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Ausländische thesaurierende Fonds – Grundlegendes für Anleger

Thesaurierende Fonds (auch akkumulierende Fonds genannt) schütten die Erträge nicht aus, sondern investieren sie gleich wieder. So weit, so gut. – Aber wie sieht es mit den Besonderheiten von thesaurierenden Fonds im Ausland aus?

Thesaurierende Fonds im Ausland

Ein thesaurierender Fonds schüttet die erzielten Erträge eines Geschäftsjahres nicht an den Anleger aus, sondern reinvestiert sie sofort wieder. Solche Fonds werden daher auch akkumulierende Fonds genannt.

Die vom Fonds im Geschäftsjahr erzielten und nicht ausgeschütteten Erträge unterliegen nach einer Fiktion im Steuerrecht als ausschüttungsgleiche Erträge ebenfalls am Ende des Geschäftsjahres der Abgeltungssteuer. Für die Wiederanlage stehen mithin nur die Nettobeträge nach Steuerabzug zur Verfügung.

Für Anleger sieht das Fazit demnach folgendermaßen aus: Ein thesaurierender Fonds hat für den langfristig orientierten Anleger den Vorteil, dass auch die wieder angelegten Erträge dem Bestandschutz der Altanteile unterliegen. Bei einem ausländischen thesaurierenden Fonds ist dieser Effekt noch etwas größer als bei einem inländischen.


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Ausländische Fonds können anhand ihrer ISIN identifiziert werden. Alle Fonds, deren ISIN nicht mit den Buchstaben DE beginnen, sind im Ausland aufgelegt.

Ausländische Thesaurierende Fonds sind steuerpflichtig

Grundsätzlich sind alle Einkünfte steuerpflichtig, unabhängig davon, wo der Anleger seinen Wohnsitz hat bzw. sich die meiste Zeit des Jahres aufhält. Theoretisch sollten also alle Erträge gleich behandelt werden, egal, ob sie im Inland oder im Ausland erzielt werden.

In der Realität ist es aber so, dass durchaus Unterschiede darin bestehen, was die Besteuerung eines Fonds anbelangt, der im Inland bzw. im Ausland aufgelegt wird. Für den Privatanleger ist es deshalb wichtig zu wissen, dass sämtliche Kursgewinne (auch die von Fondsanteilen!) der 25%igen Abgeltungssteuer unterliegen.

In diesen Kursgewinnen sind ebenfalls die bis dahin nicht als zugeflossen geltenden thesaurierten Erträge enthalten, die schlussendlich ebenfalls steuerbar sind. Eine inländische Verwahrstelle führt diese direkt an das Finanzamt ab.

Ausländische Thesaurierende Fonds haben nun die Besonderheit, dass der Zinsabschlag auf sämtliche bis dahin erwirtschafteten Erträge erst bei Rückgabe der Fondsanteile und beim Zugang des Gegenwertes auf einem inländischen Depot vorgenommen wird.

Existieren keinerlei offizielle Belege (etwa, weil eine Eigenverwahrung vorliegt), dann kann die Dauer der Besitzzeit der Fondsanteile natürlich nicht korrekt nachgewiesen werden. In diesem Fall werden als Besteuerungsgrundlage neben dem aktuellem Zwischengewinn alle thesaurierten Erträge herangezogen, die nach dem 31.12.1993 erzielt wurden. Ansonsten sind die Erträge nach wie vor jährlich zu versteuern.

Mit anderen Worten: Grundsätzlich sollten alle Erträge entsprechend dem Zuflussprinzip in der jeweiligen Steuererklärung angegeben werden, bei thesaurierenden Fonds also am Ende des Fondsgeschäftsjahres.

Ausländische Thesaurierende Fonds sind jedoch etwas komplizierter in der Abwicklung. Der Anleger muss jedes Jahr selbst beim Finanzamt angeben, wie hoch die thesaurierten Erträge waren. Anders als bei den Inlandsfonds oder den ausschüttenden Auslandsfonds übernimmt das nicht die Bank für ihn.

Jedoch wird bei erfolgten Ausschüttungen ausländischer Fonds nicht mehr automatisch Abgeltungssteuer abgezogen. Bei thesaurierenden ausländischen Fonds wird also nur bei Rückgabe der Fondsanteile Abgeltungssteuer einbehalten. Dazu können allerdings nur inländische Verwahrstellen verpflichtet werden.

13. März 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.