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Kommanditgesellschaft (KG): Die Vorteile

Eine Kommanditgesellschaft (KG) ist eine Personengesellschaft.

Sie besteht in der Regel aus zwei oder mehr juristischen oder natürlichen Personen, die gemeinsam ein Handelsgewerbe betreiben wollen.

In diesem Zusammenhang bietet eine KG viele Vorteile.

Gründung und Haftung

Zunächst ist die Gründung einer KG sehr einfach und verläuft schnell. So reicht der Abschluss eines Gesellschaftsvertrags zwischen den einzelnen Gesellschaftern – Komplementär und Kommanditisten – bereits aus, damit die KG rechtsfähig ist.

Die Eintragung ins deutsche Handelsregister kann somit erst später erfolgen.

Auch bezüglich der Haftung ergeben sich Vorteile.

Mehr zum Thema: Die Definition der KG

Es wird innerhalb einer KG ein Komplementär benötigt, der die Haftung für alle Geschäfte der KG übernimmt. Anstelle eines Menschen kann allerdings auch eine Kapitalgesellschaft als Komplementär agieren.

Die erforderliche Haftungssumme der Kapitalgesellschaft ist dabei sehr gering und kann sogar nur 1 € betragen. Daher ist die GmbH & Co. KG sehr beliebt.

In diesem Zusammenhang werden Vorteile der Haftungsbeschränkung und Vorteilen der Personengesellschaft genutzt.

Für den Komplementär gehen mit der Haftungsübernahme jedoch auch Entscheidungs- und Handlungsfreiheit einher.

Zwar kann er Geschäftspartner in seine Entscheidungen einbeziehen und sie auch an der KG beteiligen, aber er selbst entscheidet schlussendlich.

Dies ist insbesondere daher von Vorteil, da durch die Aufnahme weiterer Gesellschafter bzw. Kommanditisten neues Kapital beschafft werden kann, dies aber zu keiner Beteiligung an der Geschäftsführung verpflichtet.

Im Gegensatz zum Komplementär müssen die anderen Gesellschafter nur bis zu der Höhe ihrer Vermögenseinlage haften.

Somit ist eine private Haftung für sie ausgeschlossen, was diese Form der Beteiligung ebenso lukrativ macht.

Außerdem kann es sich für Komplementäre auch als positiv erweisen, nicht zur Mitarbeit verpflichtet zu sein, aber dennoch von der Beteiligung zu profitieren.

Kommanditgesellschaft: Vorteile in Punkto Steuern  

In Bezug auf Steuerabgaben ist die KG den Einzelunternehmen ähnlich. So gilt der Gewerbesteuerfreibetrag von 24.500 €.

Außerdem erfolgt eine Versteuerung der Gewinne als „Einkünfte aus Gewerbebetrieb“ nach dem jeweiligen persönlichen Einkommenssteuersatz – wie bei Einzelunternehmen.

Mehr zum Thema: Kommanditgesellschaft als Gründung eines flexiblen Unternehmens

Reparaturen, die in Zukunft vorgenommen werden sollen und als Betriebsausgaben gelten, mindern die Grunderwerbsteuer.

Eine Einlage privater Immobilien in das Vermögen des Betriebs hat zur Folge, dass die Grunderwerbsteuer ganz entfällt.

Umgekehrt sind Privatentnahmen, also Kapitalentnahmen ohne schriftliche Festlegung vorher, möglich. Sie gelten nicht als verdeckte Gewinnausschüttung.

In diesem Punkt gleichen die Regelungen der KG wieder einmal denen der Einzelunternehmen.

Insgesamt ist keine notarielle Beurkundung nötig, wenn der Vertrag geändert, gewechselt oder einzelne Gesellschafter hinzugefügt werden.

Somit gilt das einfache Gesellschaftsrecht. Die Durchführung von Änderungen in Bezug auf Vertrag und Kommanditisten erweist sich somit als unkompliziert.

30. April 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.