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The Foolish Four – so funktioniert die Investmentstrategie

Neben der CANSLIM-Methode gibt es in der Börsenwelt noch weitere Investmentstrategien, die erfolgsversprechend sind. Eine dieser Strategien ist Foolish Four.

Diese Investmentstrategie geht auf das US-Anlegermagazin Motley Fool zurück. Als eigentlicher Entwickler der Dividendenstrategie gilt der Asset-Manager und Buchautor Michael O’Higgins.

Die Investmentstrategie Foolish Four setzt auf eine Auswahl von Aktien mit der höchsten Dividendenrendite im Dow Jones Industrial, dem 30 Werte umfassenden Leitindex der New Yorker Börse. Ziel der Investmentstrategie Foolish Four ist es, den Index (Dow Jones) zu schlagen.

So funktioniert Foolish Four in 4 Schritten

Zunächst gilt es, die 10 Aktien im Dow Jones Index mit den höchsten Dividendenrenditen auszuwählen. Die Dividendenrendite errechnet sich durch die Dividendenhöhe geteilt durch den Aktienkurs, multipliziert mit 100. Diese Werte werden im Fachjargon auch gern „Dogs of the Dow“ bezeichnet.

Aus diesen 10 Werten werden anschließend die 5 Aktien mit dem niedrigsten Börsenkurs auf Dollar-Basis ausgewählt.


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Wenn die Aktie mit dem niedrigsten Aktienkurs gleichzeitig auch der Wert mit der höchsten Dividendenrendite ist, wird dieser Wert gestrichen. Der Grund: Die jahrelange Datenanalyse hat gezeigt, dass die Aktie mit dem niedrigsten Kurs und der höchsten Dividendenrendite sich in den kommenden Jahren eher schlecht entwickelt.

Von den 4 verbliebenen Werten diejenige Aktie auswählen, die den zweitniedrigsten Aktienkurs aufweist. Diese Aktie wird dann doppelt so hoch im Depot gewichtet (40%), die übrigen drei Werte werden jeweils gleichgewichtet (20%).

Foolish Four: so erfolgreich ist die Strategie in der Praxis

Die Investmentstrategie Foolish Four hört sich zunächst kompliziert an, ist aber nicht besonders zeitaufwändig, zumal die Strategie nur einmal zum Jahresende angepasst werden muss, um das Depot für das neue Jahr auszurichten. Zudem ist die Investmentstrategie frei von Emotionen und auch mit geringem Kapitaleinsatz durchführbar.

Laut Angaben von Motley Fool hat diese Investmentstrategie in den vergangenen 25 Jahren eine durchschnittliche Rendite von 22% geliefert. Von 1971 bis 1996 betrug die Performance dieser Investmentstrategie nach Berechnungen von Motley Fool immerhin 19,67% pro Jahr, während der Dow Jones im gleichen Zeitraum im Schnitt um 13,3% pro Jahr zulegte.

Foolish Four: interessanter Ansatz, jedoch keine Gewinngarantie

Die Investmentstrategie Foolish Four hat in der Vergangenheit bewiesen, dass Anleger dadurch durchaus höhere Renditen als der Gesamtmarkt erwirtschaften konnten. Jedoch gibt es keine Garantie, dass dies auch in der Zukunft so sein wird.

Selbstverständlich lässt sich die Investmentstrategie Foolish Four auch auf andere Indices anwenden, wie zum Beispiel den Deutschen Aktienindex (DAX). Per Ende 2014 waren dies die Deutsche Telekom, E.ON, RWE, die Deutsche Börse und Daimler, die sich im Rahmen der Investmentstrategie Foolish Four fürs Depot qualifiziert hätten.

Damit werden auch die Schwächen dieser Investmentstrategie deutlich. Der dadurch implizierte Automatismus führt nicht zwangsläufig zu höheren Renditen wie das Beispiel RWE und E.ON zeigt.

Zudem haben Anleger keinen Einfluss auf die Branchendiversifikation sowie auf die Diversifikation insgesamt (nur 4 Werte im Depot), was dazu führen kann, dass sich gleich mehrere Werte aus der gleichen Branche im Depot befinden, was das Risiko erhöht.

Fazit: Erfolg an der Börse lässt sich nicht berechnen

Die Investmentstrategie Foolish Four ist zwar ein interessanter Ansatz, aber der damit verbundene Automatismus lässt den tatsächlichen Zustand des Unternehmens (Management, Wettbewerbsfähigkeit) völlig außer Acht.

Besser scheint es, sich mit jedem Unternehmen individuell auseinanderzusetzen und aufgrund fundamentaler Kriterien seine Investmententscheidung zu fällen.

11. August 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands