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Kapitalmarkt – Definition und Abgrenzung

Kapitalmarkt ist ein Begriff, der häufig verwendet wird und viele Bereiche des Finanzmarktes umfasst.

Bei einer Kapitalmarkt-Definition müssen viele verschiedene Segmente, Institutionen, Instrumente und Akteure berücksichtigt werden.

So kann als Akteur des Kapitalmarkts sowohl der Privatanleger als auch ein Großunternehmen oder ein Staat auftreten.

Um die Begrifflichkeit einzugrenzen, lässt sich feststellen, dass der Kapitalmarkt als Finanzmarkt für mittel- und langfristige Kapitalbeschaffung gesehen wird.

Dies trifft im Besonderen auf die verschiedenen Wertpapiere zu. Am Kapitalmarkt geht es also vor allem um den Handel mit Aktien und festverzinslichen Wertpapieren.

Mehr zum Thema: Festverzinsliche Wertpapiere

Ziel ist es in aller Regel, dass Unternehmen oder staatliche Institutionen Kredite zur Finanzierung von Investitionen aufnehmen.

Organisierter und nicht organisierter Kapitalmarkt

Bei einer Definition des Begriffs Kapitalmarkt lässt sich zunächst eine Unterscheidung in den organisierten und den nicht organisierten Kapitalmarkt vornehmen.

Der nicht organisierte Kapitalmarkt gilt als vergleichsweise unsicher und undurchsichtig, da er nur wenige Richtlinien und eine geringe Organisation aufweist.

In seiner stärksten Ausprägung wird von dem sogenannten Grauen Kapitalmarkt gesprochen.

Mehr zum Thema: Kapitalschutz: der Graue Kapitalmarkt

Als klassisches Beispiel für den organisierten Kapitalmarkt gilt hingegen der börslich organisierte Markt, welcher unter institutioneller und staatlicher Aufsicht steht. Hier wird ein schneller und sicherer Handel gewährleistet.

Unterteilung des organisierten Kapitalmarkts

Der organisierte Kapitalmarkt wiederum lässt sich in den Rentenmarkt und den Aktienmarkt unterteilen. Der Rentenmarkt umfasst den Handel mit verzinslichen Wertpapieren und Teilschuldverschreibungen.

Der Aktienmarkt beschreibt hingegen den Handel mit Beteiligungskapital und lässt sich seinerseits in den Primär- und den Sekundärmarkt unterteilen.

Der Primärmarkt ist hierbei der Markt für Erstemissionen, also derjenige Markt, an dem ein Wertpapier erstmals abgesetzt wird.

Der Sekundärmarkt wird auch Zirkulationsmarkt genannt. Hier werden die Papiere gehandelt, die sich bereits im Umlauf befinden. Dies findet in der Regel an den Wertpapierbörsen statt.

Der Kapitalmarkt umfasst somit Transaktionen, die letztlich der Zusammenführung von Kapital-Angebot und Kapital-Nachfrage dienen. Wichtig ist in diesem Zusammenhang jedoch auch, einen Blick auf die einzelnen Akteure zu werfen.

Die Akteure des Kapitalmarkts

Die Akteure des Kapitalmarktes lassen sich in drei Gruppen unterteilen: Kapitalgeber, Kapitalnehmer und Intermediäre (Vermittler).

Die Kapitalgeber stellen ihr Geld zur Verfügung, welches von den Kapitalnehmern nachgefragt wird. Bei den Kapitalgebern kann es sich um private Anleger, aber auch um institutionelle Investoren handeln.

Die Kapitalnehmer sind hingegen entweder private Haushalte, Unternehmen oder Staaten. Sie benötigen das angebotene Kapital, um Investitionen tätigen zu können.

Die sogenannten Intermediäre, die Vermittler, führen nun die beiden zuvor genannten Akteure zusammen.

Als Intermediäre können beispielsweise Banken und Kapitalanlagegesellschaften auftreten. Aber auch Primär- und Sekundärmarkt dienen diesem Zweck.

Der Kapitalmarkt umfasst eine Vielzahl von Teilbereichen und Akteuren. Das Ziel ist jedoch in der Regel gleichbleibend: die Zusammenführung von Kapital-Angebot und Kapital-Nachfrage.

8. Juni 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sebastian Grünewald. Über den Autor

Sebastian Grünewald ist freier Autor und Redakteur mit mehrjähriger Erfahrung. Er vermittelt einer breiten Leserschaft ökonomische Zusammenhänge und Themenfelder wie private Vorsorge und Geldanlage mit einfachen Worten.