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Kalkulatorische Zinsen mit der Durchschnittsmethode berechnen

Ob sich eine Investition in eine Maschine oder Anlage gelohnt hat oder ob das Geld besser am Kapitalmarkt untergebracht gewesen wäre, erkennen Unternehmer anhand von kalkulatorischen Zinsen.

Die kalkulatorischen Zinsen der Durchschnittsmethode berechnen den entgangenen Zins: Welchen Zins hätte das Geld am Kapitalmarkt erwirtschaftet im Vergleich zum Kauf einer Maschine (gebundenes Kapital)?

Daher werden diese Zinsen auch als Opportunitätskosten bezeichnet und dem betrieblichen Rechnungswesen zugeordnet.

Berechnung der kalkulatorischen Zinsen der Durchschnittsmethode

Bei der Durchschnittsmethode werden die kalkulatorischen Zinsen anhand der abnutzbaren Güter des Anlagevermögens berechnet. Dazu zählen vor allem Gebäude und Maschinen, die eine zeitlich beschränkte Nutzungsdauer haben – Grundstücke und Finanzanlagen sind hingegen ausgeschlossen.

Aufgrund des Verschleißes der Anlagegüter, werden diese über den gesamten Zeitraum abgeschrieben, sodass das gebundene Kapital am Ende der Nutzungsdauer Null beträgt.

Zu Beginn beträgt das Kapital allerdings den vollen Anschaffungswert. Daher wird jedes abnutzbare Anlagegut mit der Hälfte seines Anschaffungswertes zur Berechnung der kalkulatorischen Kosten angesetzt.

Wird beispielsweise eine Anlage im Wert von 500.000 Euro erworben, so beträgt am Anfang das gebundene Kapital die gesamten Anschaffungskosten. Zum Schluss der Nutzungsdauer liegt das gebundene Kapital hingegen bei 0 Euro.

Damit sind durchschnittlich 250.000 Euro gebunden. Dieses durchschnittliche Kapital von 250.000 Euro wird jetzt mit dem Kalkulationszinssatz beziehungsweise Marktzins multipliziert. Damit ergibt sich der jährliche kalkulatorische Zins, anhand dem sich ein Unternehmen orientieren kann – mit folgender Formel:

Kalkulatorische Zinsen =  ( Anschaffungskosten / 2 ) * Marktzins

Beispielrechnung der Durchschnittsmethode

Das Unternehmen „Zeitlos“ hat sich eine Maschine gekauft, deren Anschaffungskosten 500.000 Euro betragen. Zeitgleich erhält das Unternehmen von seiner Hausbank eine Kapitalanlagemöglichkeit mit einer Verzinsung von 4 Prozent pro Jahr.

Jetzt möchte das Unternehmen „Zeitlos“ wissen, wie hoch die jährlichen kalkulatorischen Zinsen auf das durch die Maschine gebundene Kapital sind. Zuerst muss das gebundene Kapital berechnet werden. Das ergibt sich aus der Hälfte der Anschaffungskosten von 500.000 und entspricht demnach 250.000 Euro.

Anschließend wird dieser Wert mit dem kalkulatorischen Zinssatz von 4 Prozent multipliziert: 250.000 * 0,04 = 10.000. Daraus folgt, dass der jährliche kalkulatorische Zins 10.000 Euro beträgt und sich der Unternehmer an diesem Wert messen kann.

Vorteil vs. Nachteil der Durchschnittsmethode

Der Vorteil der Durchschnittmethode ist, dass sie anhand von wenigen Variabeln recht einfach berechnet werden kann. Sie wird daher oft verwendet.

Darüber hinaus kann sich der Unternehmer anhand der durchschnittlichen kalkulatorischen Zinsen über mehrere Jahre messen lassen. Sie dienen also als optimale Zielsetzung für den eigenen Ertrag.

Nachteilig an dieser Methode sind hingegen die durchschnittlichen Werte, die über mehrere Jahre gelten. Denn interessiert sich ein Investor für den aktuellen Zustand des Unternehmens, sind durchschnittliche Werte nicht aussagekräftig genug.



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30. Juli 2013

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Michael Kempe
Von: Michael Kempe. Über den Autor

Der diplomierte Betriebswirt (FH) und ausgebildete Finanzjournalist beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Kapitalmarkt – im Besonderen mit Aktien, Fonds und CFDs.