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Substanzwerte von Aktien: Die Value-Strategie einfach erklärt

Substanzwerte sind vor allem für Privatanleger interessant, die sich gerne langfristig orientieren.

Bei der Substanzwert-Strategie geht es darum, Aktien zu suchen, die ohne Aufpreis oder sogar mit einem Abschlag zum aktuellen Börsenkurs gekauft werden können.

Mehr zum Thema: Value-Aktien: Die Geheimtipps mit Potenzial

Langfristig können die Substanzwerte für Privatanleger hohe Gewinne einbringen. Doch hier ist Vorsicht geboten: Nicht alle Angebote halten, was sie versprechen.

Mit den richtigen Informationen und Tipps können Privatanleger schnell vielversprechende und nachhaltige Substanzwerte finden.

Der Substanzwert: Definition und Erklärung

Der Substanzwert ist ein Begriff aus der Unternehmensbewertung. Er ergibt sich in erster Linie aus der Untersuchung der Unternehmensbilanz.

Als Maßstab für die Substanz einer Aktiengesellschaft gilt allgemein die Differenz aus der Summe des Umlauf- und Anlagevermögens und den Schulden.

Das Umlauf- und Anlagevermögen setzt sich zusammen aus fest zum Unternehmen gehörenden Vermögenswerten, Wertpapieren, Vorräten und Barmitteln.

Einfach ausgedrückt stellt die Substanz also das eigentliche Vermögen eines Unternehmens dar, das nach Abzug der Schulden übrig bleibt.

Substanzwerte von Aktien: Wie sie zustande kommen

Will man den Substanzwert von Aktien berechnen reicht die übliche Substanzwert-Definition allerdings nicht aus.

Der Substanzwert mit Blick auf Aktien enthält noch weitere Kennzahlen wie zum Beispiel das Verhältnis von Marktkapitalisierung und Eigenkapital.

Außerdem ist hinsichtlich des Substanzwerts von Aktien auch das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) ausschlaggebend. Es ergibt sich aus dem Aktienkurs, dem Gewinn je Aktie und der Höhe der Dividendenrendite.

Substanzwerte von Aktien kaufen: Die Value-Strategie

Privatanleger kaufen Substanzwerte in der Annahme, dass der Aktienmarkt die Aktie nicht genügend hoch bewertet. Sie spekulieren darauf, dass sich dieser Bewertungsunterschied mit der Zeit abbaut und der Kurs steigt.

Solche Aktien nennt man auch Value-Aktien. Sie weisen in der Regel einen hohen Buchwert auf. Das bedeutet, die in der Bilanz enthaltenen Vermögensgegenstände sind in ihrer Summe größer als der Kurswert des jeweiligen Unternehmens an der Börse.

Anleger, die in Substanzwerte investieren, setzen eine Fehleinschätzung der betreffenden Aktie voraus.

Mehr zum Thema: Value-Investing: Mit 5 Konzepten zum Erfolg

Allerdings müssen Privatanleger, die nach Substanzwerten suchen, die Kriterien, mit denen Value-Aktien ermittelt werden, kennen.

In Relation zu ihrer Börsenbewertung haben Substanzwert-Aktien oft einen hohen Buchwert. Außerdem zeichnen sie sich durch eine hohe Dividenden-Rendite aus.

Aber Achtung: Eine vielversprechende Rendite ist nicht immer ein Qualitätsmerkmal!

Eine weitere Eigenschaft von Substanzwerten ist ihr ausgeprägtes Gewinnwachstum. Denn ein Unternehmen, das langfristig noch profitabel ist, weist in den meisten Fällen auch steigende Kurse auf.

Um einen Substanzwert insbesondere als Privatanleger sicher zu identifizieren sollte man immer mehrere Kennzahlen heranziehen und sich die Gesamtsituation des Unternehmens genau ansehen.

Die Kunst beim Handel mit den Substanzwerten ist, tief bewertete Unternehmen aufzuspüren, die keine strukturellen Probleme aufweisen, sondern nachhaltiges Potential versprechen.

Privatanleger, die sich für solide Substanzwerte interessieren, müssen nicht unbedingt zig Aktien analysieren. Besonders für Einsteiger in diesem Bereich ist es einfacher, in ETFs zu investieren, die sich auf genau diesen Anlagestil spezialisiert haben.

Der UBS ETF MSCI EMU Value A bildet beispielsweise die wichtigsten Substanzwerte der Eurozone ab.

Mehr zum Thema: ETF Value Strategie richtig nutzen: Vom Potential unterbewerteter Titel profitieren

Bei den Substanzwerten von Aktien ist es für Privatanleger allgemein sehr wichtig, die Aktie genau zu analysieren und auf die Unternehmensstruktur zu achten. Grundsätzlich sind Substanzwerte immer spekulativ und für blutige Anfänger kaum geeignet.

6. August 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.