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Zinsswap-Satz: Wie die Zinsraten festlegt werden

Ob als Kleinanleger oder mittelständisches Unternehmen – der Zinsswap-Satz kann oftmals der entscheidende Faktor sein bei einer Investition.

Schließt man eine Finanzierung ab, die einen variablen Zinssatz beinhaltet, so ist man an den Zinsswap-Satz gebunden.

Die monatlichen Raten, die man zahlen muss, werden davon zwar nicht immer beeinflusst, die jährlichen Zinsen und damit die Kosten des Vertrags jedoch schon.

Tauscht man direkt die Zinsraten mit einem anderen Unternehmen, ist in der Regel eine Partei vom variablen Zinssatz abhängig.

Während dann einer der Geschäftspartner auf einen steigenden EURIBOR oder LIBOR hofft, drückt der andere Partner die Daumen, dass die Raten fallen.

Wenn der Zinsswap-Satz ganz offenbar so wichtig ist, sollte man auch wissen, woher er kommt bzw. wie er entsteht.

EURIBOR Zinsswap

Die sogenannte Euro InterBank Offered Rate (EURIBOR) gibt die Rate für Termingelder in der Währung Euro an. Davon leitet sich entsprechend der Zinsswap-Satz ab.

Dieses Interbankengeschäft ist eine Art Pulsmesser, wie sehr sich die Banken untereinander vertrauen.

Die dort angegebene Rate ist der Durchschnittszins, den sich Banken gegenseitig für verliehenes Geld geben. Zinsswap Beispiel – wie ein Zinstausch abgerechnet wird

Es findet dazu täglich eine Umfrage unter aktuell 39 Kreditinstituten statt. Mit dabei sind auch 11 deutsche Banken. Um 11 Uhr Brüsseler Zeit wird jeden Werktag der neue Zinsswap-Satz bekannt gegeben in Form des EURIBOR.

Allerdings entsteht dieser Kurs aus dem Durchschnitt der befragten Bankhäuser, wobeidie jeweils höchsten und niedrigsten 15% aus der Rechnung herausfallen.

LIBOR Zinsswap

LIBOR steht für London Interbank Offered Rate und ist damit das internationale Äquivalent zum EURIBOR. Der LIBOR wird täglich um 11 Uhr Londoner Zeit veröffentlicht.

Während es den EURIBOR in Euro gibt, werden diverse LIBOR-Kurse für die wichtigsten Währungen angeboten. Darunter den EUR Libor, USD Libor, GBP Libor, CHF Libor und JPY Libor. Zinsswap Bewertung – so wichtig ist der Zeitpunkt

All diese Raten des Interbankengeschäfts weisen zwischenzeitlich deutliche Unterschiede auf – auch wenn die langfristige Tendenz ein ähnliches Bild zeichnet.

Zum Start der Finanzkrise Ende 2008 stürzten alle Libor-Raten parallel ab. Davor gab es aber Unterschiede: So stiegt beispielsweise der 3-Monats-USD-Libor bereits ab 2004, während der 3-Monats-JPY-Libor erst zwei Jahre später anfing zu steigen.

Abhängig von der Libor-Währung werden 8 bis 16 unterschiedliche Kreditinstitute befragt. Hierbei werden sogar nur die mittleren 50% der Werte für die Berechnung verwendet.

Zinsswap-Satz: Erklärung und Fazit

Die variablen Zinsraten werden von den Banken festgelegt und sind von den Raten abhängig, die sich die Kreditinstitute untereinander geben.

Es gibt festgelegte Zeitspannen, wie lange ein entsprechender Zins gilt. Wie oben erwähnt, gibt es 3-Monats-Raten. Dazu kommen noch 1, 2, 6 und 12 Monate.

Die Banken selbst verleihen wiederum ihr Geld beispielsweise zur jeweiligen EURIBOR-Rate und schlagen 0,5% bis 2% oben drauf.

Für den Zinsswap-Satz wird der EURIBOR und LIBOR als Referenzzins verwendet.

Tauscht man zum Beispiel einen 3-Monats-CHF-LIBOR gegen einen 6-Monats-EUR-Festzins über mehrere Jahre, wird alle 3 Monate zum aktuellen LIBOR abgerechnet.

16. August 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.