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Immobilien-Investments: Welche Form zu welchem Anleger passt

Das Anlage-Spektrum im Immobilienbereich ist groß und bietet verschiedene Chancen- und Risiko-Profile. Im Folgenden stelle ich Ihnen drei Alternativen vor, mit denen Sie in Immobilien investieren können.

Immobilienaktien: Hohe Kurs-Chance – aber auch größerer Aufwand

Einzelaktien von Immobilien-Gesellschaften gehören zu den spekulativsten und renditestärksten Anlagemöglichkeiten zugleich. Große Schwankungen können die Kurse von Immobilien-Aktien in kurzer Zeit in die Höhe klettern oder in den Keller stürzen lassen.

Die hohen Schwankungen von Immobilienaktien können kurzfristig orientierte Anleger ausnutzen um Trading-Gewinne zu erzielen – langfristig orientierte Investoren müssen  das aushalten können.

Als Faustregel gilt: Ist die Börsenstimmung gut, sind erhebliche Aufschläge auf den Substanzwert (Immobilienvermögen abzüglich Schulden) möglich. Ist dagegen das Börsenklima schlecht, kann die Aktie unter Wert gehandelt werden. Der Substanzwert des Unternehmens bleibt jedoch von kurzfristigen Markturbulenzen meist unberührt.

Da Immobilienaktien schwankungsstärker sind, sollten Sie als Käufer auf Faktoren wie etwa das Marktumfeld und die Branchenstimmung achten. Wenn Sie den Eindruck haben, dass die Stimmung am Immobilien- oder Aktienmarkt kippt, können Sie die Aktie über die Börse verkaufen.

Mehr zum Thema: Immobilienaktien von Unternehmenserfolg abhängig

Als Entschädigung für den Mehraufwand bekommen Sie mit Immobilienaktien ein ganzes Paket an Vorteilen. Inflationsschutz, vergleichsweise hohe jährliche Ausschüttungen (speziell bei REITs – dazu später mehr) und Chancen auf hohe Kurssteigerungen sind dabei nur einige davon. Langfrist-Investoren können hohe Gewinne erzielen, gehen aber auch ein relativ hohes Risiko ein.

Vor- und Nachteile von Immobilienaktien

Vorteile:

  • gezielte Investitionen (Stock-Picking)
  • häufig attraktive Dividenden
  • hohes Kurspotenzial
  • geringe Anlagesummen erforderlich
  • tägliche Wertkontrolle über die Börse (Entwicklung des Aktienkurses)
  • gute unterjährige Informationslage (Quartalsberichte)
  • geringe Einstiegskosten
  • keine laufenden Kosten

Nachteile:

  • hohe Schwankungen

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  • zum Teil geringe Risikostreuung
  • Börsenkenntnisse erforderlich
  • Immobilienkenntnisse erforderlich

Aktienfonds und Zertifikate mit Schwerpunkt Immobilien

Wenn Sie bei Immobilien-Investitionen das Risiko einer Einzelinvestition vermeiden wollen, sind Aktienfonds oder Zertifikate mit Schwerpunkt Immobilien eine mögliche Alternative. Das kann unter Umständen zwar mit höheren Einstiegskosten verbunden sein – aber dafür überlassen Sie die Aktienauswahl den Immobilien-Profis.

Fondsmanager und Analysten durchforsten den Markt nach den aussichtsreichsten Immobilienaktien. Dadurch entsteht ein Mix aus vielen verschiedenen Aktien, der das Einzelrisiko erheblich senkt. Gleichzeitig müssen Sie nicht auf lukrative Kurs-Chancen verzichten und sparen sich eine Menge Zeitaufwand.

Mehr zum Thema: Wie Sie am Besten in Immobilien investieren

Von der Kostenstruktur her unterscheiden sich Zertifikate und Fonds nur geringfügig. Für die beiden Investments werden eine Einstiegsgebühr und eine jährliche Managementgebühr fällig.

Vor- und Nachteile von Aktienfonds und Zertifikaten mit Schwerpunkt Immobilien

Vorteile:

  • breite Risikostreuung
  • hohe Rendite-Chancen (wenn auch kleiner im Vergleich zur Einzelaktien-Auswahl)
  • tägliche Handelbarkeit
  • geringes Einstiegskapital
  • Sparplanfähigkeit

Nachteile:

  • Wertentwicklung in Abhängigkeit von der Börsenstimmung
  • stärkere Schwankungen als bei direkten Immobilien-Investments
  • teilweise hohe Einstiegskosten (Ausgabe-Aufschlag)
  • Emittenten-Risiko bei Zertifikaten

Spezial-Investment REITs: 90% der Gewinne gehen an die Anteilseigner

REIT ist die Abkürzung für Real Estate Investment Trust (deutsch: Immobilien-Aktiengesellschaft mit börsennotierten Anteilen). REITs sind Unternehmen, die in Immobilien investieren oder sich ausschließlich um die Immobilienfinanzierung kümmern.

Häufig sind REITs auf spezielle Investitionen wie Gewerbeparks, Büroimmobilien oder Einkaufszentren spezialisiert.

Um die Bezeichnung REIT in Deutschland führen zu dürfen, muss sich die Gesellschaft (unter anderem) verpflichten, mindestens 90% der Gewinne an die Anteilseigner abzuführen. Im Gegenzug erlangt der REIT Steuerfreiheit. Darin unterscheidet sich ein REIT von einer „normalen“ Immobilienaktie.

In Deutschland gibt es im internationalen Vergleich nur wenige REITs. Grund für die geringe Anzahl sind strikte Zulassungsbeschränkungen. Der Nutzen solcher REITs für Wirtschaft und Immobilienmarkt wird von Politikern durchaus kritisch gesehen.

Für Immobilien-Investoren, die viel Wert auf hohe Dividenden legen, ist ein REIT jedoch die passende Anlageklasse. Die jährlichen Ausschüttungen liegen häufig über der 5%-Marke. Hohe Ausschüttungen glätten die Kursschwankungen. REITs können Sie wie Einzelaktien aus dem Immobilienbereich börsentäglich handeln. Zusätzlich werden Sie direkt am Unternehmenserfolg beteiligt.

Vor- und Nachteile von REITs

Vorteile:

  • durch steuerliche Sonderregelungen extrem hohe Ausschüttungen
  • tägliche Handelbarkeit
  • geringe Anlagesummen
  • tägliche Wertkontrolle (Entwicklung des REIT-Kurses)
  • geringe Einstiegskosten (Ordergebühr wie bei „normalen“ Aktien)
  • hohe Ausschüttungen als Ausgleich für Kursschwankungen

Nachteile:

  • geringes REIT-Angebot
  • oft hohe Kursschwankungen
  • zum Teil geringe Risikostreuung
  • keine Wohnimmobilien in REIT-Form in Deutschland erhältlich

3. Juli 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.