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Der Deutsche Rentenindex (REX): Berechnung und Aussagekraft

In der heutigen Ausgabe erläutern wir Ihnen, was der Deutsche Rentenindex (REX) ist, wie er berechnet wird und welche wesentlichen Erkenntnisse Sie als Anleger aus ihm ziehen können.

Der Deutsche Rentenindex (REX) – was es damit auf sich hat

Der REX ist ein sogenannter Performance-Index, der seit 1991 täglich von der Deutschen Börse veröffentlicht wird und die Wertentwicklung deutscher Staatsanleihen misst.

Diese Wertänderung setzt sich aus der Couponzahlung sowie der Kursänderung der Anleihen zusammen, die nach ihrem jeweiligen Marktanteil gewichtet sind.

Berechnet wird der REX aus 30 Anleihen mit ganzjährigen Laufzeiten von einem Jahr bis 10 Jahren. Zudem bestehen hierbei 3 Kupontypen.

Der REX spiegelt den Markt der Staatspapiere am deutschen Rentenmarkt wider.

Mehr dazu: Was der Deutsche Rentenindex (REX) ist

Dabei werden alle Anleihen, Obligationen und Schatzanweisungen der Bundesrepublik Deutschland, des Fonds deutscher Einheit und der Treuhandanstalt mit fester Verzinsung berücksichtigt.


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Renditen des REX

Die langfristige Performance des REX weist seit Anfang 1992 eine jährliche Durchschnittverzinsung von rund 5,3% auf.

Der Deutsche Aktienindex DAX hat im selben Zeitraum zirka 5,9% per annum zugelegt. In der Tat zeigen auch längere Zeitreihen, dass die Mehrrendite von Aktien gegenüber Anleihen nicht so hoch ist wie oft vermutet.

Die Rendite des REX-Performance-Index hängt vom Zinssatz auf deutsche Staatanleihen und deren Veränderung ab.

D. h. ein fallender Zinssatz führt zu einem Anstieg des REX und umgekehrt. Ohne eine Zinsänderung steigt der REX lediglich um den Marktzinssatz.

Die Korrelationen des REX

Der REX-Performance-Index weist eine deutlich negative Korrelation zu allen Aktienmärkten auf; zum DAX beispielsweise einen negativen Wert von -0,65.

Eine negative Korrelation sagt aus, dass sich die Bewegungen von Aktien und Anleihenrenditen eher gegenläufig zueinander verhalten.

Dies bedeutet, dass man durch eine Mischung von Aktien und Anleihen die Schwankungen von Depots erheblich reduzieren kann.

Für Agrarrohstoffe und Edelmetalle besteht keine nennenswerte Korrelation zum Anleihenindex REX. Zum Rohöl hat er allerdings eine erkennbar negative Korrelation von -0,37.

D. h. der Rohölpreis neigt merklich dazu, entgegen Anleihenrenditen zu laufen. Für Industriemetalle ergibt sich ebenfalls eine negative Korrelation von -0,31.

Die wesentliche Erkenntnis für Kapitalanleger

Der REX-Performance-Index ist aufgrund seiner tendenziell gegenläufigen Entwicklung der Renditen zu Aktien, Rohöl und Industriemetallen eine hervorragende Komponente zur Risikominderung von Wertpapierdepots.

Die Erklärung für diese negative Korrelation liegt im Wechsel der Risikoneigung der Investoren.

Nehmen die Aussichten für wirtschaftliche Tätigkeit ab, wird aus risikobehafteten Wertpapieren wie Aktien, Risikoanleihen, Rohstoffen und Erdöl in Anleihen umgeschichtet.

Dadurch gibt es zeitweise zumindest eine gegenläufige Wertentwicklung zwischen diesen Vermögensklassen.

Die klassische Vermögensanlage macht von dieser Eigenschaft Gebrauch, um Wertpapierdepots weniger schwankungsanfällig zu machen.

19. Dezember 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.