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Börsengang erklärt: So funktioniert eine Neuemission

Der Begriff Initial Public Offering – “Börsenersteinführung” – ist während des Tech Bull Markets der späten 1990er-Jahre in die Alltagssprache eingegangen.

Zur damaligen Zeit schien es fast so, als würde jeden Tag über Dutzende neue Dotcom-Millionäre im Silicon Valley berichtet, die aus ihrem neuesten IPO Kapital schlagen.

Dieses Phänomen brachte den Begriff Siliconaire hervor, der die Dotcom-Unternehmer der frühen 20er- und 30er-Jahre bezeichnet, die von den Erträgen der IPOs ihrer Internet-Unternehmen sehr gut leben konnten.

Doch was versteht man eigentlich unter einem IPO? Wie konnte jeder so schnell reich werden? Und was noch wichtiger ist, ist es für jeden möglich bei IPOs mitzumischen?

Die Börseneinführung bringt einem Unternehmen unterschiedliche Vorteile. Im Vorfeld sollten jedoch vorbereitend viele Überlegungen angestellt und Informationen zusammengetragen werden.

Ein Konsortium aus so genannten Underwritern im Zusammenhang mit der Risikoübernahme (auch „Underwriting“ genannt) übernimmt in der Regel die Abwicklung des Börsengangs und unterstützt das Unternehmen bei seinem Vorhaben.

Überwacht werden Börsengänge von Unternehmen hierzulande unter anderem von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht.

Börsengang: Ertragssteigerung durch Börsengang

Im Rahmen der Börsenersteinführung kann ein Unternehmen durch die Ausgabe von Schuldverschreibungen und Anteilskapital seinen Ertrag steigern.

Falls es bislang noch nie Anteilskapital ausgegeben hat, wird die Ersteinführung als IPO bezeichnet.

Unternehmen können in zwei Kategorien unterteilt werden: private und öffentliche Unternehmen.

Ein privates Unternehmen besitzt wenige Anteilseigner, seine Besitzer sind nicht verpflichtet, umfassende Informationen über das Unternehmen offenzulegen.


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Jeder hat die Möglichkeit, ein Unternehmen zu gründen: einfach ein wenig Geld investieren, die richtigen Dokumente einreichen und die Regeln des Meldeverfahrens der zuständigen Gerichtsbarkeit einhalten.

Viele kleine Unternehmen liegen in privater Hand. Auch große Unternehmen können private Firmen sein, bekannte Beispiele hierfür sind unter anderem IKEA, Domino’s Pizza und Hallmark Cards.

Private vs. öffentliche Unternehmen

Für gewöhnlich ist es nicht möglich, Aktien eines privaten Unternehmens zu erwerben. Es besteht die Möglichkeit, sich in puncto Investitionen an die Inhaber zu wenden, diese sind jedoch nicht verpflichtet, dem Interessenten etwas zu anzubieten.

Öffentliche Unternehmen machen hingegen einen Teil des Unternehmens der Öffentlichkeit zugänglich und sind an der Börse notiert. Aus diesem Grund wird ein IPO auch als „Gang an die Öffentlichkeit“ bezeichnet.

Öffentliche Unternehmen haben tausende Anteilseigner und müssen sich strengen Regeln unterwerfen. Sie müssen einen Aufsichtsrat stellen und jedes Quartal Finanz-Informationen preisgeben.

In den USA müssen Unternehmen vor der Börsenaufsichtsbehörde der Securities and Exchange Commission (SCE) Rechenschaft ablegen.

In anderen Ländern werden öffentliche Unternehmen von Verwaltungsorganen überwacht, die der amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde ähneln. Hierzulande übernimmt die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) diese Aufgabe.

Aus Investorenperspektive betrachtet, ist das spannendste an einem öffentlichen Unternehmen die Tatsache, dass die Aktien des Unternehmens wie jede andere Ware auch am offenen Markt gehandelt werden.

Wer das Geld hat, kann investieren. Dem CEO könnte dieser Mut zwar sauer aufstoßen, vom Aktienkauf abhalten kann er oder sie den Interessenten nicht.

Welche Vorteile bringt die Börsennotierung?

Der Börsengang eines Unternehmens wirkt sich nicht nur auf den Gewinn desselben aus. An der Börse notiert zu sein, eröffnet viele finanzielle Möglichkeiten:

  • Durch die genauere Überprüfung haben öffentliche Unternehmen für gewöhnlich bessere Möglichkeiten, günstigere Tarife zu erzielen, wenn sie Schuldtitel ausgeben.
  • Solange der Bedarf des Marktes da ist, kann ein öffentliches Unternehmen immer weiter Anteile ausgeben. Daher sind Fusionen und Übernahmen leichter zu realisieren, da Anteile als Teil der Vereinbarung ausgegeben werden können.
  • Auf offenen Märkten zu handeln bedeutet Solvenz. Dies ermöglicht es, Pläne für den Belegschaftsaktienbesitz in die Tat umzusetzen und damit Talente anzuwerben.

Mit seinen Aktien an einer der großen Börsen gehandelt zu werden, bringt dem Unternehmen ein nicht zu verachtendes Ansehen ein.

In der Vergangenheit konnten sich nur private Unternehmen mit starken Grundlagen für ein IPO bewerben. Gelistet zu werden, war gar nicht so einfach.

Der Internet-Boom und seine Folgen

Der Internet-Boom hat alles verändert. Unternehmen benötigen nicht länger starke Finanzen und eine beständige Geschichte, um an die Öffentlichkeit zu gehen.

IPOs wurden oftmals von kleineren Startup-Unternehmen in Angriff genommen, um ihre Geschäfte zu erweitern.

Am Wunsch nach Expansion ist an sich nichts auszusetzen, jedoch haben die meisten der Firmen nie Profite erzielt und planen auch in absehbarer Zeit nicht, profitabel zu sein.

In solchen Fällen steht der Verdacht im Raum, ein IPO sei nur deshalb gestartet worden, um die Gründer reich zu machen.

Der Begriff „Exit-Strategie“ impliziert hingegen, dass kein weiterer Wunsch besteht, dabei zu bleiben. Das IPO ist hier quasi das Ende und nicht der Anfang.

Wer es schafft, Anleger zum Kauf von Aktien seines Unternehmens zu überzeugen, kann eine Menge Geld machen. Dass dahinter viel Arbeit steckt, sollte jedoch nicht außer Acht gelassen werden.

23. November 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.