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Bruttoinlandsprodukt von Spanien: Entwicklung und Bedeutung

Das Bruttoinlandsprodukt (kurz auch BIP) gibt den Wert aller Endprodukte und Dienstleistungen innerhalb einer Nation an, die in einem bestimmten Jahr hergestellt wurden.

Die meisten Ökonomen verwenden das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf, da es für den Vergleich von Lebensbedingungen oder der Nutzung von Ressourcen zwischen 2 Ländern oder Nationen besser geeignet ist.

Mehr dazu: Bruttoinlandsprodukt pro Kopf – Ein Vergleich der Wirtschaftslage

Dabei wird das Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner der Nation oder des Landes berechnet.

Das Bruttoinlandsprodukt in Spanien

Laut dem internationalen Währungsfonds ist Spanien die zwölftgrößte Volkswirtschaft auf der ganzen Welt. Die Struktur der spanischen Wirtschaft besitzt eine typische Verteilung für Industrienationen.

68% der Wirtschaft wird durch Dienstleistungen erzielt, 20% durch verarbeitende Industrie, 9% durch Bauwirtschaft und 3% durch Landwirtschaft.

Der Tourismus, die Informations- und Kommunikationstechnik, das Bauwesen, der Maschinenbau, die metallverarbeitende Industrie sowie die Petrochemie und die Landwirtschaft sind die wichtigsten Wirtschaftszweige der spanischen Wirtschaft.

Das Bruttoinlandsprodukt in Spanien lag im Jahre 2012 bei 1.051,2 Mrd. €.

Mehr dazu: Das Bruttoinlandsprodukt von Deutschland und seine Entwicklung

Das Bruttoinlandsprodukt entstand im Jahre 2012 zu 71,3% durch Dienstleistungen, zu 16,9% durch Industrie und Energie, zu 9,1% durch Bauwirtschaft sowie zu 2,7% durch Land- und Fischwirtschaft.

Der geringe Beitrag von Land- und Fischwirtschaft zum BIP zeigt, dass Spanien eine typische Industrienation ist.

Das Bruttoinlandsprodukt wurde im Jahre 2012 zu mehr als die Hälfte für den Privatverbrauch genutzt, zu insgesamt 22% für Bestandsveränderungen, zu 21,3% für Bruttoanlageinvestitionen und zu 21,1% für den Staatsverbrauch.

Im Jahre 2011 ergab sich das Wirtschaftswachstum zu 8,2% aus Land-, Forst- und Fischwirtschaft, zu 2,7% aus dem Bergbau und der Herstellung, zu 1,7% aus dem Handel, der Gaststätten und der Hotels sowie zu 1,6% aus dem Transport, der Logistik und der Kommunikation.

Durch den Bau verringerte sich das Wirtschaftswachstum im Jahre 2011 jedoch in Spanien um 5,9%.

Insgesamt ergibt das ein Wirtschaftswachstum von 8,3% für das Jahr 2011, was im Vergleich zu den vorausgegangen Jahren sehr positiv ist. Das durchschnittliche Wirtschaftswachstum in Spanien liegt nämlich bei 7%.

Bruttoinlandsprodukt pro Kopf in Spanien

Die wirtschaftliche Lage in Spanien unterscheidet sich sehr stark in den verschiedenen Regionen. Die extrem industrialisierten Regionen wie Madrid, das Baskenland, Katalonien oder Navarra erreichten im Jahr 2009 ein BIP pro Kopf von 21% bis 38% über dem Schnitt der Europäischen Union.

Mehr dazu: Bruttoinlandsprodukt und Bruttonationaleinkommen: Richtwerte für die Wirtschaftlichkeit einer Volkswirtschaft

In den landwirtschaftlichen Regionen wie zum Beispiel Kastilien-la Mancha, Andalusien oder Extremadura lag der BIP pro Kopf nur bei 75% bis 79% des EU-Durchschnitts.

Das BIP pro Einwohner lag im Jahre 2012 in Spanien bei 22.771,5 €.

25. Juni 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.