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Das sind die Bundesländer mit dem höchsten Durchschnittseinkommen

In vielen Struturfaktoren unterscheiden sich die deutschen Bundesländer teilweise drastisch – Bevölkerungsdichte, Mietspiegel und Bildungsniveau sind nur einige dieser Größen. Auch das durchschnittliche Einkommen gehört dazu.

Abweichungen nach unten zeigen sich besonders in den östlichen Bundesländern. Das meiste Geld hat man monatlich im Süden Deutschlands zur Verfügung, dafür muss man aber auch mit höheren Ausgaben z.B. für Miete rechnen.

So hoch liegt das deutsche Durchschnittseinkommen

Bei 1.413 € netto lag das deutsche Durchschnittseinkommen im Jahr 2015, in sechs Bundesländern verdient man mehr als diesen Betrag. Erhoben hat die Daten das Institut der deutschen Wirtschaft (IW), basierend auf Daten zum Äquivalenzeinkommen der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder.

Im Äquivalenzeinkommen wird berücksichtigt, dass Alleinstehende pro Kopf mehr Geld benötigen als große Familien. Dort können die Kosten für Strom, Wasser, Versicherungen und vieles mehr geteilt werden.

Bundesländer: Höchstes Durchschnittseinkommen im Süden Deutschlands

BundeslandMonatliches Einkommen
1. Baden-Württemberg1.542 €
2. Bayern1.523 €
3. Hamburg1.521 €
4. Hessen1.495 €
5. Schleswig-Holstein1.469 €
6. Rheinland-Pfalz1.447 €
7. Niedersachsen1.399 €
8. Nordrhein-Westfalen1.388 €
9. Saarland1.388 €
10. Brandenburg1.324 €
11. Berlin1.298 €
12. Bremen1.296 €
13. Thüringen1.265 €
14. Sachsen-Anhalt1.237 €
15. Sachsen1.226 €
16. Mecklenburg-Vorpommern1.196 €

Große Unterschiede zwischen den neuen und den alten Bundesländern

Im Ranking zeigt sich, dass die neuen Bundesländer mit 6 bis 15% unter dem deutschen Durchschnittseinkommen liegen. 346 € trennen Baden-Württemberg im Süden und Mecklenburg-Vorpommern im Nordosten Deutschlands. Dadurch, dass das Preisniveau im Osten aber nach wie vor niedriger ist, als im Westen, fallen diese Unterschiede nicht so schwer ins Gewicht. Denn das Gehalt ist zwar geringer, die Kosten für Mieten und sonstige Lebenshaltungskosten sind aber auch günstiger, als im Süden.

Stadtstaaten, in denen viele Alleinstehende leben, benötigen für dasselbe Äquivalenzeinkommen ein höheres Einkommen pro Kopf, als ländliche Gegenden, in denen viele Familien leben. Hamburg kann somit zwar eine hohe Wirtschaftsleistung pro Kopf vorweisen (mit 53.091 € die höchste in Deutschland), beim Einkommen reicht es aber nicht zum ersten Platz.

Pendler beeinflussen die Statistik

Auch Pendler müssen mit Blick auf das Ranking berücksichtigt werden. So wird das Durchschnittseinkommen immer am Wohnort gemessen, obwohl es möglicherweise in einem anderen Bundesland erworben wird. Dass Brandenburg vom Durchschnittseinkommen her also vor Berlin liegt, obwohl die Wirtschaftskraft in der Hauptstadt (29.455 €) viel höher ist als im benachbarten Bundesland (23.179 €), ist den Pendlern zu verdanken, die täglich aus dem Umland in die Stadt kommen.

Das hohe Einkommen im Süden Deutschlands (Bayern und Baden-Württemberg) liegt an den vielen Unternehmen, die dort ihre Zentrale haben. Auch die Wirtschaftsleistung in diesen beiden Bundesländern liegt mit 36.019 € in Baden-Württemberg und 36.865 € in Bayern weit über dem gesamtdeutschen Durchschnitt von 32.281 €.

Der Unterschied zwischen dem Osten und den restlichen Bundesländern macht deutlich, dass es nach wie vor eine Schere zwischen den alten und den neuen Bundesländern gibt. Zwar gleicht die niedrigere Kaufkraft im Osten das wieder etwas aus, eine volle Angleichung der Gehälter ist aber auch mehr als 25 Jahre nach der Wiedervereinigung nicht in Sicht.

28. September 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.