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Break Even Point: Die Gewinnschwelle eines Unternehmens

Der Break Even Point, die Gewinnschwelle, ist der Punkt, in dem Kosten und Erlöse exakt ausgeglichen sind.

Also ein Nullpunkt. Beim Überschreiten des Break Even Points wird Gewinn erzielt. Wird die Gewinnschwelle jedoch nicht erreicht, werden Verluste geschrieben.

Break Even Point – Anglizismus für Gewinnschwelle

Das Wort, das in der Betriebswirtschaftslehre und im Rechnungswesen am häufigsten für die Gewinnschwelle eingesetzt wird, ist, wie so oft, ein Anglizismus.

„To break even“ heißt so viel wie auf gleicher Höhe abbrechen, oder, nicht ganz so wörtlich genommen, die gleiche Höhe erreichen. Der Break Even Point ist also der Punkt, an dem Kosten und Erlöse die gleiche Höhe (also die Gewinnschwelle) erreichen.

Wo liegt der Break Even Point?

Der Break Even Point ist ein Element, um anzuzeigen, ab welcher Stückzahl oder ab welchem Zeitraum eine Produktlinie Gewinne erzielt.

Eine wichtige Grundlage hierfür ist die Deckungsbeitragsrechnung. Bei der Berechnung des Deckungsbeitrags wird ersichtlich, inwieweit ein Geschäftsfeld zur Deckung der Fixkosten beiträgt.

Die Berechnung des Break Even Points bezieht die variablen Kosten mit in die Betrachtung eines Geschäftsfeldes ein. Die Berechnung der Gewinnschwelle schließt also an die Ermittlung des Deckungsbeitrages an.

Voraussetzungen zur Ermittlung der Gewinnschwelle

Der oben erwähnte Deckungsbeitrag ist eine der Kennzahlen, die für die Ermittlung des Break Even Points bekannt sein muss.

Des Weiteren müssen die fixen Kosten (also unveränderliche Kosten wie Miete, Löhne, Lizenzgebühren, Versicherungsbeiträge etc.) einkalkuliert werden. Bei der Untersuchung eines einzelnen Geschäftsfeldes müssen diese Kosten auf den Anteil des Geschäftsfeldes am Gesamtunternehmen heruntergebrochen werden.

Auch die variablen Kosten wie Materialverbrauch, Fremdleistungen etc. sind zur Ermittlung des Break Even Points nötig.

Break Even Point berechnen

Die allgemeine Formel zur Berechnung des Break Even Points ist auf den ersten Blick sehr simpel.

Sie ergibt sich aus der einfachen Tatsache, dass der Break Even Point erreicht ist, wenn Kosten und Erlöse sich komplett aufheben.

Wie oben erwähnt, ist der Break Even Point also ein Nullpunkt, nämlich der Punkt, in dem der Gewinn (genau wie der Verlust) gleich Null ist.

Also ergibt sich für den Break Even Point, kurz auch BEP genannt:

BEP = Erlös – Kosten = 0

Diese kleine und einfache Formel hat, wie zu erwarten, aber einige Besonderheiten, die beachtet werden müssen.

Grafische Darstellung der Gewinnschwelle

Wie oben erwähnt, kann sich die komplette Berechnung des Break Even Points, gerade bei komplexeren Geschäftsfeldern, zu einem größeren Zahlenwerk entwickeln.

Da ein solches Zahlenwerk in der Betrachtung etwas kompliziert ist und sich auch nicht optimal in Präsentationen einbinden lässt, wird zur Darstellung der Gewinnschwelle der Break Even Point oftmals in einem Diagramm abgebildet.

Break Even Point: Aussagekraft

Der Break Even Point zeigt uns an, wann die Gewinnschwelle erreicht ist. Diese Information ist für Unternehmen ein wichtiges Steuerungsinstrument, um beispielsweise bei neuen Produkten zu ermitteln, wie viele Stück davon verkauft werden müssen, um wirtschaftlich zu arbeiten.

Auch bei vorhandenen Produkten kann abgelesen werden, inwieweit die Verkaufsmenge zurückgehen kann, zum Beispiel durch verminderte Nachfrage im Markt, bevor die Weiterführung eines Geschäftsbereiches unrentabel wird.

22. Juli 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rüdiger Dalchow. Über den Autor

Seit 1995 ist er selber aktiv an den Märkten tätig und hat dabei sowohl Hochs als auch Tiefs erlebt. Aus dieser Erfahrung heraus ist es sein Ziel, dem privaten Anleger oftmals zu kompliziert dargestellte Zusammenhänge an der Börse möglichst einfach, aber dennoch effektiv näherzubringen. Seit 2011 führt sein Blog www.aktienhandel-einsteiger.de mit interessanten Fachartikeln und Interviews durch das Aktiendickicht.