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Mit der Deckungsbeitrag-Formel die Wirtschaftlichkeit berechnen

Die Deckungsbeitrag-Formel ist ein Instrument, um die Wirtschaftlichkeit von Produkten oder Produktgruppen zu berechnen und gegenüberzustellen.

Jedes Unternehmen hat variable und fixe Kosten. Die Fixkosten (wie Mieten, Lizenzgebühren etc.) sind nicht veränderbar – darum heißen sie ja Fixkosten – und somit unabhängig davon, welches Produkt in welcher Menge hergestellt wird.

Die variablen Kosten sind dagegen abhängig von produktbezogenen Faktoren wie Materialeinsatz, Produktionszeit (und den damit verbundenen Maschinen und Lohnkosten) und anderen Einflussgrößen.

Deckungsbeitrag zeigt, wann Gewinn gemacht wird

Wenn sich der Deckungsbeitrag, wie in obiger Formel dargestellt, aus dem Verkaufserlös minus den variablen Kosten ergibt, stellt dieser also den Anteil dar, der zur Deckung der Fixkosten eingesetzt wird. Daher auch der Name Deckungsbeitrag. Die allgemeine Formel für den Deckungsbeitrag lautet:

Formel  

Den Deckungsbeitrag berechnen

?
Die Deckungsbeitrag-Formel ist ein Instrument, um die Wirtschaftlichkeit von Produkten oder Produktgruppen zu berechnen und gegenüberzustellen. Er stellt den Anteil dar, der zur Deckung der Fixkosten eingesetzt wird. Daher auch der Name Deckungsbeitrag.
$$\bo\text"Deckungsbeitrag"=\text"Verkaufserlös " -\text"variable Kosten"$$
Ergebnis berechnen

Erreicht der Deckungsbeitrag die Höhe der Fixkosten, ist der sogenannte Break-Even-Point erreicht, hier heben Kosten und Erlöse sich auf. Überschreitet der Deckungsbeitrag die Fixkosten, wird Gewinn erzielt. Deckungsbeitragsrechnung leicht gemacht mit Beispielrechnung.

Stückdeckungsbeitrag und Gesamtdeckungsbeitrag

Die Berechnung mittels der Deckungsbeitrag-Formel wird in 3 Betrachtungen aufgeteilt. Zunächst wird der Stückdeckungsbeitrag ermittellt. Dieser ergibt sich analog zu obiger Formel.

Um nun aber den Deckungsbeitrag für ein Produkt, bezogen auf das Betriebsergebnis, zu ermitteln, bringt die Betrachtung des Stückdeckungsbeitrags nicht allzu viel. Denn eine entscheidende Größe fehlt: die Anzahl produzierter und verkaufter Stücke in der zu betrachtenden Zeiteinheit.

Formel  

Deckungsbeitrag-Formel je Stück

$$\bo\text"Deckungsbeitrag"↙\text"(je Stück)"=\text"Stückpreis " -\text"variable Kosten je Stück"$$
Ergebnis berechnen

In einigen theoretischen Ausführungen wird leider nur die Anzahl produzierter Stücke erwähnt. Wer jedoch etwas praxisbezogen denkt, dem ist schnell klar, dass es nichts bringt, eine hohe Produktionszahl zu erreichen, wenn diese dann nicht abgesetzt werden kann.

Der Gesamtdeckungsbeitrag (auch erzeunisbezogener Deckungsbeitrag genannt) setzt sich also wie folgt zusammen:

Formel  

Den Gesamtdeckungsbeitrag berechnen (Methode A)

?
Der Gesamtdeckungsbeitrag wird auch erzeunisbezogener Deckungsbeitrag genannt. Es gibt zwei verschiedene Methoden um den Gesamtdeckungsbeitrag zu berechen. Beide Methoden führen zum selben Ergebnis.
$$\bo\text"Gesamtdeckungsbeitrag"=\text"Gesamtverkaufserlös " -\text"variable Gesamtkosten"$$
Ergebnis berechnen

Eine weitere Variante zu Berechnung des Gesamtdeckungsbeitrags ist:

Formel  

Den Gesamtdeckungsbeitrag berechnen (Methode B)

?
Der Gesamtdeckungsbeitrag wird auch erzeunisbezogener Deckungsbeitrag genannt. Es gibt zwei verschiedene Methoden um den Gesamtdeckungsbeitrag zu berechen. Beide Methoden führen zum selben Ergebnis.
$$\bo\text"Gesamtdeckungsbeitrag"=\text"Deckungsbeitrag "↙\text"(je Stück)" *\text"Absatzmenge"$$
Ergebnis berechnen

Beide Varianten führen zum selben Ergebnis.

Sonderfall: Relativer Deckungsbeitrag

Der Stückdeckungsbeitrag und der Gesamtdeckungsbeitrag liefern sehr schnell und einfach einen Überblick über die Wirtschaftlichkeit eines Produktes. Der relative Deckungsbeitrag ist ein Sonderfall, da hier der sogenannte Engpassfaktor mit in die Berechnung einbezogen wird.

Deckungsbeitrag-Formel: Nutzen

Mit der Formel für den Deckungsbeitrag lässt sich also berechnen, ob und inwieweit ein Produkt wirtschaftlich hergestellt und vertrieben werden kann. Es wird ersichtlich, ob und wann nur ein Teil der Fixkosten gedeckt wird, wann der Break-Even erreicht wird und wann und in welcher Höhe Gewinn erwirtschaftet wird.

Auch bei der Einführung von neuen Produkten ist diese Rechnung mehr als hilfreich. Wenn das Unternehmen weiß, welcher Deckungsbeitrag mit einem Produkt erzielt werden muss und wie die Kosten sind, kann so sehr einfach der Mindestpreis für ein Produkt berechnet werden.

11. Juni 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rüdiger Dalchow. Über den Autor

Seit 1995 ist er selber aktiv an den Märkten tätig und hat dabei sowohl Hochs als auch Tiefs erlebt. Aus dieser Erfahrung heraus ist es sein Ziel, dem privaten Anleger oftmals zu kompliziert dargestellte Zusammenhänge an der Börse möglichst einfach, aber dennoch effektiv näherzubringen. Seit 2011 führt sein Blog www.aktienhandel-einsteiger.de mit interessanten Fachartikeln und Interviews durch das Aktiendickicht.