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Bankgarantie Muster – das muss rein!

Firmen, die international tätig sind und somit ausländische Handelspartner haben, gehen in einigen Teilen der Erde ein höheres Vertrags- und Verlustrisiko ein als im Inland.

Daher bevorzugen viele Unternehmen eine Bankgarantie des Partners, um so ein sicheres Geschäft eingehen zu können. Zahlt zum Beispiel der Geschäftspartner nicht, kommt dessen Bank für den entstandenen Schaden auf.

Genauer gesagt, beauftragt der Schuldner seine Bank, dem Gläubiger eine Bankgarantie auszustellen. Die Bankgarantie verpflichtet somit die Bank, einen vorher von den Vertragsparteien festgelegten Betrag an den Gläubiger zu überweisen, wenn der Schuldner seinen Verpflichtungen nicht nachkommt.

Doch was gehört alles in einen solchen Vertrag hinein, worauf kommt es an und wie könnte der Wortlaut sein?

Mehr zum Thema: Abstrakte Bankgarantie – was ist das?

Bestandteile einer Bankgarantie

Jeder Vertrag hat seine Eigenheiten und grundsätzlichen Normen. Die Bankgarantie besteht in der Regel aus vier wichtigen Abschnitten, die auf jeden Fall enthalten sein sollten. Im ersten Abschnitt wird das Grundgeschäft bezeichnet, auf das sich die Garantie bezieht. Das heißt, es wird klargestellt, um was für eine Bankgarantie es sich handelt.


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Zusätzlich beinhaltet der Abschnitt die Geschäftspartner mit Namen und Adresse, das Datum des Vertragsabschlusses sowie die Art des Grundgeschäfts mit der Vertragsnummer. Der zweite Abschnitt gibt in der Regel an, wie hoch der gezahlte Betrag sein soll, falls die Bankengarantie in Anspruch genommen wird.

Im folgenden Abschnitt versichern die Banken dann dem Begünstigten mit einer Absichtserklärung, dass sie unwiderruflich den Garantiebetrag zahlen, sobald eine erste schriftliche Aufforderung seitens des Begünstigten eintrifft.

Der vierte Abschnitt sichert hingegen die Bank sowie den Schuldner ab: Die Befristungsklausel gibt an, bis zu welchem Datum die Garantieverpflichtung gilt.

Mustervertrag einer Bankgarantie

Banken bieten verschiedenste Bankgarantien an. Eine der häufigsten und wichtigsten ist die Zahlungsgarantie. Bei der Zahlungsgarantie wird der Verkäufer (Gläubiger) abgesichert. Liefert ein Verkäufer seine Waren fristgerecht aus, aber erhält keine Zahlung vom Käufer (Schuldner) dafür, kann er nun mittels Bankgarantie von dem Kreditinstitut den Garantiebetrag verlangen.

Für den Verkäufer kann eine Bankgarantie – ausgestellt von der Bank des Schuldners – daher wie folgt aussehen:

Sehr geehrte Damen und Herren,

Es wurde uns mitgeteilt, dass unser Bankkunde (Käufer)………(Firmenadresse) mit Ihnen am…(Vertragsdatum), den Vertrag Nummer……..(Vertragsnummer) über die Lieferung von……(Gegenstand) zum Preis von……(Gesamtauftragswert) abgeschlossen hat.

Der Käufer ist von Ihnen verpflichtet worden, eine Zahlungsgarantie in Höhe von …(Gesamtauftragswert) zu erbringen.

Mit diesem Vertrag übernehmen wir im Auftrag des Käufers die unwiderrufliche Zahlungsgarantie zu Ihren Gunsten bis zu einer Höhe von…..(Gesamtauftragswert).

Wir kommen der Zahlungsverpflichtung in einer Höhe von…..(Gesamtauftragswert) (in Worten:……) nach, sobald Sie eine schriftliche Aufforderung an uns senden, in der Sie erklären, dass der Käufer seinen Verpflichtungen nicht nachgekommen ist.

Die Verpflichtung zur Zahlung der Garantie erlischt, sobald Sie die Garantieerklärung an uns zurückschicken oder der Ablauftag……..(Datum) der Zahlungsgarantie überschritten wurde.

Mit freundlichen Grüßen

Bank des Käufers

29. August 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Michael Kempe
Von: Michael Kempe. Über den Autor

Der diplomierte Betriebswirt (FH) und ausgebildete Finanzjournalist beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Kapitalmarkt – im Besonderen mit Aktien, Fonds und CFDs.