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Industrielle Revolution: Definition einer bedeutenden Umbruchphase

Nicht nur für Historiker und Ökonomen ist die Industrielle Revolution ein spannendes Thema. Schließlich wurden in dieser Zeit viele Grundlagen für eine Gesellschaft, wie wir sie heute kennen, mit Technologie, Wissenschaft und Produktivität geschaffen.

Ohne die Erfindungen der Industriellen Revolution wie beispielsweise des mechanischen Webstuhls, wäre die Produktion von Kleidungsstücken wie sie heute in Massen passiert, gar nicht möglich.

Von England ausgehend führte diese Bewegung im Laufe des 19. Jahrhunderts zunächst in Westeuropa, dann in den USA, und zum Ende des 19. Jahrhunderts auch in anderen Teilen Europas und in Japan zum Übergang von der Agrargesellschaft zur Industriegesellschaft.

Bedeutung der Industriellen Revolution

Die Industrielle Revolution ist ein Prozess, der mehrere Jahrzehnte gedauert hat und tiefgreifende und langfristige Veränderungen in vielen Teilen der Welt verursacht hat. Die Bedeutungen sind sowohl sozial als auch ökonomisch.

Durch die Erfindung der Dampfmaschine und Verfahren zur Eisen- und Stahlgewinnung konnten immer mehr Güter exportiert werden.  Auch der Ausbau von Verkehrswegen und die Entwicklung von Eisenbahnnetzen hat entscheidend zur Industriellen Revolution beigetragen.

Diese drei sind die wichtigsten Prozesse der Industriellen Revolution:

  1. Mechanisierung von Handarbeit durch Maschinen
  2. Mechanische Energieerzeugung und -umwandlung insbesondere durch die Dampfmaschine
  3. Massenhafte Verwendung mineralischer Grundstoffe wie Kohle und Eisen

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Der Lebensstandard der Menschen hat sich durch die industrielle Revolution nicht direkt verbessert. In den frühen Phasen der Industriellen Revolution zu Beginn des 19. Jahrhunderts wuchs zunächst die Schere zwischen Arm und Reich.

Besitzlose Arbeiter und lohnabhängige Proletarier standen den kapitalistischen Fabrikanten und Unternehmern gegenüber.

Dies führte zu vielen Problemen, unter anderem einer Ausbeutung der Arbeitskraft. So waren Kinderarbeit, sehr lange Arbeitszeiten und keine Absicherungen bei Arbeitsunfällen an der Tagesordnung. Auf sozialer Ebene regierten beim Proletariat Entwurzelung, Krankheit und Not.

Industrielle Revolution: Definition

Erst politische Gegenbewegungen durch Gewerkschaften oder Arbeiterparteien, sorgten ab 1890 für gerechte Bedingungen. Solche prägen unsere Gesellschaft auch heute noch erfolgreich.

Durch den Ausgleich sozialer Ungleichheiten konnten breite Bevölkerungsschichten einen relativen Wohlstand erarbeiten und auch die proletarischen Schichten gewannen zunehmend an Lebensqualität.

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Die Industrielle Revolution ist wie schon der Übergang vom Nomadentum zur Sesshaftigkeit von großer Bedeutung und hat entscheidende Veränderungen in der Gesellschaft geschaffen.

Der Begriff Industrielle Revolution hat mehrere Definitionen. So steht der Name einerseits für die Epoche, in der die Großindustrie entstand, und andererseits für einen noch nicht abgeschlossenen und fortlaufenden Prozess des Gesellschaftswandels.

Kapitalismus ist ein Begriff, der durch die Industrielle Revolution geprägt wurde. Mit ihm sind grundlegende Veränderungen im wirtschaftlichen Bereich gemeint, denn erst durch Kapital und Investitionen sind Entwicklungen in Technik, Wissenschaft und Produktion damals wie heute möglich.

1. Oktober 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.