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Todeskreuz: Hier ist Vorsicht geboten

Noch vor Kurzem ersannen amerikanische Trader ein Horrorszenario, das sich gewaschen hat.

Die Rede ist mittlerweile auch hierzulande von einem beginnenden „Todeskreuz“ im DAX.

Hier erfahren Sie, was hat es damit auf sich hat.

Das Todeskreuz: Was es ausmacht

Ganz kurz gesagt: Beim sogenannten Todeskreuz handelt es sich um eine Formation, die in der technischen Chartanalyse sichtbar werden kann.

Sie entsteht, wenn die Kurve des 50-Tage-Durchschnitts die Kurve des 200-Tage-Durchschnitts von oben kommend schneidet.

Die 50-Tage-Linie gilt als schnellerer und etwas kurzfristiger Index, während die 200-Tage-Variante eher von Langzeitinvestoren Beachtung findet.

Ein Todeskreuz wird dabei prinzipiell als „bearishes“ Signal gesehen, denn die fallenden Werte entsprechen eher der Bären-Strategie „Gewinne durch Kursverlust“.


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Ein solches Todeskreuz kann aber auch aufgehoben werden; und zwar durch das sogenannte „Goldene Kreuz“, bei dem sich die Trendlinien genau andersherum verhalten.

Hierbei kreuzen sich also ebenfalls die 50er- und die 200er-Kurve, allerdings kommt der schnellere gleitende Durchschnitt dabei von unten anstatt oben.

Was beim Todeskreuz zu tun ist

Nicht nur der martialische Name sorgt bei dieser Formation natürlich für Aufsehen.

Richtig ist auch, dass ein Todeskreuz eine recht seltene Angelegenheit ist. Im Deutschen Aktienindex kam sie seit 1998 erst 8 Mal vor, also im Durchschnitt ungefähr alle 1 1/2 Jahre.

Viele amerikanische Analysten schwören außerdem, dass sie ein solches Todeskreuz, wie es sich augenblicklich anbahne, in US-Indizes in den letzten 60 Jahren nicht gesehen hätten.

Mehr dazu: „Todeskreuze im Chart? Dax und S&P 500 in Gefahr“.

Tatsächlich kommt es in eher seitwärts ausgerichteten Marktphasen häufiger zu Überkreuzungen, die Verluste bescheren können.

Das letzte bekannte Todeskreuz-Signal entstand im Jahre 2008 und ging wirklich mit einem enormen Kursrückgang einher.

Damals stürzte der DAX von 6.800 Punkten Im Januar auf 3.600 Punkte im März 2009 ab, es kam also zu einem Rückgang von ungefähr 47%.

Kein Grund zur Panik

Dennoch heißt das jetzt noch lange nicht, dass Sie als Anleger gleich in Panik verfallen und alle Ihre Wertpapiere verkaufen müssen.

Wer in seinem Depot hauptsächlich Long-Positionen fährt, sollte einfach über ein paar Puts nachdenken, um einen Puffer aufzubauen.

Eine andere Möglichkeit wäre es, mit der Aktivierung des Todeskreuzes short zu gehen. Dabei sollten Sie allerdings nicht bis zur endgültigen Aufhebung des Signals warten.

Diese Strategie hat sich nämlich schon 1999 nicht bewährt, und wer damals streng nach Vorschrift verkaufte, als das Todeskreuz durch das Gold-Kreuz aufgehoben war, machte so gut wie keine Gewinne.

Setzen Sie also lieber einen Short-Stop, je nach Geschmack 5 bis 10 Prozent unter dem Einstiegskurs, und lassen das Todeskreuz ganz entspannt auf sich zukommen.

30. Oktober 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.