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Unter diesen Aspekten gibt’s den Kindergartenzuschuss

Flexible Arbeitszeitmodelle und eine zuverlässige Kinderbetreuung sind wichtig für Mütter und Väter, die ihre Familie und ihren Job unter einen Hut bekommen wollen. Um Mitarbeiter zu halten stehen auch immer mehr Arbeitgeber unter dem Druck gute Angebote zu machen, was für Familien positiv ist.

Eine Möglichkeit Familien zu unterstützen ist ein Kindergartenzuschuss, den Arbeitnehmer mithilfe eines Musters mit dem Arbeitgeber vereinbaren können. Die Besonderheit eines Kindergartenzuschusses ist, dass er steuerfrei ist und nicht als Gehaltsumwandlung zu verstehen ist.

Was ist der Kindergartenzuschuss?

Ein Kindergartenzuschuss unterstützt Eltern bei den Betreuungskosten für ihre Kinder. Die Höhe des Zuschuss wird mit dem Arbeitgeber individuell vereinbart – ein Anspruch auf diesen Zuschuss besteht nicht. Er kann 50 € im Monat betragen, 150 € oder auch 300 € – je nachdem, was die Parteien miteinander vereinbaren beziehungsweise je nachdem was der Arbeitgeber offeriert.

Arbeitgeber bieten diesen Zuschuss häufig als Zusatzleistung an, um die Attraktivität eines Arbeitsplatzes zu steigern. Um den Zuschuss zu erhalten, müssen Arbeitnehmer mit ihren Arbeitgebern sprechen und sich mündlich auf diesen Kindergartenzuschuss einigen. Anschließend wird dieser schriftlich festgehalten.

Kindergartenzuschuss: Der Arbeitgeber erstellt die Vereinbarung anhand eines Musters

Wichtig dabei ist, dass es sich um eine klar definierte Einrichtung handelt, also um eine Kindertagesstätte, eine Kinderkrippe, einen Schulkindergarten oder Ganztagspflegestellen. Auch die Betreuung durch Tages- und Wochenmütter kann ebenso wie die Unterbringung in einem Internat für nicht schulpflichtige Kinder finanziell unterstützt werden.

Dass die Leistung steuer- und sozialversicherungsfrei ist, sollte in der Vereinbarung erwähnt werden, am besten mit Verweis auf §3 Nr. 33 EStG. Wird die Leistung als Teil des Gehalts angesehen, muss sie wie auch das Arbeitseinkommen versteuert werden. Auch wenn die Betreuung des Kindes zuhause stattfindet, muss der Zuschuss versteuert werden.

Welche Punkte noch in die Vereinbarung gehören

Ansonsten gehören in das Muster die Namen des Arbeitgebers und Arbeitnehmers und das Datum, ab dem die Vereinbarung gültig wird. Auch ein Hinweis, dass es sich bei den betreuungspflichtigen Kindern um eigene, nicht schulpflichtige Kinder unter 6 Jahren handelt, gehört in die Vereinbarung.

Der Arbeitnehmer verpflichtet sich mit dem Unterschreiben der Vereinbarung, dass er dem Arbeitgeber gültige Nachweise über die Einrichtung und die monatliche Höhe der finanziellen Aufwendungen einreicht. Der von Arbeitgeber und Arbeitnehmer vereinbarte monatliche Unterstützungsbetrag wird schriftlich fixiert.

Ein Hinweis darauf, dass Änderungen an der Betreuungssituation des Kindes dem Arbeitgeber unverzüglich mitgeteilt werden müssen, gehört ebenfalls in die Vereinbarung. Sie gilt als zusätzliche Vereinbarung zum Arbeitsvertrag und Änderungen an dieser Vereinbarung berühren nicht den Arbeitsvertrag, worauf ebenfalls hingewiesen werden sollte.

Zuschüsse auch im schulpflichtigen Alter möglich

Für Eltern kann dieser Kindergartenzuschuss eine deutliche Erleichterung und finanzielle Entlastung bedeuten und Arbeitgeber, die diesen Zuschuss anbieten, schaffen somit Anreize für ihre Mitarbeiter. Der Zuschuss zu den Betreuungskosten kann von Arbeitgebern als Betriebsausgabe abgesetzt werden, Arbeitnehmer können ihn nur absetzen wenn er Teil des Gehalts ist.

Auch schulpflichtige Kinder können vom Arbeitgeber bezuschusst werden, wenn auch nicht sozialversicherungs- und steuerfrei. Als Bestandteil des Gehalts kann dieser Zuschuss aber problemlos von der Steuer abgesetzt werden und verschafft Eltern dadurch eine zusätzliche Erleichterung.

26. September 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.