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Mit Insiderinformationen an der Börse handeln

Die Verwendung von Insiderinformationen an der Börse wird auch Insiderhandel genannt. Hohe Gewinnversprechen verlocken zahlreiche Börsianer zur Nutzung von Insiderinformationen bei ihren Börsengeschäften.

Doch aufgepasst: Insiderhandel wird in Deutschland strafrechtlich verfolgt. Auch in den meisten EU-Staaten und in den USA drohen hohe Bußgelder oder sogar Freiheitsentzug.

Allerdings muss zwischen legalen und illegalen Insiderinformationen für Börsengeschäfte unterschieden werden. Denn so manche Insiderinformation kann sich jeder Anleger auch ganz legal beschaffen.

Insiderinformationen bei Börsengeschäften

Gemäß § 13 WpHG (Wertpapierhandelsgesetz) geben Insiderinformationen Einblick in nicht öffentlich zugängliche Informationen, die dann für den Handel mit Aktien ausgenutzt werden können. Die Preise können dadurch massiv beeinflusst werden.


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Gibt ein Insider diese Insiderinformationen weiter oder nutzt sie auch zu seinem eigenen Vorteil, kann in Deutschland eine Freiheitsstrafe von bis zu 5 Jahren und der Zahlung von hohen Bußgeldern drohen. Jedoch sind viele Insidergeschäfte vor allem aus den USA bekannt. Die größten Börsenzocker aller Zeiten waren oftmals auf dem amerikanischen Börsenparkett zu finden.

Maßnahmen gegen Insiderhandel

Um die Weitergabe von Insiderinformationen bei Börsengeschäften besser kontrollieren zu können, wurden mehrere Maßnahmen ergriffen. Für Herausgeber von Wertpapieren besteht zum Beispiel die Pflicht zur Ad-hoc-Publizität. Diese Pflicht beinhaltet die unverzügliche Veröffentlichung wichtiger Mitteilungen wie Unternehmenszahlen oder bedeutsame Geschäftsabschlüsse, die den Börsenkurs der Unternehmensaktien erheblich beeinflussen könnten.

Die Ad-hoc-Publizität kann als erste Maßnahme gegen den Insiderhandel gesehen werden. Die Informationen sind für alle Beteiligten einsehbar. Auch die Bildung von Börsen- und Wertpapieraufsichtsbehörden wie etwa der BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) soll die Einhaltung des Wertpapierhandelsgesetztes überwachen.

Die BaFin filtert jeden Tag auffällige Aktionen an der Börse heraus und bewertet diese. Doch das Erkennen von illegalen Insidergeschäften gestaltet sich meist recht schwierig. Denn auch für die Finanzaufsichtsbehörden ist es oftmals schwer nachzuweisen, ob bestimmte Informationen den Kurs einer Aktie beeinflussen konnten oder ob es sich nicht doch um alltägliche Kursschwankungen handelte.

Legale Insidertransaktionen

Allerdings gibt es auch so etwas wie einen legalen Insiderhandel. Bei den sogenannten Directors‘ Dealings werden von Mitgliedern der oberen Führungsetage (oder auch deren Verwandten) mit den Wertpapieren des eigenen Unternehmens Wertpapiergeschäfte getätigt.

Dieses Vorgehen ist insoweit legal, da die Geschäfte der BaFin gemeldet werden müssen, die diese Informationen veröffentlicht. Geschieht diese Meldung nicht, kann diese Art des Wertpapiergeschäfts ebenfalls als Insiderhandel bezeichnet werden.

Für aufmerksame Anleger besteht also die Möglichkeit, die Wertpapiergeschäfte des Managements von Emittenten zu beobachten und gegebenenfalls auf den Zug aufzuspringen. Denn mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarten die Mitglieder des Managements Gewinne, wenn sie Aktien kaufen.

15. April 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sonja Hüsken. Über den Autor

Schon vor ihrem Studium der Volkswirtschaftslehre beschäftigte sich Sonja Hüsken intensiv mit dem Zusammenspiel von Politik und Wirtschaft und der Frage nach der richtigen Vorsorge. Immer im Fokus: Der Mehrwert der Information für den Leser.