genutzt, sollten sie in der Wohnung oder im Keller abgestellt werden.

Bei einer Eigentümergemeinschaft wird über solche Dinge in der Eigentümerversammlung abgestimmt: Sollen Änderungen an der Hausordnung vorgenommen werden, kann ein Eigentümer das vorschlagen, sodass darüber abgestimmt werden kann.

Einfach ist es natürlich, wenn die Mieter bzw. Eigentümer das Treppenhaus verhältnismäßig nutzen und sie nicht erst durch entsprechende Punkte in der Hausordnung dazu gebracht werden müssen.

13. November 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.