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Nachkauf zum Verbilligen nur unter bestimmten Voraussetzungen

Derzeit schwächelt die Börse.

Das Ganze geschieht zwar auf hohem Kursniveau, aber der DAX 30 Index notiert doch 1.000 bis 1.500 Punkte unter seinem Allzeithoch.

Aktien und Call-Optionen können Sie zum Schnäppchenpreis kaufen bzw. nachkaufen. Und gleich vorweg: Ich rate Ihnen vom Nachkauf zum Verbilligen grundsätzlich ab!

Nachkauf zum Verbilligen

Durch einen Nachkauf im Depot vorhandener Aktien oder Call-Optionen lässt sich unter Umständen der durchschnittliche Kaufpreis deutlich senken.

Z. B.: 1. Kauf einer Call-Optionen zu 3,00 €, Nachkauf zu 1,50 €.

Das ergibt einen durchschnittlichen Kaufpreis von 2,25 € (3,00 € + 1,50 € = 4,50 € geteilt durch 2 Positionen = 2,25 € im Durchschnitt).

Je günstiger der (durchschnittliche) Einstandpreis ist, desto eher läuft Ihre Gesamtposition in den Gewinn.

Das kann durchaus zum Erfolg führen. So liegt der Kauf aus der obigen Rechnung schon bei 2,30 € im Gewinn.

Ich empfehle Ihnen aber trotzdem, so nicht vorzugehen, wenn es nicht von Anfang an so vorgesehen war.

Nachkauf zum Verbilligen nicht, wenn es nicht direkt eingeplant war

Beim Nachkaufen unterscheide ich 2 Vorgehensweisen:


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  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

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1. Der nicht geplante Nachkauf zum Verbilligen

Sie sind investiert, und wenn die Rechnung aufgeht, erzielen Sie einen hohen Gewinn. Kaufen Sie nicht nach, nur um zu verbilligen!

Der Nachkauf bietet Ihnen zwar die Chance auf schnellere Gewinn-Realisierung. Es gibt aber immer wieder deutliche Abwärts-Korrekturen, die auch zum Crash ausarten können.

Da birgt die Strategie „Nachkaufen zum Verbilligen“ das Risiko, in einige wenige Werte so hoch investiert zu sein, dass es das Aus für Ihre Börsen-Karriere bedeuten kann, wenn sich keine schnelle Kurs-Erholung zeigt.

Ich empfehle Ihnen, mit einem Plan an jeden Kauf zu gehen. Dazu gehört das Money-Management. Dabei sollten Sie vor einem Kauf festlegen, wieviel Geld Sie in einen einzelnen Trade investieren wollen.

Danach gibt es keinen Grund, von dieser Regel des Money-Managements abzuweichen. Deshalb rate ich vom Nachkauf zum Verbilligen ab, wenn es so nicht geplant war.

2. Der Nachkauf zum gestaffelten Einstieg

Etwas anderes ist es, wenn Sie den Nachkauf vor dem 1. Kauf eingeplant haben. Ich nenne das den gestaffelten Kauf.

Das bedeutet: Sie planen z. B. 1.000 € in einen Trade zu investieren.

Da die Marktlage aber unsicher ist (so wie aktuell, Stand: Mitte 2015), nehmen Sie zuerst die Hälfte (hier also 500 €) oder 1/3 (hier also rund 333 €) und kaufen die entsprechende Anzahl Wertpapiere.

Steigen die Kurse danach, sind Sie dabei. Fallen die Kurse aber, nehmen Sie den von Anfang an geplanten nächsten Kauf vor und kaufen für weitere 50% oder 33% des ursprünglich für diesen Trade geplanten Kapitals nach.

Beim gestaffelten Kauf in 2 Schritten ist Ihre Position damit vollständig. Beim gestaffelten Kauf in 3 Schritten wiederholen Sie den Vorgang gegebenenfalls nochmals, falls die Kurse weiter rückläufig sind.

Geht es danach weiter abwärts, gilt auch hier: Von weiteren Käufen zum Verbilligen rate ich Ihnen ab.

2 dazu passende Regeln des Money-Managements

Ich empfehle Ihnen die Beachtung dieser beiden Regeln des Money-Managements:

  • Kein Nachkauf zum Verbilligen
  • Der von Anfang an geplante gestaffelte Kauf ist eine gute Strategie

Diese Strategie zum Nachkauf hat sich in guten und „schlechten“ Börsenzeiten bewährt und ist eine erfolgreich Vorgehensweise, die langfristigen Erfolg sicherstellt und die ich Ihnen daher empfehlen kann.

18. August 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rainer Heißmann. Über den Autor

Rainer Heißmann ist Autor für Wirtschafts- und Börsenfachpublikationen und Chefredakteur vom "Optionen-Profi" und "Heißmanns Königsklasse". Außerdem ist er Autor des Buchs "Reich mit Optionen". Seine größte Stärke: Komplexe Sachverhalte so zu erklären, dass sie auch dem Nicht-Fachmann verständlich und nachvollziehbar werden.