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Privatinsolvenz trotz Arbeit: Das können Sie tun

Für viele ein Horrorszenario aber dennoch oftmals Wirklichkeit: Die Privatinsolvenz. Unverschuldet und manchmal aus heiterem Himmel kann eine ungünstige Verkettung von Umständen schnell zum privaten Bankrott führen.

Verfahren erst nach gescheiterter Einigung

In einem solchen Fall bleibt oftmals nur noch ein Ausweg: Privatinsolvenz.

Dabei muss der Schuldner in mehreren vom Gesetzgeber festgelegten Schritten versuchen, zunächst eine Einigung mit seinen Gläubigern zu erzielen.

Gelingt das nicht, kann ein Verfahren zur Privatinsolvenz eröffnet werden. Im besten Fall endet dies nach einer Frist von drei bis sechs Jahren mit einem genehmigten Antrag auf Restschuldbefreiung. Dann steht man zwar wieder im wahrsten Sinne des Wortes „bei Null“, dafür aber immerhin auch forderungsfrei dar.


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Privatinsolvenz trotz Arbeit möglich?

Nun fragen sich Privatmenschen oftmals, ob eine solche Verbraucherinsolvenz auch trotz Arbeit möglich ist. Denn nicht immer ist die Verschuldung auch mit dem Verlust des Jobs verbunden. Muss man in einem solchen Fall gar den eigenen Beruf an den Nagel hängen?

Die Antwort dazu ist eindeutig: Keinesfalls! Auch im Falle einer Privatinsolvenz können Sie Ihrer Beschäftigung weiterhin ganz normal nachgehen. Tatsächlich gehört es sogar zu den vom Gericht verfassten Auflagen für Privatinsolvente, dass eine Arbeit mit regelmäßigem Einkommen ausgeübt werden muss.

Ganz ähnlich wie beim Empfang von Leistungen gemäß dem Sozialgesetzbuch gilt auch hier die etwas schwammige Formulierung: Es muss jede zumutbare Arbeit angenommen werden. Will heißen: Würden Sie zum Zeitpunkt der Eröffnung des Verfahrens zur Privatinsolvenz über keine Arbeitsstelle verfügen, müssen Sie sich sogar mit allen Möglichkeiten eine suchen.

Wenn Sie allerdings bereits arbeiten, können Sie der Beschäftigung weiterhin nachgehen, allerdings mit einer Änderung: Im Zuge der Privatinsolvenz wird Ihnen vom Gericht ein Treuhänder zugewiesen. Dieser erhält absolute Einsicht und die komplette Vollmacht über Ihr Vermögen.

Wichtig: Die Grenzen für pfändbares Vermögen

Von Ihrem Einkommen aus Arbeit muss dann jeden Monat ein gewisser Anteil an den Treuhänder abgetreten werden. Dieser benutzt das Geld, um nach und nach Ihre Schuldenlast bei den Gläubigern zu verringern.

Der Anteil des abzutretenden Einkommens entspricht dem so genannten „pfändbaren Vermögen“ und kann detaillierten Auflistungen entnommen werden. Er richtet sich nach der Höhe Ihres Nettogehalts und dem Vorhandensein eventueller Unterhaltspflichten.

Für eine Einzelperson ohne Unterhaltspflichten beginnt diese Pfändungsgrenze zum Beispiel bei 1.079,99 €. Wer mit seinem Nettogehalt darunter liegt muss keine Pfändung zahlen.

1. Februar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.