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Die 5 wichtigsten Importprodukte Deutschlands

Die deutsche Wirtschaft hat Probleme: schwache Wachstumsprognosen offenbaren die geringe Binnennachfrage und fehlende Investitionsbereitschaft. Schwarzmalerei ist jedoch noch nicht angebracht: insbesondere im europäischen Vergleich steht Deutschland immer noch gut da.

Ein Bick auf die Top 5 Importprodukte Deutschlands enthüllt aber eine ganz andere Schwäche des Außenhandels: die hohen Importe von Erdöl und Erdgas zeigen die starke Abhängigkeit Deutschlands von Russland und anderen Erdöl- und Erdgasfördernden Staaten.

Platz 5: raffiniertes Öl (2,8%)

Erdölerzeugnisse gehören zu den Topimporten Deutschland. Kraftstoffe, Heizöl oder Kerosin gehören in diese Kategorie und belegen den 5. Platz unter den wichtigsten deutschen Importprodukten.

Platz 4: Fahrzeugteile (3,0%)

Deutschland ist ein Autoland. Nicht nur deutsche Automarken können hier punkten, auch ausländische Fahrzeuge sind beliebt. Zudem lassen immer mehr deutsche Automobilhersteller im Ausland produzieren.

Platz 3: Autos (3,8%)

Deutschland als Topexporteur von Autos importiert auch eine Vielzahl an Fahrzeugen. Der Automarkt ist breit aufgestellt, ausländische Premiummarken wie Jaguar oder Ferrari sind in Deutschland gefragt. Aber vor allem auch Kleinwagen und Mittelklassewagen aus den USA, Frankreich oder Japan finden in Deutschland viele Abnehmer.

Platz 2: Erdgas (5,2%)

Erdgas leistet einen wesentlichen Beitrag zur Energieversorgung Deutschlands. Ohne Erdgasimporte könnte die Aufrechterhaltung der Energieversorgung nicht garantiert werden.

Diese starke Abhängigkeit lässt sich jedoch bisweilen nicht ändern. Erdgas gilt zudem als idealer Partner der Erneuerbaren Energie im Energiemix Deutschlands: Erdgas ist sicher, flexibel einsetzbar und in ausreichender Menge vorhanden. Im Zusammenspiel mit den Erneuerbaren Energien soll Erdgas weiterhin eine wichtige Rolle bei der Energiewende spielen.

Platz 1: Rohöl (5,6%)

Die Abhängigkeit von Öl ist ziemlich offensichtlich. Deutschland besitzt keine nennenswerten Gas- und Ölvorkommen, die reibungslose Energieversorgung ist jedoch an diese Rohstoffe gebunden. Rohöl wird also auch weiterhin eines der wichtigsten Importgüter Deutschlands bleiben.

Abhängigkeit von Topimporten

Die deutsche Energieversorgung ist ohne die zwei Topimporte nicht zu gewährleisten. Diese Abhängigkeit wird insbesondere in Krisenzeiten der Exportländer offenbar. Ein Zulieferstopp aus Russland würde nicht nur die deutsche, sondern die ganze europäische Energieversorgung in arge Bedrängnis führen.

Auch Versorgerländer wie Norwegen oder Großbritannien könnten ihre Produktion im Notfall nicht soweit steigern, dass sie Europa flächendeckend mit Energie versorgen könnten. Somit zählen Gas und Öl auch weiterhin zu den wichtigsten Importprodukten Deutschlands.

22. September 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sonja Hüsken. Über den Autor

Schon vor ihrem Studium der Volkswirtschaftslehre beschäftigte sich Sonja Hüsken intensiv mit dem Zusammenspiel von Politik und Wirtschaft und der Frage nach der richtigen Vorsorge. Immer im Fokus: Der Mehrwert der Information für den Leser.