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Kfz-Steuerklassen im Überblick

Einmal im Jahr ist es soweit: Die Steuer für das eigene Auto wird fällig. In welcher Steuerklasse das Kfz eingeteilt ist, richtet sich dabei vor allem nach dem Schadstoffausstoß.

Neben der Kraftstoffart und der Leistung des Fahrzeugs ist dabei auch das Datum der Erstzulassung wichtig. Fahrzeuge, die vor Juli 2009 zugelassen wurden, fallen in andere Kategorien als ihre neueren Gegenstücke. Im Zweifel können so auch wenige Tage große Unterschiede im zweistelligen Eurobereich nach sich ziehen.

Kfz-Steuerklassen: Diesel mit deutlichen Aufschlägen

Da die Energiesteuer auf Dieselkraftstoff deutlich höher ausfällt als auf Ottokraftstoff, werden Diesel mit deutlichen Aufschlägen bei der Kfz-Steuer bedacht.

Da sich der Grundbetrag sowohl bei Otto- als auch bei Wankel- oder Dieselmotoren nach dem Hubraum des Fahrzeuges richtet, die Größe des Autos jedoch nicht mit einbezieht, sind vor allem Fahrer von leistungsstarken Dieselkleinwagen mit großem Hubraum im Nachteil, die oftmals ähnliche Steuern zahlen müssen wie Besitzer von Mittelklassefahrzeugen.

Kfz-Steuerklassen in der Tabelle

Einen Überblick über die einzelnen Kfz-Steuerklassen finden Sie in der folgenden Tabelle.

KFZ-STEUERKLASSEN IM ÜBERBLICK
MOTORERSTZULASSUNGEMISSIONSGRUPPESTEUERSATZ JE ANGEFANGENE 100cm3 IN EUROZZGL. 2€ CO2-ZUSCHLAG JE g/km
DIESELvor 10.07.2009
Euro 216,05 €
Euro 127,35 €
Euro 0 (ehemals ohne Ozonfahrverbot)33,29 €
Euro 0 (übrige Fahrzeuge)37,58 €
DIESELab 01.07.2009Euro 1-69,50 €
über CO2-Wert von 110g (EZ 2012-2013)
über CO2-Wert von 95g (EZ ab 2014)
OTTO/WANKELvor 01.07.2009
Euro 27,36 €
Euro 115,13 €
Euro 0 (ehemals ohne Ozonfahrverbot)21,07 €
Euro 0 (übrige Fahrzeuge)25,36 €
ab 01.07.2009Euro 1-62,00 €
über CO2-Wert von 110g (EZ 2012-2013)
über CO2-Wert von 95g (EZ ab 2014)

Bis zur Umstellung der Kraftfahrzeugsteuer im Juli 2009 war der Grundbetrag auf Basis der von der Feinstaubplakette bekannten Schadstoffeinteilung von „Euro-0“ bis „Euro 3 und höher“ gestaffelt.

Während beispielsweise für schadstoffarme Fahrzeuge der höheren Klassen mit Erstzulassung vor Juli 2009 ein Betrag von 6,75 € (Otto) bzw. 15,44 € (Diesel) je angefangene 100 cm³ Hubraum anfällt, erhöht sich der Betrag für Fahrzeuge aus „Euro 0“ auf 37,58 €.

Neuregelung seit 2009

Seit 2009 ist der Grundbetrag für neue Fahrzeuge hingegen fest. Diese zahlen jetzt unabhängig von der Einteilung in die einzelnen Schadstoffklassen den Pauschalbetrag von 2,00 € für Ottomotoren bzw. 9,50 € für Diesel.

Hinzu kommt nun jedoch ein Zusatzbetrag, der sich nach dem Ausstoß von CO2 richtet. Welche Grenze für den Ausstoß steuerfrei bleibt, richtet sich erneut nach der Erstzulassung.

Für Fahrzeuge mit Erstzulassung von Juli 2009 bis Dezember 2011 liegt diese Grenze bei 120g/km, für Fahrzeuge aus 2012 und 2013 bei 110g/km. Fahrzeuge, die ab Januar 2014 zugelassen werden, müssen den CO2-Ausstoß ab 95g/km besteuern.

Und dies kann sehr schnell teuer werden. Jedes Gramm über den jeweiligen Grenzen wird mit 2 € besteuert. Der CO2-Ausstoß für das jeweilige Fahrzeug wird dabei vom Hersteller übermittelt und beim Kauf angegeben.

Sonderregelung für Elektrofahrzeuge

Eine Sonderstellung besitzen übrigens Kraftfahrzeuge mit Elektromotoren. Diese sind bei einer Erstzulassung bis 2015 zunächst für 10 Jahre von der Steuer befreit. In der Folge richtet sich die Einteilung in die Kfz-Steuerklassen nach dem Gewicht der Fahrzeuge.

Diese Grundbeträge werden je angefangene 200 Kilogramm des zulässigen Gesamtgewichts fällig. Bis zu einem Gesamtgewicht von 2.000 kg beträgt dieser Betrag 11,25 €, bis 3.000 kg 12,02 € sowie bis 3.500 kg 12,78 €.

Die derzeitige Regelung der Kfz-Steuerklassen wird sich in den kommenden Jahren wohl nicht ändern. Dies bedeutet für den Kunden: Mit den Daten der Hersteller beim Autokauf und den Steuerklassen der obenstehenden Tabelle kann die anfallende Steuer genau berechnet werden.

8. Oktober 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.