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Liquidität verbessern: So steigert man die Zahlungsfähigkeit

Als kleiner oder mittelständischer Betrieb ist es oft wichtig, auf seine Zahlungsfähigkeit zu achten. Banken und Investoren schauen sich deshalb gerne bestimmte Kennzahlen des Unternehmens an. Auch wenn die Analyse der Liquidität keine Garantie für eine Zahlungsfähigkeit bietet, so ist der Wert dennoch wichtig.

Deshalb gilt es unter anderem für diese Betriebe, ihre Liquidität zu verbessern. Einige Strategien zeigen große Wirkung in dieser Hinsicht. Die wichtigsten und effektivsten Tipps dazu schauen wir uns einmal an.

Forderungsmanagement

Wer reihenweise Außenstände hat und immer lange auf das Geld seiner Kunden warten muss, dessen Liquidität ist niedriger. Man kann jedoch den Zahlungsprozess beschleunigen. Rechnungen sollten sofort mit der Lieferung oder Leistung übergeben werden. Auch ein Skonto kann Kunden dazu verlocken, schneller zu zahlen. Effektivverzinsung Skonto – clever sparen zahlt sich aus

Um dies dem Kunden deutlich zu machen, sollte man gleich auf der Rechnung die Ersparnis bei sofortiger Zahlung angeben. Zusätzlich kann man Lastschriftverfahren anbieten, um die Bezahlung noch bequemer zu gestalten. Bei Kunden mit Geldproblemen kann man Ratenzahlungen anbieten oder bei schwierigen Kunden Anzahlungen von etwa 25% verlangen. All das kann schnell die Liquidität verbessern.

Kurzfristige Bankkredite

Kommt es zu einem Engpass im eigenen Betrieb, lohnt es sich meist eher, einen kurzfristigen Bankkredit aufzunehmen. Besonders, wenn man als Alternative hat, einen Lieferantenkredit zu zahlen. Auch hier spielt wieder der Faktor Skonto eine Rolle. Schnelles Zahlen lohnt sich für beide Parteien und man kann zusätzlich die Liquidität verbessern.

Genauso ist eine Ausgabendeckelung wichtig. Man kann ein Limit einrichten, ab welchem Betrag der Geschäftsführer die Kosten absegnen muss. So fließen keine großen Mittel ohne vorherige Freigabe aus dem Unternehmen.

Reduzierung des Lagers

Besonders beim Lager kann viel Liquidität verloren gehen. Lange Lagerhaltung bindet viele Barmittel. Das muss nicht immer sein. Man kann darauf achten, dass kurzfristig benötigte Rohstoffe auch nur kurze Zeit lagern. Das hat den Vorteil, dass man sein Lager verkleinern kann und dadurch sofort Kosten spart. Dispositive Liquidität – jederzeit zahlungsfähig

Oft ist man dazu geneigt, große Mengen einzukaufen, weil es günstiger erscheint. Jeder Kunde, der das erste Mal durch die Metro läuft, kann davon ein Lied singen. Im Betrieb sollte man jedoch besonders darauf achten, nur die Waren einzukaufen, die auch bald verbraucht werden.

Liquidität verbessern

Mit diesen Tipps kann man die Liquidität verbessern, ohne dass man komplexe Unternehmensstrukturen ändern muss. Vor allem – diese Punkte zeigen sofort Wirkung. Hat jemand Interesse an der Zahlungsfähigkeit des eigenen Unternehmens oder will die Bank ein Auge darauf werfen, so helfen die beschriebenen Strategien. Möchte man also schnell seine Liquidität verbessern, reicht es, wenn man diese Schritte beachtet.

16. September 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.