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Stille Beteiligung: Definition der Finanzierungsalternative

Beteiligungen sind als eine Form der Geldanlage hinreichend bekannt.

Stille Beteiligungen erfreuen sich im Unternehmensbereich ebenfalls großer Beliebtheit.

Der stille Gesellschafter investiert Kapital in ein Unternehmen, tritt allerdings nicht als Kapitalgeber in Erscheinung. Je nach Vertragslage profitiert der stille Gesellschafter vom Gewinn, muss jedoch Verluste teilweise nicht mittragen.

Die stille Beteiligung ist eine interessante Finanzierungsmöglichkeit für Unternehmen mit Kapitalbedarf sowie eine mögliche Geldanlage für Investoren, die nicht als Kapitalgeber in Erscheinung treten möchten.

Stille Beteiligung: Definition

Die Unterstützung eines Handelsgewerbes durch eine Vermögenseinlage kann in Form der stillen Beteiligung entstehen.

Die stille Beteiligung ist per Definition keine Rechtsform im gesellschaftsrechtlichen Sinne, sondern eine Innengesellschaft.

Dies bedeutet, dass die stille Beteiligung für Außenstehende nicht ersichtlich ist. Sie wird weder im Firmennamen genannt, noch findet sich im Handelregister ein Eintrag über den stillen Partner.

Anders sieht das bei der stillen Beteiligung an einer Aktiengesellschaft aus. In diesem Fall ist eine Veröffentlichung der Beteiligung des stillen Gesellschafters Pflicht.

Gewinn- und Verlustbeteiligung

Der stille Gesellschafter haftet für einen Unternehmensverlust je nach Vertragslage bis zur Höhe seiner Einlage. Diese Verlustbeteiligung kann jedoch auch ausgeschlossen werden.

Dieser Ausschluss der Verlustbeteiligung ist bei der stillen Beteiligung nicht unüblich. Eine Gewinnbeteiligung erhält der stille Partner jedoch auch nur bei einer positiven Unternehmensbilanz.

Typisch stille Beteiligung

Die stille Beteiligung hat keinen Einfluss auf die Vermögensverhältnisse. Diese Rechte verbleiben zu 100% bei der Gesellschaft.

In der typisch stillen Beteiligung erhält der stille Partner lediglich das Kontrollrecht. Er kann also den Jahresabschluss durch Einblicknahme in die Bücher des Unternehmens prüfen.

Atypisch stille Beteiligung

Anders verhält es sich bei der atypisch stillen Beteiligung. Hier besteht per Definition ein Mitspracherecht des Kapitalgebers.

Zudem wird die atypisch stille Beteiligung nicht nur am Gewinn und Verlust beteiligt, sondern auch zusätzlich am Vermögen des Unternehmens. Dafür haftet der stille Partner bei Verlusten auch über seine Einlage hinaus.

Vorteil der stillen Beteiligung

Unternehmen mit dringendem Finanzierungsbedarf, die auf ein Darlehen eines Kreditinstituts verzichten möchten oder auch müssen, besitzen die Möglichkeit, durch einen stillen Gesellschafter an Kapital zu gelangen.

Die stille Beteiligung tritt nach außen nicht in Erscheinung und findet auch im Handelsregister keine Erwähnung. Der stille Partner profitiert durch eine Gewinnbeteiligung.

Der Vorteil für das Unternehmen: Während bei einer Kreditfinanzierung auch bei Verlusten des Unternehmens die Darlehenszinsen weiter gezahlt werden müssen, kann der stille Partner nur bei einem positiven Unternehmensumsatz mit seinem Gewinnanteil rechnen.

Insbesondere Jungunternehmen profitieren oftmals von einer stillen Beteiligung. Da Banken neuen Geschäftsideen oft eher skeptisch gegenüber stehen, besteht durch einen stillen Gesellschafter eine interessante Finanzierungsalternative.

6. Juli 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sonja Hüsken. Über den Autor

Schon vor ihrem Studium der Volkswirtschaftslehre beschäftigte sich Sonja Hüsken intensiv mit dem Zusammenspiel von Politik und Wirtschaft und der Frage nach der richtigen Vorsorge. Immer im Fokus: Der Mehrwert der Information für den Leser.