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Konsum auf dem Markt: Essentiell für den Wirtschaftskreislauf

Jeder Verbraucher, und damit auch jeder Haushalt, konsumiert Güter wie Lebensmittel, Kleidung oder auch kulturelle Angebote. Deshalb ist der Konsum bzw. Verbrauch von Gütern so essentiell für die Marktwirtschaft – ohne ihn würde sie sehr wahrscheinlich zusammenbrechen. Entscheidend ist in diesem Zusammenhang die Beziehung zwischen Haushalten und Unternehmen, und wie diese sich auf die Wirtschaft auswirkt.

Der geschlossene Wirtschaftskreislauf

Unternehmen und Haushalte, also sowohl Mehr- als auch Ein-Personen-Haushalte, profitieren voneinander. Sie bilden, sofern der Staat nicht eingreift, einen geschlossenen Wirtschaftskreislauf. Innerhalb dieses Kreislaufs liefern die Haushalte einerseits Arbeit, Boden und Kapital. Dafür werden sie entlohnt, erhalten also Einkommen.

Andererseits stellen die Unternehmen – mithilfe der Haushalte und ihrer Arbeitskraft – Konsumgüter her, die die Haushalte wiederum verbrauchen und dafür Ausgaben an die Unternehmen tätigen. Durch die Konsumgüter können die Haushalte mehr Arbeit erbringen.  Durch diese Arbeitsleistungen sowie die Ausgaben der Haushalte können die Unternehmen weiter produzieren und dadurch auch mehr Lohn zahlen, wodurch mehr konsumiert werden kann.

Dieser Kreislauf basiert allerdings auf der Annahme, dass der Staat nicht eingreift und dass die Haushalte ihre Einkommen vollständig wieder ausgeben, also dem Kreislauf wieder zuführen. In der Realität legen die Haushalte allerdings auch Geld zum Sparen an, oder der Staat greift mithilfe von Subventionen ein.

Mehr zum Thema: Staatliche Intervention unter der Lupe

Konsum auf dem Markt: Die Gliederung der Ausgaben

Doch nicht nur private Haushalte, sondern auch private Organisationen und der Staat konsumieren. Zum privaten Verbrauch zählen dabei alle Waren- und Dienstleistungskäufe der Privathaushalte und selbstständigen Einzelunternehmungen. Neben den privaten Ausgaben der Arbeitnehmer, Rentner, Arbeitslosen und Unternehmer sind also auch die Ausgaben der Gastwirte und inländischen Freiberufler erfasst.

Zu den Gütern zählen insofern auch langlebige Güter, wie zum Beispiel Möbel innerhalb einer Gastwirtschaft oder das Auto eines Arbeitnehmers. Im Gegensatz dazu gibt es auch noch Konsumausgaben privater Organisationen, also von Gewerkschaften oder auch Kirchen, sowie die des Staates. Letzterer umfasst alle Dienstleistungen, die der Staat selbst auf dem Markt anbietet. Außerdem zählen auch laufende Staatskosten, wie Gehaltszahlungen für Beamte und Lehrer, zu den staatlichen Konsumausgaben.

Konsum und Einkommen – untrennbar verbunden

So wie der Konsum die Wirtschaft beeinflusst, entscheidet auch das disponible Einkommen über die Höhe der privaten Konsumausgaben. Disponibel bedeutet, dass vom Einkommen bzw. den gesamten Einkünften des Haushalts noch die Nettosteuern abgezogen werden.

Mehr zum Thema: Spitzensteuersatz: Ab wie viel Einkommen muss er gezahlt werden?

Je mehr disponibles Einkommen dem Haushalt zur Verfügung steht, desto mehr Ausgaben tätigt dieser für Konsum. Dabei ändert sich auch die Aufteilung der Konsumausgaben: Bei höheren Einkommen wird verhältnismäßig mehr in Luxuskonsumgüter investiert, weniger dagegen in Konsumgüter, die zum Leben notwendig sind, wie Kleidung oder Lebensmittel.

3. September 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.