Universalbanken-Beispiele in Deutschland

Universalbanken oder Trennbanken? Eine schwierige Frage. Hier erfahren Sie, wie Universalbanken funktionieren und erhalten einige Beispiele. (Foto: Martin Good / Shutterstock.com)

Das Thema Bankenordnung im Wirtschaftssystem führt immer wieder zu hitzigen Debatten. Welches System ist für die Gesamtwirtschaft besser: Universalbanken, wie sie hier in Deutschland vorherrschen oder doch Trennbankensysteme, wie man sie in den USA oder Japan noch kennt?

Damit Sie sich ein Bild davon machen können, wie Universalbanken aufgebaut sind, finden Sie hier eine ausführliche Definition und Beispiele.

Universalbanken: Leistungen aus einer Hand

Ganz einfach ausgedrückt, finden Sie bei einer Universalbank nahezu alle Finanzprodukte, die es auf dem Markt gibt. Im Gegensatz zu den Trennbanken sind die Universalbanken in keinem ihrer Geschäftsbereiche eingeschränkt.

Sie nutzen Cross-Selling-Vorteile, indem sie ihren Kunden so viele Produkte wie möglich anbieten. Sie funktionieren nach dem so genannten Hausbank-Prinzip.

Wie die Produktpalette ist auch die Kundschaft der Universalbanken breit gefächert und nicht wie bei Trennbanken getrennt. Zur Kundschaft der Universalbanken zählen: Privatkunden, Firmenkunden, Institutionelle Kunden wie z.B. Städte.

Das Hauptziel der Universalbanken

Das Hauptziel der Universalbanken ist es, langfristige Kundenbeziehungen aufzubauen und zu intensivieren. Dadurch können Cross-Selling-Effekte genutzt und der Ertrag pro Kunde gesteigert werden.

Praktisch wird dieses Ziel so umgesetzt, dass alle Spezialbankleistungen  wie zum Beispiel der Zahlungsverkehr, Aktiv- und Passivgeschäft oder das Investmentbanking im Unternehmen selbst realisiert werden. Auch wenn die Leistungen outgesourct sind, werden sie als eigene verkauft.

Auch Nicht-Bank-Leistungen werden als Vermittlungsleistungen für andere Finanzdienstleister erbracht. Organisatorisch wird das entweder über Tochterunternehmen abgewickelt. So macht es zum Beispiel die Deutsche Bank mit der DWS-Investmentgesellschaft.

Das Produktangebot der Universalbanken

Aufgrund des ganzheitlichen Angebots wird den Universalbanken das Hausbank-Prinzip zugeschrieben. Folgende Produkte und Dienstleistungen stehen Kunden von Universalbanken aus einer Hand zur Verfügung.

  • Girokonto
  • Kredit
  • Sparplan
  • Altersvorsorge
  • Zahlungsverkehr bis zu Firmenübernahmen
  • Erweiterungsinvestitionen
  • Börsengang

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Deutsche Universalbanken-Beispiele

Anders als zum Beispiel in den USA oder in Großbritannien gibt es in Deutschland überwiegend Universalbanken und nur wenige Spezialbanken. Typische deutsche Beispiele für Universalbanken sind folgende Kreditinstitute:

  • Deutsche Bank AG
  • HypoVereinsbank A
  • Dresdner Bank AG
  • Commerzbank AG
  • Sparkassen
  • Landesbanken

Die aufgezählten Banken stellen natürliche eine recht große Bandbreite dar, die sich noch einmal in Untergruppen der Universalbanken in Deutschland einteilen lassen.

So zählen die zwei Großbanken die Deutsche Bank und die Dresdner Bank sowie die Commerzbank zu den Privatbanken. Die zweite Gruppe sind die Sparkassen und die dritte die Genossenschaftsbanken in Form der Volks- und Raiffeisenbanken.

Zwei weitere Bankengruppen, die ebenfalls zu den Universalbanken zählen, sind die Direktbanken und auch die Auslandsbanken.

Universalprinzip und  Trennbankensystem die Grenzen werden immer unschärfer

Egal ob Universalbanken- oder Trennbankensystem: Beide Systeme wandeln sich immer häufiger zu Mischformen, sodass zum Beispiel Spezialgebiete von Universalbanken ausgegliedert sind, dennoch aber lange nicht mehr so strenge Trennvorschriften gelten, wie es einmal war. (Beispiel USA)


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Sabrina Behrens
Von: Sabrina Behrens. Über den Autor

Sabrina Behrens beschäftigt sich seit Ihrem Schulabschluss mit den Themen Wirtschaft, Politik, private Finanzen, Vorsorge und Versicherung. In ihrer Tätigkeit als freie Journalistin in Berlin hält sie die Leser in diesen Bereichen regelmäßig auf dem Laufenden.

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